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02.12.2022 - Stadt Leverkusen


Leverkusen stark machen für die Folgen des Klimawandels: Auftakt für das Forum „ZukunftsAufgabe Klimaresilienz Leverkusen“ (ZAK)


Hitze, Starkregen bis hin zu Hochwasser: Die Folgen des Klimawandels sind schon jetzt spürbar, auch in Leverkusen: Das Hochwasser im Juli 2021 hat gezeigt, dass der Klimawandel vor der Stadt nicht Halt macht. Expertinnen und Experten rechnen künftig mit einer Häufung von extremen Wetterphänomenen wie Starkregen und Hitze. Wie kann sich die Stadt Leverkusen für die Folgen des Klimawandels wappnen, sich den veränderten Bedingungen anpassen und somit klimaresilient werden?

 

Diese Fragen sollen künftig im Format „ZukunftsAufgabe Klimaresilienz Leverkusen“ (ZAK) eingehend behandelt werden. Das Forum ZAK wurde auf Wunsch der Politik gemeinsam mit der Stadtverwaltung entwickelt, die Anpassung Leverkusens an den Klimawandel steht dabei im Fokus.

 

Das ZAK-Forum setzt sich aus Politikerinnen und Politikern des Rats und der Bezirksvertretungen, der Fachverwaltung sowie externen Fachleuten zusammen. Am Donnerstagabend fand im Ratssaal der Stadt Leverkusen die konstituierende ZAK-Sitzung statt. Die Teilnahme war sowohl persönlich als auch über die Online-Plattform Zoom möglich.

 

Klimaangepasstes Handeln ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

„Der Klimawandel stellt uns als Stadt vor große Herausforderungen“, betonte Umweltdezernent Alexander Lünenbach in seiner Begrüßung. „Um diese zu bewältigen, ist ein intensiver Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Fachleuten nötig. Mit dem Forum ZAK wollen wir in einen regelmäßigen Austausch kommen.“

 

Organisiert wird das Forum ZAK vom Fachbereich Mobilität und Klimaschutz, der auch die Geschäftsführung übernimmt. 

 

Auch für Bürgerinnen und Bürger sind im Rahmen von ZAK künftig Infoveranstaltungen rund um das Thema Klimaresilienz geplant. „Klimaangepasstes Handeln ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Veränderungen für uns alle mit sich bringt“, verdeutlichte Alexander Lünenbach, hierfür sei eine breite gesellschaftliche Akzeptanz notwendig.

 

Hochwasser, Hitze, Dürre und Schwammstadt auf der Agenda

Im „Arbeitskreis Wiembach“ war die ZukunftsAufgabe Klimaresilienz Leverkusen zu Beginn des Jahres zum ersten Mal vorgestellt worden. Bei den Maßnahmen konzentrierte sich der Fachbereich Mobilität und Klimaschutz zunächst auf das Handlungsfeld Wasserwirtschaft. In der konstituierenden ZAK-Sitzung gab der Umweltdezernent daher zunächst einen Überblick auf die zurückliegenden Veranstaltungen zur Hochwasserthematik wie am Jahrestag des Hochwassers und den drei Sitzungen des Arbeitskreises Wiembach, der nun in das Forum ZAK integriert wird. Die Hochwasserthematik werde weiterhin ein integraler Bestandteil des Forums bleiben, kündigte Alexander Lünenbach an. Auf der ZAK-Agenda stehen aber auch Themen wie Hitze, Dürre oder Schwammstadt.

 

„Mit dem Forum ZAK wollen wir Leverkusen stark machen im Hinblick auf die wetterbedingten Veränderungen durch den Klimawandel“, betonte Christiane Jäger, Leiterin des Fachbereichs Mobilität und Klimaschutz.

 

Klimaschutz allein ist nicht mehr ausreichend
Welche Auswirkungen der Klimawandel konkret auf Leverkusen haben könnte, führte Dr. Tobias Kemper, Dezernent Klimafolgeanpassung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV), in seinem Vortrag aus. Er stellte anhand des Temperaturanstiegs in der niederrheinischen Bucht (zu der Leverkusen gehört) dar, dass der Klimawandel voranschreite. Je nach Szenario werden Sommer- und Hitzetage erheblich zu-, Frost- und Eistage dagegen abnehmen. 

