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13.08.2025 - Stadt Hanau


Bürgermeister Dr. Bieri: „Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste“

Stadt Hanau macht zum Schulstart auf Verkehrssicherheit für Kinder aufmerksam

Hanau. Für mehr als 1.000 Mädchen und Jungen beginnt kommende Woche ein neuer Lebensabschnitt. Sie werden zum Schuljahr 2025/26 an den Hanauer Grundschulen eingeschult. Neben der Vorfreude auf den ersten Schultag steht für die Stadt und die Schulgemeinschaft vor allem eines im Vordergrund: die Sicherheit auf dem Schulweg.


„Der Start in die Grundschule ist ein großer Schritt für Kinder und Eltern. Wir wollen, dass unsere Jüngsten nicht nur gut lernen, sondern vor allem auch sicher zur Schule kommen“, betont Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri. „Deshalb arbeiten wir eng mit Schulleitungen, Elternvertretungen, Polizei und städtischen Verkehrsbehörden zusammen, um sichere Schulwege zu planen und sichtbar zu machen.“

Ein wichtiger Bestandteil dieser Bemühungen sind die sogenannten Schulwegpläne, die für jede Grundschule erarbeitet wurden. Sie markieren sichere Querungsstellen, ampelgesicherte Übergänge und ruhige Nebenstraßen. „Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste für die Kinder“, unterstreicht Dr. Bieri. „Manchmal bedeutet ein kleiner Umweg einen großen Sicherheitsgewinn.“ Die Schulwegpläne sind online einsehbar unter: Schulen in Hanau.

Zusätzlich setzt die Stadt auf präventive Maßnahmen, um die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen. Straßentransparente und leuchtende Sicherheitsmützen für die neuen Erstklässler sorgen dafür, dass die Kinder im Straßenverkehr besser gesehen werden.

Doch trotz aller Hilfsmittel bleibt die Verantwortung nicht allein bei den Behörden. „Eltern spielen eine entscheidende Rolle“, so der Schuldezernent. „Wer den Schulweg mehrfach gemeinsam mit seinem Kind abläuft, trainiert dessen Aufmerksamkeit, schärft das Gefahrenbewusstsein und gibt Sicherheit bis die Kinder ihren Weg selbständig meistern können.“ Dabei hat der Bürgermeister auch die sogenannten „Elterntaxis“ im Blick. „So bequem das Auto auf den ersten Blick erscheinen mag – wer sein Kind täglich direkt vor das Schultor fährt, nimmt ihm oft die Chance, Selbstständigkeit zu entwickeln, Bewegung an der frischen Luft zu bekommen und ein Gefühl für den Straßenverkehr zu erlernen“, betont er. „Zudem sorgt jeder eingesparte Autokilometer für weniger Verkehr, weniger Abgase und damit für eine sicherere und gesündere Umgebung rund um unsere Schulen.“

Dennoch möchte er Elterntaxis nicht grundsätzlich verurteilen. „Wir wissen, dass es Situationen gibt, in denen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen müssen“, so der Bürgermeister. „Damit dies sicher und geordnet abläuft, bitten wir darum, Rücksicht aufeinander zu nehmen und da, wo schon vorhanden, ausschließlich die ausgewiesenen Hol- und Bring-Zonen zu nutzen.“ Diese Zonen sind schon an fünf Hanauer Grundschulen eingerichtet: Anne-Frank-Schule, August-Gaul-Schule, Gebeschusschule, Robinsonschule und Theoder-Heuss-Schule. Sie sollen vor allem das morgendliche Verkehrschaos vor den Schultoren verhindern. Grundsätzlich gilt, dass Kinder immer auf der Gehwegseite und nach Möglichkeit auf der Straßenseite aussteigen, an der die Schule liegt. So lassen sich unnötige Überquerungen der Straße vermeiden.

Für ältere Grundschülerinnen und -schüler der dritten und vierten Klassen steht zudem die Mobile Jugendverkehrsschule bereit. Sie vermittelt spielerisch und praxisnah das richtige Verhalten im Straßenverkehr und bietet Eltern Informationsabende zum Thema „Kinder als Radfahrer“ an.

„Unser gemeinsames Ziel ist, dass Hanauer Kinder ihren Schulweg sicher, selbständig und mit Freude gehen können“, fasst Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri zusammen. „Dafür braucht es eine wachsame Stadt, engagierte Schulen und Eltern, die mit gutem Beispiel vorangehen.“



Pressekontakt: Julia Oppenländer, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de

Kontaktdaten:
Stadt Hanau
Öffentlichkeitsarbeit
Am Markt 14-18
63450 Hanau



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