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24.06.2022 - Stadt Leverkusen


Sicherheit der Badegäste oberstes Gebot

Außengeländes im Freizeitbad CaLevornia schließt - Freibad Wiembachtal bleibt geöffnet


 

Personalmangel macht in dieser Freibadsaison auch in Leverkusen eine Konzentration der vorhandenen Kräfte nötig. So bleibt das Freibad im Wiembachtal geöffnet, das Außengelände im CaLevornia jedoch geschlossen. Das heißt nicht, dass die Leverkusenerinnen und Leverkusener im CaLevornia nicht schwimmen gehen können. In der Halle des Freizeitbades sind die zwei Freizeitbecken mit Strömungskanal, Grotte, Kinderrutsche und Wasserpilz genauso geöffnet wie die Großrutsche, das 25-Meter-Sportbecken, das Lehrschwimmbecken, das Spiel- und Kleinkindbecken sowie das Solebecken. Auch die Saunalandschaft ist geöffnet. Es finden überdies nach wie vor Schwimmkurse und das Schulschwimmen statt.

„Wir haben uns zu dieser Lösung entschlossen“, erläutert Sportdezernent Marc Adomat, „weil das Freizeitbad CaLevornia seine Hauptattraktionen vor allem im Hallenbad bietet und durchgehend sehr gut besucht ist. Das gilt erfahrungsgemäß für die gesamte Freibadsaison, auch in den Sommerferien und vor allen Dingen bei schlechterem Wetter. Das Besucheraufkommen liegt dann im Durchschnitt bei rd. 900 Besuchern am Tag.“ Darüber hinaus steht in Leverkusen Opladen ein klassisches Freibad zur Verfügung: Das 50 Meter Schwimmerbecken mit acht Bahnen und einem Sprungturm, das Nichtschwimmerbecken mit Breitrutsche, das Planschbecken sowie einem Matschspielplatz und einer großzügigen Liegewiese bieten hier insgesamt bis zu 2.000 Besuchern Platz.

„Mir tut das wirklich leid, und ich hätte lieber keine so unpopuläre Entscheidung getroffen, aber wir können die Sicherheit der Schwimmerinnen und Schwimmer in allen Leverkusener Bädern nur so gewährleisten. Denn dazu brauchen wir ausreichend Aufsichtspersonal. Das ist aber bundesweit eine knappe Ressource,“ bedauert Marc Adomat.

26 Aufsichtskräfte, davon sieben Meister*innen für Bäderbetriebe, 11 Fachangestellte für Bäderbetriebe sowie acht Rettungsschwimmer*innen, arbeiten zurzeit bei der Stadt Leverkusen. Außerdem natürlich Kassen- und Servicepersonal. „Leider bleibt auch der Sportpark Leverkusen durch die Pandemie nicht von extrem hohen Ausfallzeiten durch Erkrankungen verschont und ohne das entsprechende Fachpersonal auf einer Schicht kann kein Bad geöffnet werden“, erläutert Sportparkleiterin Nelly Schreiner. „Eine Vielzahl von Beschäftigten des Bäderbetriebs Sportpark Leverkusen sind derzeit erkrankt, immer wieder kommen Krankmeldungen herein. Nicht selten auch, weil das Corona-Virus diagnostiziert wurde. Zudem sind einige Mitarbeiter*innen dauerhaft nicht voll einsatzfähig.“

Darüber hinaus hat die Pandemie dafür gesorgt, dass immer weniger „Kurzfristig Beschäftigte“ und Saisonkräfte in der Badesaison zur Verfügung stehen. „Das ist ähnlich wie in der Gastronomie und anderen Dienstleitungsbereichen“, erklärt Nelly Schreiner, „wir konnten in den vergangenen Jahren wegen der langen Schließzeiten nur sehr wenige Kurzfristig Beschäftigte wiedereinstellen, da eine langfristige Planung kaum möglich war. Wer konnte, hat sich deshalb nach einem anderen Job umgesehen und kommt auch nicht wieder zurück.“ 40 Abrufkräfte haben die Bäderbetriebe vor der Pandemie im Durchschnitt beschäftigt. Heute sind es mit 19 knapp die Hälfte.

Ohnehin ist die Personaldecke in den vergangenen Jahren immer dünner geworden. Das ist nicht nur in Leverkusen so. Schon im Dezember 2019 - also unmittelbar vor der Pandemie – nahm der Deutsche Städtetag in einer Anhörung des Deutschen Bundestags dazu Stellung und resümierte: „Die Personalsituation in den Deutschen Bädern ist insgesamt angespannt. So mehren sich Berichte, dass das verfügbare Badpersonal zum limitierenden Faktor für die Betriebszeiten der Bäder geworden ist. Insbesondere im Hochsommer herrscht ein Mangel an ausreichend qualifizierten Personal. Dadurch ist es bereits im mehreren Fällen zu Badschließungen aufgrund von Personalmangel besonders für die Wasseraufsicht gekommen.“

Diese Lücke ist nicht leicht zu schließen, denn wer Aufsicht über die Badenden führt, muss Qualifikationen mitbringen. Schon die kurzfristig Beschäftigten müssen ein gültiges Rettungsschwimmabzeichen „DLRG Silber“ vorweisen können, mindestens 18 Jahren alt sein und über eine Erste Hilfe Ausbildung verfügen. „Fachangestellte für Bäderbetriebe“, im Volksmunds „Bademeister“, beaufsichtigen nicht nur den Schwimmbetrieb und greifen im Notfall sofort ein. Sie überwachen darüber hinaus die technischen Anlagen und die Wasserqualität, führen Reinigungs- und Desinfektions-arbeiten durch, warten Sport- und Spielgeräte und sorgen für Sauberkeit und Sicherheit. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die Stadt bildet zurzeit noch einen „Fachangestellten für Bäderbetriebe“ aus, der im Sommer seinen Abschluss machen wird. Auch in den letzten beiden Jahren haben zwei Auszubildende ihren Abschluss machen können und sind dann in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen worden.

„Wir werben immer wieder für diesen vielseitigen Beruf“, sagt Marc Adomat. „Auf Dauer wird sich die Personalsituation hoffentlich auch wieder entspannen. In dieser Saison ist es nun so, dass wir unser zurzeit zur Verfügung stehendes Personal sehr zielgerichtet einsetzen müssen, um ein dauerhaftes Angebot sowohl im Innenbereich des Freizeitbades CaLevornia als auch im Freibad Wiembachtal aufrecht erhalten zu können. Es ist ja niemandem damit gedient, wenn wir alles öffnen, dann aber kurzfristig wieder schließen müssen, weil die nächste Krankheitswelle rollt.“

Aktuelle Stellenausschreibungen des Sportpark Leverkusen: https://www.sportpark-lev.de/jobs

 

 



Pressekontakt: Heike Fritsch

Kontaktdaten:
Stadt Leverkusen - Pressestelle
Friedrich-Ebert-Platz 1
51373 Leverkusen

Telefon: (0214) 406-8860
Telefax: (0214) 406-8862
Mail: presse@stadt.leverkusen.de

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