Volltext in Meldungen suchen
Print Zurück


17.11.2023 - Kreis Soest


Personal-Situation in der Pflege bleibt großes Thema

Bericht zur Pflegeplanung 2023/24 liegt vor - Zu wenig Kurzzeitpflege-Plätze

Kreis Soest (kso.2023.11.17.377.mk). Die Verbesserung der personellen Situation in der Pflege ist weiter vorrangig. Das stellt der Bericht „Örtliche Planung für Pflege und Alter 2023/24“ fest. Autorin Martina Krick vom Sachgebiet Pflegeplanung und Alter der Kreisverwaltung hat den Bericht veröffentlicht.


Martina Krick aus dem Sachgebiet Pflegeplanung und Alter der Kreisverwaltung hat den Bericht verfasst und dem Sozialausschuss vorgestellt. Er ist dieser Pressemitteilung unten zum Download beigefügt und wird auf die kreiseigene Pflegeatlas-Internetseite eingestellt, sobald diese nach dem Cyberangriff wieder funktioniert. 

Im Jahr 2021 waren im Kreis Soest einschließlich der Pflegegeldempfänger rund 18.500 Menschen pflegebedürftig. Damit steht der Kreis Soest besser da als der Landesschnitt: Hier liegt die Quote damit bei 6.119 auf 100.000 Einwohner, landesweit bei 6.650 je 100.000. Es handelt sich nur um Personen mit einem Pflegegrad.

„Der weitaus größte Teil der Pflegebedürftigen, nämlich 83 Prozent, wird nach wie vor zu Hause versorgt“, erläutert Martina Krick. Von ihnen nehmen 23 Prozent die ambulante Pflege in Anspruch, 60 Prozent sind reine Pflegegeldempfänger, die ihre Pflege selbst organisieren, zum Beispiel mit Hilfe von Angehörigen, oder die lediglich Unterstützungsleistungen im Alltag wie hauswirtschaftliche Hilfen oder soziale Betreuung in Anspruch nehmen. Die reinen Pflegegeldempfänger sind am stärksten gestiegen und machen zusammen mit denjenigen, die ausschließlich Unterstützung im Alltag in Anspruch nehmen kreisweit rund 11.000 Personen aus. 17 Prozent der Pflegebedürftigen kreisweit werden stationär gepflegt.

Die „Örtliche Planung Alter und Pflege“ stellt weiter eine im regionalen und im Landes- und Bundesvergleich besonders hohe Platzzahldichte im vollstationären Pflegebereich fest. Dort ist die Nachfrage nach Pflegeleistungen auch rückläufig, wie auch in der Kurzzeit- und Tagespflege. Die Empfehlungen wurden in Abstimmung mit den Kommunen formuliert.

Die Verbesserung der personellen Situation ist weiter vorrangig. Hierzu wird die auf Initiative der Konferenz für Alter und Pflege eingerichtete Arbeitsgruppe Zukunft der Pflege um die Stelle der Koordination zur Sicherung der Pflege im Kreis Soest, die Saskia Klemme seit dem 1. November 2023 innehat, ergänzt.

Trotz Leerständen in der vollstationären Pflege ist die Nachfrage nach Kurzzeitpflege größer als das zur Verfügung stehende Angebot. „Insbesondere für Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht unmittelbar in die eigene Wohnung zurückkehren können, ist es schwierig, einen Kurzzeitpflegeplatz zu finden“, sagt Martina Krick. Deshalb legt ihr Bericht Bedarf für den Ausbau der separaten Kurzzeitpflege dar, unter anderem in Anbindung an Krankenhäuser. Die landesweit neuen finanziellen Anreize für die Kurzzeitpflege zusammen mit der dauerhaften Nutzungsmöglichkeit von überzähligen Doppelzimmern für Kurzzeitpflege haben noch nicht zu einem ausreichenden Angebot geführt.

Empfohlen wird die Ausweisung von geeignetem Bauland und die Entwicklung von Bauplänen für den Ausbau der ambulant betreuten Wohnformen, z.B. Wohngemeinschaften mit Betreuungsleistungen, für kleine betreute Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen sowie für kleine, bezahlbare und barrierefreie Wohnungen für Menschen mit Behinderung, Sozialhilfeempfänger und Senioren. Hierbei sind die Standortqualitäten nach dem Wohn- und Teilhabegesetz, insbesondere die Beachtung der Voraussetzungen für gesundes und ruhiges Wohnen sowie die Teilhabemöglichkeiten am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben in der Gesellschaft zu beachten.

