03.06.2026 - Stadt Mönchengladbach
Europäische Nerze im Tiergarten Mönchengladbach geboren – wichtiger Beitrag zum Artenschutz
Das Team des Tiergartens Mönchengladbach freut sich über besonderen Nachwuchs: Der Europäische Nerz (Mustela lutreola) hat am 10. Mai 2026 vier gesunde Jungtiere zur Welt gebracht. Die Fähe kümmert sich seitdem liebevoll um ihren Nachwuchs.
Alle Jungtiere sind wohlgenährt und entwickeln sich bislang sehr gut. Für die Besucherinnen und Besucher sind die Jungtiere derzeit leider noch nicht zu sehen, da sie sich noch in der geschützten Wurfbox aufhalten. In den kommenden Tagen werden sie jedoch ihre Augen öffnen und damit einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt erreichen. Der Tiergarten erwartet, dass es dann auch nicht mehr lange dauert bis die Jungtiere das Außengehege erkunden und für die Besucher sichtbar sein werden.
Der Europäische Nerz gilt aktuell als vom Aussterben bedroht und war 1925 sogar in Deutschland nicht mehr gesichtet worden. Umso bedeutender ist die erfolgreiche Nachzucht im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), an dem sich der Tiergarten Mönchengladbach aktiv beteiligt. Ziel des Programms ist es, eine genetisch vielfältige Reservepopulation in menschlicher Obhut zu erhalten und gleichzeitig Maßnahmen zur Wiederansiedlung der Art in geeigneten Lebensräumen zu unterstützen.
Die im Tiergarten Mönchengladbach geborenen Jungtiere sollen bereits im Herbst im Rahmen eines Auswilderungsprojektes in ihren natürlichen Lebensraum entlassen werden.
Die Auswilderung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem EuroNerz e.V., der sich seit vielen Jahren für den Erhalt und die Wiederansiedlung des Europäischen Nerzes engagiert.
„Jede erfolgreiche Nachzucht ist ein wertvoller Beitrag zum Schutz dieser hochbedrohten Tierart. Besonders erfreulich ist, dass sich die Fähe so fürsorglich um ihre Jungen kümmert und diese sich bislang ausgezeichnet entwickeln. Die Wiederansiedlungsprojekte werden wissenschaftlich begleitet und überwacht. Mithilfe moderner Methoden wie Fotofallen und Telemetrie gewinnen Fachleute wichtige Erkenntnisse über das Verhalten, die Wanderungen und das Überleben der Tiere in freier Wildbahn. Diese Daten tragen entscheidend dazu bei, die Schutzmaßnahmen für den Europäischen Nerz weiterzuentwickeln und den langfristigen Erfolg der Wiederansiedlungsprogramme zu sichern. Wir hoffen, dass die vier Jungtiere einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wildpopulation leisten können“, erklärt Dr. Katrin Ernst, Leiterin des Tiergartens Mönchengladbach.
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Die neugeborenen Nerze © Tiergarten Mönchengladbach
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