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09.12.2022 - Stadt Mönchengladbach


Kunst und Forschung entdecken: 100 Jahre Stiftung Walter Kaesbach – Expressionismus am Museum Abteiberg

9. Dezember 2022 bis 7. Januar 2024 im Museum Abteiberg


Dr. Felicia Rappe, stellvertretende Direktorin und Leiterin der Sammlung des Museums Abteiberg, hat gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Denise Wegener und die für Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik zuständige Mitarbeiterin Henrike Roberts die Ergebnisse des umfassenden Provenienzforschungsprojekts am Museum Abteiberg sowie das Jubiläumsprogramm zur Erinnerung an die Stiftung Walter Kaesbach, die vor exakt 100 Jahren, am 9. Dezember 1922, den Beginn für das Kunstmuseum in Mönchengladbach legte, vorgestellt. An diesem Tag wurde der Öffentlichkeit eine großzügige Schenkung präsentiert: Walter Kaesbach (1879-1961), gebürtiger Mönchengladbacher, hatte 97 Kunstwerke des Expressionismus gestiftet, die in seiner Heimatstadt fortan die moderne Kunst sichtbar machen sollten.

Erneut macht damit das Museum Abteiberg nicht nur Kunst, sondern auch wichtige wissenschaftliche und forschende Arbeit in diesem Zusammenhang für das Publikum zugänglich und präsentiert dies in einer ansprechenden und verständlichen Form.

Doch noch einmal zurück zur Geschichte: In der Sammlung des Kunsthistorikers und Museumsleiters Kaesbach, der kurze Zeit später im Jahr 1924 Direktor der Kunstakademie Düsseldorf wurde, befanden sich Gemälde, Zeichnungen und Grafiken unter anderem von Lyonel Feininger, Erich Heckel und Heinrich Nauen. Mit der Schenkung von 1922 gelangte Mönchengladbach auf Augenhöhe mit den Zentren der Avantgarde. 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten die Sammlung als "Entartete Kunst". Ein Großteil gilt seither als verschollen.

Im Versuch, den Verlust der Sammlung auszugleichen, kaufte das Mönchengladbacher Museum in den 1950er und 60er Jahren unter der Direktion von Heinrich Dattenberg und nochmals beraten durch Walter Kaesbach erneut expressionistische Kunst an. Zu dieser Zeit war es kaum üblich, die Herkunftsgeschichte der Werke zu dokumentieren. In den vergangenen Jahren erforschte das Museum Abteiberg, ob damals Werke in seine Sammlung gelangten, die in der Zeit des Nationalsozialismus ihren Eigentümer*innen unrechtmäßig entzogen wurden. Anlässlich des 100. Jahrestags der ersten Präsentation der Stiftung Walter Kaesbach am 9. Dezember zeigt das Museum Abteiberg diesen wenig bekannten Themenkomplex der Sammlungsgeschichte in einem mehrteiligen Vorhaben:

Neu eingerichtete Räume des Expressionismus Jubiläumswochenende mit Vermittlungsprogramm vom 9. bis 11. Dezember, beginnend mit einem Vortrag von Dr. Meike Hoffmann, Leiterin der Forschungsstelle "Entartete Kunst" am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin, am 9. Dezember, 18 Uhr:

"Entartete Kunst": Verfemung – Beschlagnahme – Verwertung. Das Schicksal der Kaesbach-Stiftung im "Dritten Reich"

Veröffentlichung der Ergebnisse eines umfangreichen Provenienzforschungsprojekts, gefördert durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste, auf der Website des Museums Hochschulkooperation Wintersemester 2022/23 mit der Freien Universität Berlin zur Erforschung des Verbleibs der Sammlung Kaesbach Hochschulkooperation Wintersemester 2022/23 mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zur Vermittlung von Provenienzforschung im Museum

Das Jubiläums-Programm und die neue Sammlungspräsentation wurden gefördert von der Hans Fries-Stiftung.




Kontaktdaten:

Stadt Mönchengladbach
Stabsstelle Presse & Kommunikation

Rathaus Abtei - 41050 Mönchengladbach
Telefon (0 21 61) 25 20 81
Telefax (0 21 61) 25 20 99
E-Mail: presse@moenchengladbach.de

Dieser Meldung sind folgende Medien beigefügt:

Walter Kaesbach
© Stadt MG - Walter Kaesbach Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Denise Wegener, die für Öffentlichkeitsarbeit und Museumspädagogik zuständige Mitarbeiterin Henrike Roberts und Dr. Felicia Rappe, stellvertretende Direktorin und Leiterin der Sammlung des Museums Abteiberg, haben gemeinsam die Ergebnisse des umfassenden Provenienzforschungsprojekts sowie das Jubiläumsprogramm zur Erinnerung an die Stiftung Walter Kaesbach vorgestellt (v.l.).

© Stadt MG

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