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02.12.2025 - Stadt Ahaus


Stichtag 1. Dezember: Beigeordneter Marco Schröder blickt auf das erste Jahr im Amt zurück

Vom Finanzexperten zum Gestalter für Jugend, Soziales und Kultur

Ahaus.


Am 1. Dezember 2024 trat Marco Schröder seine neue Stelle als Beigeordneter der Stadt Ahaus an. Als Nachfolger von Werner Leuker übernahm er den verantwortungsvollen Vorstandsbereich III. Zuvor leitete der Wüllener den Fachbereich Finanzen der Stadt. Seit nunmehr einem Jahr stehen statt Zahlenwerke nun die Menschen im Mittelpunkt seiner Arbeit. Sein riesiges Portfolio umfasst die Fachbereiche Jugend, Arbeit und Soziales sowie Bildung, Kultur und Sport.


Welche Themen haben sein erstes Jahr dominiert – vom Netzwerk Kinderschutz bis zur Schullandschaft? Zum Jahrestag am 1. Dezember haben wir mit Marco Schröder über Überraschungen, Herausforderungen und seine Ziele für die Zukunft gesprochen.



  • Herr Schröder, am 1. Dezember sind Sie exakt ein Jahr als Beigeordneter im Amt. Wenn Sie dieses Jahr in einer Überschrift zusammenfassen müssten: Wie würde sie lauten?
    Mein erstes Jahr als Beigeordneter: aufregend, intensiv und voller neuer Eindrücke.


  • Sie haben zuvor den Fachbereich Finanzen geleitet – ein Bereich, der oft von klaren Zahlen bestimmt wird. Jetzt verantworten Sie Jugend, Soziales, Schule und Kultur. Was war die größte Umstellung in Ihrer täglichen Arbeit?
    Der Mensch ist noch mehr in den Vordergrund gerückt. Im Bereich Finanzen hatte ich zwar auch viel Kontakt mit den anderen Fachbereichen im Rathaus, vor allem durch den Haushalt und die laufende Finanzbuchhaltung. Dabei hatte man die vielen verschiedenen Themen und Aufgaben schon vor Augen. Aber in meiner jetzigen Rolle geht es deutlich mehr in die Tiefe der jeweiligen Themenfelder. Außerdem geht der Blick jetzt noch weiter über den Tellerrand, sei es im Austausch mit anderen Kommunen, dem Kreis, den unterschiedlichen Trägern von Leistungen, den zahlreichen Vereinen und weiteren Institutionen in Ahaus sowie den politischen Vertreterinnen und Vertretern.


  • Gab es in den ersten Monaten einen Moment oder eine Begegnung, die Sie besonders überrascht oder bewegt hat?
    Einen einzelnen Moment oder eine spezielle Begegnung kann ich nicht herausheben. Was mich aber jeden Tag aufs Neue bewegt, ist der Einsatz und das Engagement meiner Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Bereichen meines Vorstandsbereichs – und darüber hinaus. Sie stehen oft vor herausfordernden Situationen, und ich habe größten Respekt vor der Arbeit, die sie leisten.


  • Sie sind die Nachfolge von Werner Leuker angetreten, der diese Bereiche lange geprägt hat. Wie schwer war es, in diese Fußstapfen zu treten und gleichzeitig eigene Akzente zu setzen?
    Der Einstieg in das Amt des Beigeordneten als Nachfolger von Werner Leuker war natürlich anspruchsvoll. Für die wirklich sehr gut vorbereitete und umfassende Übergabe der Aufgabenbereiche durch Werner Leuker bin ich sehr dankbar. Ich habe von Beginn an eine große Unterstützung in der Verwaltung und speziell im Verwaltungsvorstand sowie in meinen Fachbereichen und Einrichtungen gespürt. Auch die politischen Vertreterinnen und Vertreter waren und sind hier eine große Hilfe. Mir war wichtig, nicht alles sofort verändern zu wollen. Hierfür gab es auch keinen Grund. Meine erste Zeit war und ist davon geprägt, mich in die umfangreichen und komplexen Strukturen einzufinden und dann schrittweise eigene Akzente zu setzen. Dieser Weg fühlt sich für mich bis heute richtig an. 
     

  • Der Bereich Jugendhilfe ist oft finanziell ein "Sorgenkind" vieler Kommunen. Hilft Ihnen hier Ihr Hintergrund als Finanzexperte, um die Balance zwischen notwendiger Förderung und Budgetdisziplin zu finden?
    Ich denke, dass mir mein Hintergrund aus dem Finanzbereich hilft, ein besonderes Augenmerk auf die Budgets zu legen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, die notwendigen Bedarfe nicht aus den Augen zu verlieren. Viele Entwicklungen im Bereich der Jugendhilfe sind leider nicht direkt vor Ort zu beeinflussen, sondern resultieren aus gesamtgesellschaftlichen Veränderungen. Mir ist bewusst, dass in den Bereichen, die ich nun verantworte, viele freiwillige Leistungen und Förderungen enthalten sind. Trotzdem sehe ich es als meine Aufgabe, auch in schwierigen finanziellen Zeiten dafür zu sorgen, dass die wichtigen Angebote für das Zusammenleben und die Stadtgesellschaft in Ahaus weiterhin aufrechterhalten werden können.
     

