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18.01.2023 - Stadt Wolfsburg


Verkehrsverstöße sind rückläufig

Jahresbilanz 2022 zu Sicherheit und Ordnung auf Wolfsburger Straßen


Ein Rückgang bei den geahndeten Verkehrsverstößen verzeichnete die Stadt Wolfsburg im vergangenen Jahr. Dieses Fazit für die Sicherheit und Ordnung auf Wolfsburgs Straßen lässt sich nach der Analyse der Zahlen für 2022 ziehen.

„Der Rückgang der Verkehrsverstöße ist für mich als verantwortlicher Dezernent sehr erfreulich. Es zeigt, dass die Verkehrsüberwachung ein wirksamer und wichtiger Bestandteil für die Sicherheit im Wolfsburger Straßenkehr ist. Leider ist eine überhöhte Geschwindigkeit immer noch die Unfallursache Nummer eins. Für uns als Stadt hat daher die weitere Steigerung der Verkehrssicherheit oberste Priorität“, erklärte jetzt Stadtrat Andreas Bauer, Dezernent für Bürgerdienste, Finanzen und Brand- und Katastrophenschutz.

„Dass die Zahl der geahndeten Verstöße gleich um 30.000 zurückgegangen ist, ist sehr positiv zu bewerten. Dass dennoch mehr Erträge bei der Stadt ankommen, liegt an den höheren Ahndungssätzen des neuen bundesweiten Bußgeldkataloges. Hier gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Vergehen und den erhöhten Bußgeldern. Bei den Rotlichtverstößen am St.-Annen-Knoten scheint sich langsam ein Niveau einzufinden. Die rund 2.000 Fälle pro Jahr rechtfertigen weiterhin den Betrieb dieser Anlage“, hebt Ordnungsamtsleiter Axel Piepers hervor.

Insgesamt 111.178 Verstöße wurden im Jahr 2022 angezeigt gegenüber 141.915 in 2021 (2020: 137.076, 2019: 133.195, 2018: 131.160). In 19.259 Fällen davon wurden Bußgeld- und Kostenbescheide erlassen (2021: 18.258, 2020: 16.189, 2019: 16.665, 2018: 17.131). Die Höhe der Buß- und Verwarnungsgelder belief sich 2022 auf insgesamt 4.349.410 Euro (2021: 3.687.502 Euro, 2020: 3.644.712 Euro, 2019: 3.389.110 Euro, 2018: 3.223.770 Euro). Die Gesamtdaten schlüsseln sich wie folgt auf:

Geschwindigkeitsmessungen

In 2022 wurden 66.515 Geschwindigkeitsverstöße verzeichnet, im Vorjahr 2021 waren es 88.337 (2020: 92.236, 2019: 77.824, 2018: 69.497). Daraus folgten 10.240 Bußgeldbescheide (2021: 8.134, 2020: 6.799, 2019: 7.123, 2018: 5.680). Insgesamt 343 Fahrverbote wurden ausgesprochen (2021: 473, 2020: 597, 2019: 552, 2018: 519). Die Geschwindigkeitsmessungen führten zu Verwarnungs- und Bußgeldeinnahmen in Höhe von 3.011.256 Euro (2021: 2.428.269 Euro, 2020: 2.479.430 Euro, 2019: 2.108.838 Euro, 2018: 1.847.780 Euro).

Rotlichtmessungen St. Annen-Knoten

Die in 2020 in Betrieb gegangene Rotlichtüberwachung führte 2022 zur Einleitung von 2.279 Bußgeldverfahren, im Vorjahr 2021 waren es 2.313 (2020: 1.428). In 169 Fällen wurde in die Kreuzung eingefahren, obwohl das Rotlicht bereits länger als eine Sekunde dauerte (2021: 214, 2020: 134). Das Bußgeld erhöhte sich in diesen Fällen von 90 Euro auf 200 Euro. Zudem erfolgte die Anordnung von Fahrverboten (ein Monat).

Gemessene Spitzengeschwindigkeiten

 

Straße

zul. Gesch.

max. Gesch.

Überschreitung

Braunschweiger Straße FR Norden

50 km/h

141 km/h

91 km/h

Braunschweiger Straße FR Süden

50 km/h

131 km/h

81 km/h

Berliner Ring FR Süden

50 km/h

128 km/h

78 km/h

Berliner Brücke FR Süden

50 km/h

125 km/h

75 km/h

Berliner Brücke FR Norden 

50 km/h

124 km/h

74 km/h

Wolfsburger Landstraße FR Westen

70 km/h

123 km/h

53 km/h

Frankfurter Straße FR Westen

50 km/h

 122 km/h

72 km/h

Dieselstraße FR Osten

50 km/h        

 121 km/h         

71 km/h

Konrad Adenauer Allee FR Süden                

50 km/h

 119 km/h

69 km/h

Landesstraße 295 FR Süden

70 km/h

 118 km/h

48 km/h

 

Häufigste Geschwindigkeitsverstöße an mobilen Messstandorten:

 

  1. Berliner Brücke
  2. Braunschweiger Straße
  3. Bundesstraße 188
  4. Berliner Ring
  5. Hafenstraße
  6. Heinrich-Nordhoff-Straße
  7. Brechtorfer Straße
  8. Heßlinger Straße
  9. Frankfurter Straße
  10. Hubertusstraße

 

Parkverstöße

Im vergangenen Jahr wurden 36.477 Verfahren wegen Parkverstößen eingeleitet (2021: 41.251, 2020: 29.388, 2019: 37.324, 2018: 37.825). 4.300 Bußgeld-und Kostenbescheide wurden erlassen, weil das Verwarnungsgeld nicht gezahlt worden war (2021: 3.901, 2020: 3.563, 2019: 4.253, 2018: 4.774). Aus den Verfahren resultierten 925.898 Euro Einnahmen (2021: 614.041 Euro, 2020: 480.968 Euro, 2019: 560.875 Euro, 2018: 578.096 Euro).

Polizei- und Privatanzeigen

Weitere 5.501 Ordnungswidrigkeitenverfahren – unter anderem wegen Alkohol- und Betäubungsmittelverstößen, Verkehrsunfällen und Geschwindigkeits- sowie Rotlichtverstößen – brachten die Polizei sowie private Anzeigende (hier: überwiegend Parkverstöße) ins Rollen (2021: 10.014, 2020: 14.752, 2019: 18.047, 2018: 23.838). Daraus folgten über Verwarnungsverfahren hinaus 2.623 Bußgeld- und Kostenbescheide (2021: 3.910, 2020: 5.827, 2019: 5.289, 2018: 6.677) sowie 156 Fahrverbote (2021: 303, 2020: 289, 2019: 255, 2018: 216). 412.256 Euro Bußgeld wurden eingenommen (2021: 645.192 Euro, 2020: 684.314 Euro, 2019: 719.397 Euro, 2018: 797.894 Euro).

Coronaverstöße und Verstöße gegen Allgemeinverfügungen

Darüber hinaus wurden 479 Verfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnungen des Landes Niedersachsen beziehungsweise die Allgemeinverfügungen der Stadt Wolfsburg (2021: 2.109, 2018: 2.128) betrieben.

 



Pressekontakt: Referat Kommunikation, E-Mail: kommunikation@stadt.wolfsburg.de

Kontaktdaten:
STADT WOLFSBURG
KOMMUNIKATION
Porschestr. 49
38440 Wolfsburg

Mail: kommunikation@stadt.wolfsburg.de

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