30.04.2026 - Stadt Bocholt - Fahrradfreundliche Stadt im Münsterland
Junge Kunst setzt Zeichen für Nachhaltigkeit und Verantwortung im LernWerkAusstellungseröffnung im LernWerk // Erfolgreiche Kooperation mit dem Bischöflichen St.-Josef-Gymnasium und dem August-Vetter-Berufskolleg // Künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen Nachhaltigkeit und Verantwortung
Bocholt. Im Bocholter LernWerk wurde am Donnerstagmorgen eine gemeinsame Kunstausstellung der Klasse 13 des August-Vetter-Berufskollegs und der Einführungsphase des Bischöflichen St.-Josef-Gymnasiums feierlich eröffnet. Die Schülerinnen und Schüler präsentierte ihre Werke, die sich intensiv mit Fragen der Nachhaltigkeit, des Konsums und der gesellschaftlichen Verantwortung auseinandersetzen.
Jule Wanders, Fachbereichsleiterin Kultur und Bildung, würdigte die künstlerischen Leistungen als wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs. Gleich zu Beginn der Veranstaltung standen die beteiligten Jugendlichen beider Schulen im Mittelpunkt, die ihre Projekte im Rahmen des fächerübergreifenden Fastenprojekts „Wal“ entwickelt hatten. Neben den beiden Schulklassen nahmen auch der Schulleiter des Bischöflichen St.-Josef-Gymnasiums, Klaus Schepp, Kunstlehrerin Pia Mannhaupt-Vossgröne sowie die Schulleiterin des August-Vetter-Berufskollegs Susanne Temminghoff an der Vernissage teil, die durch die zeitgenössische Kunstinstallation "The Cast Whale Project" von Gil Shachar im Xantener Dom inspiriert wurden.
„Es ist beeindruckend, mit welcher Tiefe und gestalterischen Kraft sich die Schülerschaft mit den drängenden Fragen unserer Zeit, insbesondere der Verantwortung für die Schöpfung, auseinandergesetzt hat“, zeigte sich Jule Wanders begeistert von den ausgestellten Werken der Schülerinnen und Schüler.
Die Klasse 13 des August-Vetter-Berufskollegs nutzte Schaufensterpuppen als zentrales Element, um die Bedeutung von Kleidung jenseits der Mode als Schutz, Hülle oder Last darzustellen. Ein aus Zeitungspapier gefertigtes Kleid thematisiert beispielsweise die Distanz zwischen der Flut an Krisenmeldungen und dem tatsächlichen Handeln der Gesellschaft. Andere Arbeiten, wie ein Patchwork-Kleid aus Stoffresten, symbolisierten Verantwortung als gemeinschaftliche Aufgabe, während der Einsatz von Plastik und fließenden Stoffen die enge Verbindung zwischen menschlichem Handeln und ökologischen Folgen verdeutlichte.
Die Schülerinnen des Bischöflichen St.-Josef-Gymnasiums präsentierten unter dem Titel „Dressed in Plastic, Crowned with Thoughts“ ihre persönliche Auseinandersetzung mit der biblischen Textstelle „Ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben“. Im Zentrum steht eine Installation, die durch den Kontrast zwischen einem spiegelnden Kopf für gute Gedanken und einem Rock aus Plastik für falsches Handeln besticht. Ein an den Beinen verheddertes Fischernetz verweist dabei direkt auf die aktuelle Bedrohung der Weltmeere durch Millionen Tonnen Plastikmüll.
Im Anschluss an die Eröffnung im LernWerk erhielten die Anwesenden eine Führung durch die Ausstellung „Von weiß bis schwarz“ im benachbarten Appendix. Dort führten Erich Schröer und Robert Vogel durch ihre Werke, die Malerei, Grafik und Fotografie umfassen. Dieser Programmpunkt ermöglichte einen spannenden Dialog zwischen den Arbeiten der jungen Generation und den Werken erfahrener Bocholter Künstler, was die Vielfalt der lokalen Kulturszene unterstrich.
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Ausstellungseröffnung im LernWerk
Jule Wanders (links), Kunstlehrerin Pia Mannhaupt-Vossgröne (zweite v.l.) und die einige der jungen Künstlerinnen des St.-Josef-Gymnasiums vor einem der insgesamt vier Werke im LernWerk.
© Stadt Bocholt
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Dressed in Plastic, Crowned with Thoughts
Die Schülerinnen des Bischöflichen St.-Josef-Gymnasiums präsentierten unter dem Titel „Dressed in Plastic, Crowned with Thoughts“ ihre persönliche Auseinandersetzung mit der biblischen Textstelle „Ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben“.
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