28.11.2025 - Kreis Borken
Sucht als Risikofaktor bei häuslicher GewaltFachtagung des Runden Tisches „GewAlternativen“ befasst sich mit weitreichendem gesellschaftlichen Problem
Kreis Borken.
Sucht kann sowohl Auslöser als auch Folge häuslicher Gewalt sein. Dieser wechselseitige Zusammenhang ist häufig schwer zu durchdringen und stellt Fachkräfte vor besondere Herausforderungen. Mit großem Interesse haben sich rund 70 Fachkräfte von Polizei, Staatsanwaltschaft, aus dem Gesundheitsbereich, aus Schulen und Kindergärten im Schloss Ahaus bei der 23. Fachtagung des Runden Tisches „GewAlternativen“ nun mit dieser schwierigen Thematik befasst. Landrat Dr. Kai Zwicker und Jutta Grave-Möllmann, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Borken und Geschäftsführerin des Gremiums, begrüßten die Teilnehmenden und hoben dabei deren wichtigen Beitrag und Engagement gegen häusliche Gewalt im Kreis Borken hervor.
Als Referentin konnte Veronika Kendzia, Dipl.-Sozialarbeiterin und Fachberaterin für Psychotraumatologie, gewonnen werden. Ihr Vortrag widmete sich unter dem Titel „Substanzgebundene Süchte und Verhaltenssüchte als Risikofaktoren bei häuslicher Gewalt“ – einem Aspekt, der in der Fachpraxis zunehmend an Bedeutung gewinnt. Und der wegen der vielschichtigen Zusammenhänge eine besondere Schwierigkeit darstellt, die Betroffenen wirksam zu unterstützen.
Der Fachvortrag stieß auf großes Interesse, im Anschluss ergab sich eine lebhafte Diskussion zu dem Thema. Diese verdeutlichte erneut den Willen der beteiligten Institutionen, gemeinsam häuslicher Gewalt im Kreis Borken entschieden entgegenzutreten.
Zum Hintergrund: Runder Tisch „GewAlternativen“
Im Kreis Borken existiert der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt – „GewAlternativen“ seit 2001 und vereinigt rund 60 Fachleute in sechs Arbeitsgruppen, die direkt oder indirekt mit dem Thema konfrontiert sind. Diese gehören Institutionen wie Polizei, Justiz, Frauenhaus, Frauenberatung, Gleichstellung, Jugendämter, Medizin, Bildungseinrichtungen, Beratungsstellen, Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder an. Gemeinsam setzen sie sich beispielsweise für die Verbesserung der Situation von Gewaltopfern ein und sensibilisieren die Öffentlichkeit für das Thema. Schirmherr des Zusammenschlusses ist Landrat Dr. Kai Zwicker.
Weitere Infos zum Runden Tisch gibt es hier: www.gewalternativen.de.
Pressekontakt: Ellen Bulten 02861 / 681-2431
Kontaktdaten:
Herausgeber: Kreis Borken
Pressestelle
Burloer Straße 93
46325 Borken
Telefon: (0 28 61) 681-2424 / -2427
E-Mail:
pressestelle@kreis-borken.de
Dieser Meldung sind folgende Medien beigefügt:
Rechtlicher Hinweis:
Die im Presse-Service bereitgestellten Fotos dürfen mit Fotonachweis für die redaktionelle Berichterstattung verwendet werden – gerne im Zusammenhang mit der jeweils zugehörigen Pressemitteilung oder dem thematischen Kontext. Eine weitergehende Nutzung, zum Beispiel für Archivbeiträge oder andere Themen, ist im Rahmen üblicher journalistischer Praxis erlaubt, sofern der inhaltliche Bezug gegeben ist.
Für darüber hinausgehende Verwendungen – etwa in Ausstellungen, Werbematerialien oder Publikationen außerhalb der Berichterstattung – wird um eine vorherige Klärung der Nutzungsrechte gebeten.
(v. re.) Landrat Dr. Kai Zwicker, Referentin Veronika Kendzia, Kreis-Gleichstellungsbeauftragte Jutta-Grave-Möllmann, Edith Brefeld und Dietmar Brüning (beide Orga-Team) bei der Fachtagung des Runden Tisches "GewAlternativen".
Original herunterladen