31.03.2026 - Stadt Münster
Stadt Münster lässt Fische aus Aasee entnehmenHöherer Anteil an Raubfischen soll ökologisches Gleichgewicht herstellen / Intensivbefischung vom 7. bis 20. April
Münster (SMS) Die Stadt Münster lässt vom 7. bis 20. April gezielt Friedfische wie Brassen, Güster und Rotaugen aus dem Aasee entnehmen, um das Verhältnis von Raub- und Friedfischen zu verbessern. Eine Untersuchung des Fischbestands vom Oktober 2025 zeigt, dass der Anteil der Friedfische im Aasee weiterhin zu hoch ist. Zwar nehmen die Raubfische zahlenmäßig zu. Mit rund zwölf Prozent der Gesamtbiomasse – also dem Gesamtgewicht aller Fische im Aasee – liegt ihr Anteil jedoch noch unter dem angestrebten Wert von 30 Prozent.
Im Gegensatz zu Raubfischen jagen Friedfische keine anderen Fische, sondern ernähren sich überwiegend von Insektenlarven, Schnecken und Würmern. Ihre Entnahme ist entscheidend, damit sich das ökologische Gleichgewicht im Aasee stabilisiert. Berufsfischerinnen und -fischer setzen die Fische in Zusammenarbeit mit dem Verein für Fischerei und Gewässerschutz „Frühauf“ Münster schonend in andere Gewässer um.
Raubfische für das ökologische Gleichgewicht
Die Stadt steuert seit 2021 den Fischbestand im Aasee gezielt durch Biomanipulation: Friedfische werden entnommen und Raubfische eingesetzt, um das Nahrungsnetz zu stabilisieren. Gleichzeitig verbessert sie die Rückzugs- und Laichorte für Raubfische. Ziel ist ein stabiler Fischbestand von etwa zehn Tonnen mit einem Raubfischanteil von rund drei Tonnen, der den Bestand weitgehend selbst reguliert.
Seit Beginn der Maßnahmen wurden rund 14,6 Tonnen Friedfische aus dem Aasee entnommen. Parallel dazu wurden etwa 600.000 Hechtbrütlinge und mehr als 40.000 junge Zander eingesetzt. Für April und Mai 2026 plant der Verein „Frühauf“, weitere Raubfische in den See zu setzen.
Ohne die regelmäßige Entnahme würde die Friedfischpopulation unkontrolliert wachsen. Ein zu hoher Anteil von Friedfischen belastet das Ökosystem, weil sie kleine Wasserlebewesen, das sogenannte Zooplankton, stark fressen. Das Zooplankton ernährt sich wiederum von Algen und trägt so dazu bei, dass das Wasser im Aasee klar bleibt. Bereits 2018 hatte ein überhöhter Friedfischbestand maßgeblich zu einem Fischsterben beigetragen.
Die Intensivbefischung ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Resilienzstrategie und des Handlungskonzepts für den Aasee. Beides hatte im Jahr 2022 der Rat der Stadt Münster beschlossen.
Freizeitaktivitäten wie Bootsverkehr oder Regatten werden weder durch die Entnahme noch durch den Einsatz der Fische beeinträchtigt.
Archivbild: Die Stadt lässt - wie hier im Jahr 2022 - wieder Weißfische aus dem Aasee entnehmen. Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
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Befischung Aasee
Die Stadt lässt - wie hier im Jahr 2022 - wieder Weißfische aus dem Aasee entnehmen.
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