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11.05.2026 - Stadt Iserlohn


Abschlussveranstaltung des Jugendprojekts „augen auf!“ für Iserlohn – Schnitzeljagd gegen das Vergessen

Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an Projektwoche

Iserlohn.


Mit einer bewegenden Abschlussveranstaltung im städtischen Kinder- und Jugendzentrum am Karnacksweg ist am Freitag, 8. Mai, das Jugendprojekt „augen auf!“ für Iserlohn zu Ende gegangen. Jugendliche, Beteiligte und interessierte Gäste kamen am „Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus“ zusammen, um gemeinsam ein Zeichen für Erinnerungskultur, Demokratie und Menschlichkeit zu setzen. Peter Hoppe und Jana Zimmermann von der „Stiftung augen auf“ waren ebenfalls persönlich vor Ort und bedankten sich bei den jungen Menschen für ihr Engagement.

Bürgermeister Michael Joithe würdigte dieses auch in seinem Grußwort: „Erinnerung lebt nicht allein in Büchern oder Gedenkreden – sie lebt dort, wo junge Menschen Verantwortung übernehmen, Fragen stellen und Haltung zeigen.“

In ihrer Eröffnung betonte Jugendamtsleiterin Ronny Badtke die besondere Bedeutung des Projektes, das von der Abteilung Jugendarbeit der Stadt Iserlohn und einigen Kooperationspartnern sowie den beteiligten Jugendlichen initiiert wurde. Finanziell gefördert wurde das Projekt von der „Stiftung augen auf! Denkmal und Kultur“ aus Menden.

Die Mitarbeitenden der Schulsozialarbeit der weiterführenden Schulen vom Gymnasium Letmathe, dem Märkischen Gymnasium Iserlohn, der Gesamtschule Seilersee und der Hauptschule Martin Luther sowie Mitarbeitende des Friederike-Fliedner-Berufskollegs, des Berufsbildungszentrums der Kreishandwerkerschaft e. V. (bbz) sowie vom Kinder- und Jugendzentrum Karnacksweg hatten motivierte junge Menschen an ihrer Schule bzw. Einrichtung für das Projekt gewinnen können, die die Projektidee der „Schnitzeljagd gegen das Vergessen“ entwickelt und über mehrere Monate partizipativ mitgestaltet haben.

Im Rahmen der Projektwoche hatten insgesamt 26 Schulklassen, Gruppen und Teams an dieser modernen „Schnitzeljagd gegen das Vergessen“ durch die Iserlohner Innenstadt teilgenommen. Ausgestattet mit Smartphones führten QR-Codes und digitale Hinweise zu insgesamt zehn Erinnerungs- und Gedenkorten im Stadtgebiet. Dort erhielten die Teilnehmenden Informationen zu lokalen Schicksalen von Opfern des Nationalsozialismus und setzten sich aktiv mit der Geschichte ihrer Heimatstadt auseinander.

Besonders eindrucksvoll schilderten beteiligte Jugendliche während der Abschlussveranstaltung ihre Erfahrungen aus dem Projekt. Viele berichteten davon, bekannte Orte in der Innenstadt nun mit anderen Augen wahrzunehmen und erstmals bewusst auf Stolpersteine und weitere Erinnerungsorte aufmerksam geworden zu sein. Der gemeinsame Leitspruch der Jugendlichen lautete: „Menschlichkeit beginnt dort, wo Erinnerung nicht endet.“

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde der Film „Erinnern im Nahraum“ gezeigt. Außerdem fand eine Exkursion zum Stolperstein von Erwin Schlünder statt.

Insgesamt mehr als 300 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich im Verlauf der Woche an der „Schnitzeljagd gegen das Vergessen“ und setzten sich dabei aktiv mit den Spuren nationalsozialistischer Verbrechen in Iserlohn auseinander.




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Jugendprojekt „augen auf!“
© Foto: Stadt Iserlohn - Jugendamtsleiterin Ronny Badtke (1.v.l.) und Jörg Simon (1.v.r) aus dem Bereich Jugendarbeit bei der Stadt Iserlohn mit einigen Beteiligten des Jugendprojektes „augen auf!“. Jugendamtsleiterin Ronny Badtke (1.v.l.) und Jörg Simon (1.v.r) aus dem Bereich Jugendarbeit bei der Stadt Iserlohn mit einigen Beteiligten des Jugendprojektes „augen auf!“.

© Foto: Stadt Iserlohn

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