Das Alten- und Pflegegesetz NRW betont die Teilhabe, das ehrenamtliche Engagement und die Quartiersentwicklung. „Deshalb ist es ein weiteres Ziel, das ehrenamtliche Engagement von und für Senioren weiter zu fördern“, unterstrich Martina Krick auch im Sozialausschuss. 

 



Diesem Text sind ein Foto und der Bericht als PDF-Datei zugeordnet!
Pressekontakt: Pressestelle, Birgit Kalle, Telefon 02921/302546

Kontaktdaten:
Kreis Soest
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressereferentin
Birgit Kalle (V.i.S.d.P.)
Hoher Weg 1-3
D-59494 Soest
Telefon +49 (02921) 303200
E-Mail pressestelle@kreis-soest.de
Internet www.kreis-soest.de


Dieser Meldung sind folgende Medien beigefügt:

Martina Krick
© Birgit Kalle/ Kreis Soest - Martina Krick vom Sachgebiet Pflegeplanung und Alter der Kreisverwaltung hat den Bericht „Örtliche Planung für Alter und Pflege 23/24“ verfasst und dem Sozialausschuss vorgestellt. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest Martina Krick vom Sachgebiet Pflegeplanung und Alter der Kreisverwaltung hat den Bericht „Örtliche Planung für Alter und Pflege 23/24“ verfasst und dem Sozialausschuss vorgestellt. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest

© Birgit Kalle/ Kreis Soest

Original herunterladen
Bericht „Örtliche Planung für Alter und Pflege 23/24“
© Kreis Soest - Bericht „Örtliche Planung für Alter und Pflege 23/24“ als PDF. Bericht „Örtliche Planung für Alter und Pflege 23/24“ als PDF.

© Kreis Soest

Original herunterladen

Hier können Sie sich anmelden:

Freigeschaltete Meldungen im System: 401.314

Samstag, 22. Juni 2024

Mein
Presse-Service

Jederzeit komfortabel und bequem Ihre Einstellungen ändern:

Sie sind noch kein Abonnent? presse-service.de ist offen für jeden Internetnutzer und das kostenfrei. Lassen Sie sich Meldungen aus Ihrer Nähe oder zu den Sie interessierenden Themenbereichen direkt zusenden. Werden Sie Abonnent bei presse-service.de

Jetzt abonnieren!

Mitglied
werden

Unsere Vorteile erleichtern IHRE Arbeit!

Erfahren Sie, wie einfach Sie mit presse-service.de Ihre Meldungen einem hoch qualifizierten Publikum zugänglich machen. Flexibel, kostengünstig und reichweitenstark. Der Presse-Service ist das ideale Werkzeug beim News- und Meldungsmanagement für Pressesprecher, Redakteure, Journalisten und alle die schnell und effizient Neuigkeiten mit einem Klick streuen möchten.

Detaillierte Informationen

Die
Fakten

  • Über 200.000 Meldungen pro Jahr
  • Über 400.000 Empfänger deutschlandweit
  • Über 17.000 exklusive Redaktionen in Fachverteilern
  • Über 600 registrierte Pressestellen
  • Versandstatistik 2017 > 49 Mio. Emails
  • NEU! 7.500 neue Fachredaktionen im Gesundheitswesen

Sprechen Sie uns an!

Die Redaktionsoberfläche steht online zur Verfügung, um dezentrales Arbeiten zu ermöglichen.

Kurzübersicht
der Funktionen

  • Zentrale Nachrichtenerfassung
  • Zeitgesteuerte Freischaltung
  • Meldungsarchive
  • Komfortable Medienverwaltung
  • Gruppenverwaltung
  • Exakte Versand- und Aufrufstatistiken
  • Eigene Adressverteiler
  • Akkreditierungsbereich für Abonnenten
  • Eigene Meldungsfilter
  • Schnittstellen zur eigenen Internetseite
  • Eigene RSS-Feeds
  • Schnittstellen zu Facebook, Twitter etc.