  • Das Thema soziale Gerechtigkeit und Integration fällt ebenfalls in Ihren Bereich. Wie gut ist Ahaus Ihrer Meinung nach aktuell aufgestellt, wenn es um den sozialen Zusammenhalt geht?
    Ahaus ist in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt sehr gut aufgestellt. Die Stadt unterstützt sozial schwächere Menschen auf vielfältige Weise, sei es durch Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Integrationsarbeit und durch viele weitere Hilfen für Bedürftige. Es gibt viele Initiativen, die darauf abzielen, allen Bürgern eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Natürlich gibt es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten, aber insgesamt ist Ahaus hier schon sehr gut aufgestellt.


  • Die Ahauser Schullandschaft ist ständig im Wandel – Stichwort OGS-Ausbau und Digitalisierung. Welches Schul-Projekt stand in Ihrem ersten Jahr besonders im Fokus?
    Hier sind wir mit wirklich vielen Themenbereichen permanent beschäftigt, wie zum Beispiel im Bereich der Schulentwicklungsplanungen und natürlich auch im Bereich der offenen Ganztagsschule mit dem ab dem Schuljahr 2026/2027 beginnenden Rechtsanspruch. Was uns alle erfreut hat, ist der sehr gut gelungene Wechsel des Caterers für die Schul- und Kitaverpflegung mit der gleichzeitigen Eröffnung der neuen Mensa an der Fuistingstraße im Josef-Cardijn Haus.


  • Auch die Kultur und der Sport leben vom Ehrenamt. Sie wohnen selbst in Wüllen und kennen das Vereinsleben. Wie kann die Stadt das Ehrenamt in diesen Zeiten bestmöglich unterstützen?
    Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer kulturellen und sportlichen Aktivitäten. Die beste Unterstützung, die die Stadt bieten kann, ist meiner Meinung nach, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und zu erhalten, damit das Engagement vieler Ahauser Bürgerinnen und Bürger weiterhin so erfolgreich möglich ist. Dazu gehören verlässliche Ansprechpartner, transparente Fördermöglichkeiten, eine gute Infrastruktur und ein offenes Ohr für die Herausforderungen, vor denen die Vereine in Ahaus stehen. Natürlich müssen wir auch die sich verändernde Finanzlage im Blick behalten und gemeinsam mit den politischen Vertretern gute Lösungen finden, um das Ehrenamt in Ahaus langfristig zu unterstützen.


  • Gibt es ein kulturelles Event im letzten Jahr, das Ihnen persönlich besonders gut gefallen hat?
    Ahaus hält eine beeindruckende Vielfalt an Angeboten bereit. Besonders bereichernd waren für mich jedoch die klassischen Konzerte, die bislang nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genres zählten. Diese Erfahrungen haben meinen musikalischen Horizont spürbar erweitert und mir gezeigt, welch hohe Professionalität und Qualität hier in Ahaus live zu erleben ist. Aber auch die anderen Veranstaltungen, an denen ich trotz meines vollen Terminkalenders teilnehmen konnte, haben mir sehr gut gefallen. Es ist schön zu sehen, wie lebendig und vielfältig das kulturelle Leben in Ahaus ist.


  • Das Amt des Beigeordneten ist auf acht Jahre ausgelegt. Was ist Ihre langfristige Vision für den Bereich Bildung und Soziales in Ahaus?
    Meine langfristige Vision für den Bereich Bildung und Soziales in Ahaus ist es, stabile und zukunftsfähige Strukturen zu erhalten und wo nötig neu zu schaffen, die den Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger gerecht bleiben. Im Bildungsbereich ist es mir wichtig, den Bildungsstandort Ahaus langfristig zu sichern. Ein zentrales Ziel ist es, gute Lösungen für die Schulplatzsituation zu finden, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Dabei möchte ich sicherstellen, dass die Schulen sowohl räumlich als auch von der Ausstattung her gut aufgestellt sind, um den Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen Voraussetzungen für ihre Zukunft zu bieten. Im sozialen Bereich liegt mein Fokus auf der Förderung von Chancengleichheit und der Sicherstellung, dass jeder in Ahaus, unabhängig von seiner Herkunft oder seinem sozialen Status, die Unterstützung erhält, die er braucht. Von besonderer Bedeutung ist für mich, dass wir gesellschaftliche Entwicklungen zeitgemäß berücksichtigen und gleichzeitig das Ehrenamt weiter stärken. Ziel muss es sein, ein inklusives Ahaus zu schaffen, in dem jeder die Möglichkeit hat, sich zu entfalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.


  • Zum Abschluss: Wo in Ahaus oder den Ortsteilen finden Sie persönlich nach einem langen Arbeitstag am besten Ruhe?
    Am liebsten finde ich nach einem langen Arbeitstag Ruhe bei mir zu Hause, um Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Gerne mache ich ausgiebige Fahrradtouren durch unsere wunderschöne Münsterländer Parklandschaft, die mir helfen, den Kopf freizubekommen und abzuschalten. 


Herr Schröder, herzlichen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg und Spaß im immer noch neuen Job.




Kontaktdaten:
Pressestelle der Stadt Ahaus
Rathausplatz 1
48683 Ahaus

E-Mail: pressestelle@ahaus.de
Telefon: +49 2561-72113
Internet: www.stadt-ahaus.de

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Marco Schröder
© Stadt Ahaus - Stefan Hilbring - Ein Jahr in seinem neuen Amt als Beigeordneter der Stadt Ahaus: Marco Schröder Ein Jahr in seinem neuen Amt als Beigeordneter der Stadt Ahaus: Marco Schröder

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