 

Folgen des Klimawandels seien Extremwetterereignisse wie Starkregen und Stürme, aber auch Hitze und Trockenheit. Klimaschutz allein sei deshalb nicht mehr ausreichend „Wir müssen uns – die Gesellschaft und den Raum, in dem wir leben – an das künftige Klima und die damit verbundenen Folgen anpassen“, mahnte Kemper. Diese Anpassung sei auf regionaler, kommunaler, aber auch individueller Ebene genauso wichtig wie die Verminderung von klimaschädlichen Emissionen.

 

Anhand von Karten aus dem digitalen Klimaatlas NRW des LANUV visualisierte er die Überflutungsgefahr und die Hitzebelastung in Leverkusen. Vor Ort müsse man über die Analyse zu konkreten Maßnahmen kommen –  wie etwa Entsiegelung, Begrünung, der Schaffung neuer Retentionsräume und Stauflächen. Häufig hätten schon kleine Maßnahmen große Wirkung. So bedeute die Vermeidung von Schottergärten einen Temperaturunterschied von bis zu 8 Grad auf der Fläche. Die Nutzung des Albedo-Effekts wiederum könne tagsüber einen Temperaturunterschied von bis zu sechs Grad ausmachen. Albedo ist eine Maßeinheit, die angibt, wie gut Flächen Lichtstrahlen reflektieren. Generell gilt: Helle Flächen und Baumaterialien reflektieren besser.

 

Klimafolgeanpassung ins Tagesgeschäft integrieren

Eindringlich appellierte Dr. Tobias Kemper an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Maßnahmen zur Klimaanpassung zu priorisieren. Wichtig seien sowohl öffentliche als auch private Maßnahmen. Die Kommune sei nicht allein für Klimafolgenanpassung im städtischen Bereich verantwortlich. Die Einrichtung einer „interdisziplinären“ Plattform wie im Forum ZAK sei deshalb ein wichtiger Schritt. Weitere wichtige Maßnahmen zur kommunalen Klimaanpassung habe die Stadt schon umgesetzt, lobte Kemper: So liegen bereits ein Klimaanpassungskonzept und eine Starkregengefahrenkarte vor, außerdem beteilige sich die Stadt am ECA-Prozess (European Climate Adaptation Award). Entscheidend sei, die Folgen des Klimawandels bei allen Planungen und Entwicklungen zu bedenken, betonte Kemper: „Integrieren Sie die Klimafolgenanpassung in das Tagesgeschäft.“ 

 

Das nächste ZAK-Forum ist für Mitte 2023, vor den Sommerferien, geplant. Schwerpunkt sind dann die Themen Schwammstadt, Hitze und Dürre.

 

Der Vortrag von Dr. Tobias Kemper wird in Kürze online gestellt. Unter https://www.leverkusen.de/leben-in-lev/natur-umwelt/klimaschutz/hochwasser.php#c9 sind zudem Vorträge, Präsentationen und Antworten auf Bürgerfragen rund um die Hochwasserthematik online abrufbar.

 

Weitere Infos gibt es auch unter http://www.klimaatlas.nrw.de.



Pressekontakt: Julia Trick

Kontaktdaten:
Stadt Leverkusen - Pressestelle
Friedrich-Ebert-Platz 1
51373 Leverkusen

Telefon: (0214) 406-8878
Telefax: (0214) 406-8862
Mail: presse@stadt.leverkusen.de

Dieser Meldung sind folgende Medien beigefügt:

Der Auftakt ist gemacht:
©  - Der Auftakt ist gemacht: Umweltdezernent Alexander Lünenbach (links) und Christiane Jäger, Fachbereichsleiterin Mobilität und Klimaschutz, mit Dr. Tobias Kemper, Dezernent Klimafolgeanpassung des LANUV, der in der ersten Sitzung des Forums ZAK über die Auswirkungen des Klimawandels für Leverkusen referierte.

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Die Sitzung
©  - Die Sitzung Dr. Tobias Kemper (rechts), Dezernent Klimafolgeanpassung des LANUV, referierte in der hybriden ZAK-Auftaktveranstaltung über die Auswirkungen des Klimawandels für Leverkusen.

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