25.08.2025 - Stadt Ahaus
BASE genehmigt Castortransporte aus Jülich und GarchingStadt Ahaus wird Rechtsbehelfsmöglichkeiten prüfen
Ahaus.
Die geplanten Castortransporte von den Forschungsreaktoren in Jülich und Garching zum Brennelemente-Zwischenlager Ahaus dürfen durchgeführt werden. Entsprechende Genehmigungen hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) heute an die Antragsteller erteilt und dies in zwei Presseinformationen veröffentlicht. Konkret erteilte das BASE die bislang noch ausstehende Transportgenehmigung für 152 Castor-Behälter aus Jülich. Zusätzlich informierte das BASE über die zeitgleiche Erteilung einer Aufbewahrungsgenehmigung und Transportgenehmigung für zunächst zwei Transporte für die Brennelemente aus Garching (FRM II). Auch die BGZ berichtet.
„Wir werden uns dafür einsetzen, dass die berechtigten Interessen und Rechte der Stadt Ahaus gewahrt bleiben und deshalb entsprechende Rechtsbehelfsmöglichkeiten prüfen“, erklärt der Erste Beigeordnete der Stadt, Manuel Benning. „Aktuell liegen unserer Verwaltung die Genehmigungen nicht vor. Wir erwarten sie jedoch in Kürze. Wann letztlich tatsächlich Transporte stattfinden, hängt abschließend insbesondere von der Einschätzung der Atomaufsicht NRW und den zuständigen Polizeibehörden ab.“
„Ahaus wehrt sich im rechtlichen Rahmen nach Kräften gegen die weitere Lieferung von hochradioaktivem Abfall ins BZA“, ergänzt Bürgermeisterin Karola Voß. „Ahaus sieht sich auf der einen Seite in der Verantwortung für die Zwischenlagerung als Folge der Nutzung von Kernenergie. Die Verantwortung für die Lagerung des hochradioaktiven Abfalls muss in Deutschland aber vor dem Hintergrund der zeitlich unklaren Perspektiven einer Endlagerung als Gesamtverantwortung verstanden und getragen werden. Dies kann nicht einzelnen zentralen Standorten aufgebürdet werden.“
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Blick in das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus
Blick in das Brennelemente-Zwischenlager Ahaus
© BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
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