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29.05.2026 - Stadt Münster


Ans Licht geholt – Arbeiten auf Papier von Leo Burgholz

Stadtmuseum Münster zeigt bislang unbekannte Werke aus den 1920er- und 1930er-Jahren / Ausstellung läuft bis 6. September


Münster (SMS) Das Stadtmuseum Münster präsentiert ab Freitag, 29. Mai, erstmals Werke des Künstlers Leo Burgholz. Bei den ausgestellten Werken handelt es sich um eine Auswahl aus einer umfangreichen Schenkung seiner Nachfahren, mit denen das Museum einen bislang unbekannten Werkkomplex des Malers zeigt und die lokale Kunstgeschichte weiter aufarbeitet. Burgholz war seit 1939 viele Jahre Kanzler der Künstlervereinigung Schanze in Münster. Die Ausstellung ist bis zum 6. September im ersten Obergeschoss des Stadtmuseums zu sehen.

Leo Burgholz wurde 1892 in Warendorf geboren und studierte von 1913 bis 1919 an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf. Ab 1920 prägte er als Zeichenlehrer am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium in Münster Generationen von Schülerinnen und Schülern. Der bekannteste unter ihnen war Wilhelm Imkamp, der sich deutschlandweit in der abstrakten Kunst einen Namen machte. Leo Burgholz selbst konnte sein Schaffen seit 1924 regelmäßig in der Ausstellungsreihe Westfälische Kunstausstellung präsentieren. Mit der Schau würdigt das Stadtmuseum Münster ihn als zentrale, aber bisher vernachlässigte Figur der regionalen Kunstentwicklung. 

Als Lehrer brachte Leo Burgholz seinen Schülerinnen und Schülern die Strömungen der Gegenwartskunst nahe, so auch die Neue Sachlichkeit. Diese Kunstrichtung zeichnet sich durch eine nüchterne, präzise und oft schonungslos realistische Darstellung aus. Einen Stil, den Leo Burgholz auch in seinen eigenen Werken aufgriff. Die Ausstellung im Stadtmuseum zeigt dazu großformatige Arbeiten von ihm, die seine Ehefrau am Spülbecken oder einen Mann beim Schneiden einer Wurst zeigen. Zudem sind Darstellungen von Menschen bei der Arbeit in der Industrie und Landschaftsdarstellungen zu sehen, die Burgholz in der historischen Zeichentechnik des Silberstifts fertigte – eine anspruchsvolle Zeichentradition, die im 20. Jahrhundert immer weniger eingesetzt wurde.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

Eine öffentliche Führung zur Ausstellung bietet das Stadtmuseum am Samstag, 30. Mai, um 16 Uhr, an. Dabei wird der Nachlass als wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der lokalen Kunstgeschichte in den 1920er- und 1930er-Jahren präsentiert und Leo Burgholz als lang übersehenen Künstler vorgestellt. Die Teilnahme kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.

 

Foto: Leo Burgholz' (1892-1960) Bilder sind aktuell im Stadtmuseum Münster zu sehen. In dieser Zeichnung hält er mit feiner Mine aus Silber einen Mann beim Schneiden einer Wurst fest. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

Foto: Blick in den Ausstellungsraum zur neuen Sonderausstellung „Ans Licht geholt – Kunst auf Papier von Leo Burgholz“ des Stadtmuseums Münster. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.




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Zeichnung
© Stadtmuseum Münster - Leo Burgholz' (1892-1960) Bilder sind aktuell im Stadtmuseum Münster zu sehen. In dieser Zeichnung hält er mit feiner Mine aus Silber einen Mann beim Schneiden einer Wurst fest. Leo Burgholz' (1892-1960) Bilder sind aktuell im Stadtmuseum Münster zu sehen. In dieser Zeichnung hält er mit feiner Mine aus Silber einen Mann beim Schneiden einer Wurst fest.

© Stadtmuseum Münster

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Sonderausstellung zu Leo Burgholz
© Stadtmuseum Münster - Blick in den Ausstellungsraum zur neuen Sonderausstellung „Ans Licht geholt – Kunst auf Papier von Leo Burgholz“ des Stadtmuseums Münster. Blick in den Ausstellungsraum zur neuen Sonderausstellung „Ans Licht geholt – Kunst auf Papier von Leo Burgholz“ des Stadtmuseums Münster.

© Stadtmuseum Münster

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