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22.05.2026 - Stadt Warstein


Erfolgsmodell Bundesfreiwilligendienst

Drei Bufdis der Stadt Warstein berichten über ihre Erfahrungen im Dienst

Stadt Warstein. Der Bundesfreiwilligendienst ist eine Chance für Menschen, sich im Rahmen einer Tätigkeit sozial zu engagieren. Der Dienst kommt in Frage für Personen unterschiedlichsten Alters (ab 16 Jahren) und in diversen Lebenssituationen: Drei so genannte „Bufdis“ bei der Stadt Warstein berichten darüber, welche Erfahrungen sie in einem Dreivierteljahr Dienst machen konnten.


Ivy Ising wollte nach dem Abitur nicht direkt ins Studium gehen, sondern wünschte sich eine Phase in der Praxis, um sich beruflich zu orientieren. Inmitten dieser Gedanken ist sie auf das Bufdi-Angebot der Stadt Warstein gestoßen, bewarb sich und trat im September 2025 ihren Bundesfreiwilligendienst an der Westerbergschule in Belecke an. „Mittlerweile bin ich fest in den Alltag des Kollegiums integriert. Meine Aufgaben sind sehr vielfältig, von der Eins-zu-Eins-Betreuung von Kindern über die Nachmittagsbetreuung bis zur Essensausgabe in der Mensa helfe ich überall und lerne ganz viele Bereiche kennen. Meine Erwartungen an die Bufdi-Zeit wurden sogar übertroffen: Ich bin sehr über mich herausgewachsen und ich habe viel über mich gelernt“, so Ivy Ising. Sie habe die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern aus einer ganz neuen Perspektive kennengelernt und besser verstanden, wie viel Arbeit dahintersteckt. Ihr Resümee: „Das Kollegium ist sehr hilfsbereit und ich fühle mich wohl an der Westerbergschule. Trotzdem habe ich mich gegen ein Lehramtsstudium entschieden und will stattdessen pädagogische Arbeit studieren.“

Magnus Pieper war sich bereits bei seinem Abi sicher, dass er Lehramt studieren möchte – nach einem Schülerpraktikum war ihm allerdings klar, dass er nicht an eine Grundschule möchte. Aus diesem Grund leistet er seinen Dienst an der Sekundarschule der Stadt Warstein, an der die Bufdi-Stelle gerade neu eingerichtet wurde. „Mir ist es wichtig, dass ich möglichst viele Bereiche kennenlerne, die mit Schularbeit zu tun haben. „Deshalb helfe ich beim Schulsozialarbeiter mit, unterstütze in der Sonderpädagogik und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache sowie im Fachunterricht und selbstgesteuerten Lernen. Zu Beginn des Schuljahres erhielt ich außerdem einen Einblick in den Bereich des Hausmeisters“, betont Magnus Pieper. Schulleiter Olaf Kerper ergänzt: „Die Idee ist, Schule als Ort von ganz vielen Beschäftigten zu denken, und das hat Magnus mit Bravour angenommen, er sieht, wie facettenreich Schule ist und hat selbst viele Ideen entwickelt, hinter die ich nur einen Haken machen musste.“ Für Magnus ist die Bufdi-Zeit eine Chance herauszufinden, wie es ist, den ganzen Tag über mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten – und vor einer Klasse zu stehen, die nicht immer nur leise und diszipliniert ist. Magnus Pieper resümiert: „Die Schülerschaft hat mich super angenommen, alle sind sehr nett. Ich kann allen nur empfehlen, ein Bufdi-Jahr zur Orientierung mitzumachen.“

Bernhild Willmes hat bereits ein Berufsleben als Diplom-Innenarchitektin hinter sich und hat soeben eine Fortbildung zur Betreuung von Senioren absolviert. Allerdings wollte sie zunächst für sich klären, ob sie lieber mit älteren Menschen oder mit Schülern arbeitet. Aus diesem Grund ist sie als Bufdi ans Europa Gymnasium Warstein gegangen. Hier ist sie unter anderem für die Schulbücherei zuständig, hilft bei der Übermittagsbetreuung, beaufsichtigt Nachschreibeklausuren oder versucht, Schülerinnen und Schüler telefonisch zu erreichen, die unentschuldigt fehlen. „Mir haben die begleitenden Seminare für die Bufdis sehr gut gefallen, denn sie werden getrennt für Personen unter 27 Jahren und für über 27-Jährige angeboten. So viel Erfahrungen und Wissen wie in diesem Jahr könnte man auf einem anderen Weg kaum finden“, urteilt Bernhild Willmes.

Auch die Stadt Warstein profitiert vom Bundesfreiwilligendienst, denn so können ergänzende Tätigkeiten,  von denen alle in der Schule partizipieren, ermöglicht werden. Beate Eickhoff, Leiterin des Sachgebiets Soziales, Schule, Sport, Kultur, erläutert: „In den vergangenen Jahren haben wir die Zahl der Bufdi-Stellen kontinuierlich erweitert, es gibt immer mehr Bereiche, die Bedarf anmelden. Wir sehen viele positive Aspekte für die Schulen, der Bundesfreiwilligendienst ist ein Erfolgsmodell, das sicher auch in den nächsten Jahren weiterbetrieben wird.“

 

Infokasten:

Bundesfreiwilligendienst bei der Stadt Warstein

Alle Personen ab 16 Jahre können den Bundesfreiwilligendienst ausüben, eine Altersgrenze „nach oben“ gibt es nicht. In der Regel dauert der Dienst zwölf Monate, er kann auf 18 Monate verlängert werden. Der Dienst kann im sozialen, ökologischen, kulturellen oder sportlichen Bereich ausgeübt werden. Es gibt ein monatliches Taschengeld von 676 Euro, bei Teilzeitbeschäftigungen wird der Betrag anteilig reduziert. Zudem stellt die Stadt Warstein ein Deutschland-Ticket für die Bufdi-Beschäftigten.

Aktuell bietet die Stadt Warstein Bufdi-Stellen im Schulbereich, Start zum 1. September, sowie bei der Feuerwehr an. Sollte Interesse an einer Tätigkeit in einem weiteren Bereich bestehen, ist die Stadt Warstein offen für Vorschläge. Interessenten melden sich bei Birgit Biermann unter b.biermann@warstein.de oder telefonisch unter 02902-81 230.




Kontaktdaten:

Stadt Warstein
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Sylvia Lettmann
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Tel. 02902 81 226
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Gute Erfahrungen mit dem Bundesfreiwilligendienst:
© Sylvia Lettmann - Gute Erfahrungen mit dem Bundesfreiwilligendienst: (v.l.) Beate Eickhoff, Leiterin des Sachgebietes Schule, Soziales, Sport, Kultur, die Bufdis Ivy Ising, Bernhild Willmes und Magnus Pieper sowie Olaf Kerper, Schulleiter der Sekundarschule der Stadt Warstein.

© Sylvia Lettmann

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