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04.06.2026 - Stadt Osnabrück


„Osnabrücker Gesänge“: Michaela Melián im Museumsquartier Osnabrück


Mit „Osnabrücker Gesänge: Rosi Ève Hélène“ präsentiert das Museumsquartier ab dem 5. Juni eine Ausstellung der Künstlerin und Musikerin Michaela Melián. Die Eröffnung ist am Donnerstag, 4. Juni, um 18 Uhr.

Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Gegenwärtig. Zeitgenössische Kunst begegnet Felix Nussbaum“, in der das Museumsquartier Osnabrück zeitgenössische Positionen einlädt, eine Ausstellung zu entwickeln, die aus der Begegnung mit dem Leben und Werk Felix Nussbaums entsteht und die Gegenwart im Spiegel der Geschichte reflektiert.

Michaela Melián richtet den Blick auf Themen wie Emigration, Flucht, Vertreibung. Ihre multimedialen Installationen verknüpfen Geschichten, die mit Orten, Objekten oder Biografien verbunden sind, mit gesellschaftlichen Fragen. Sie erschafft dabei vielschichtige, sinnlich erfahrbare Räume. Für das Felix-Nussbaum-Haus entwickelt Michaela Melián eine Installation aus Zeichnungen, Klangskulpturen und Projektionen, in deren Mittelpunkt die französische Philosophin und Schriftstellerin Hélène Cixous (1937 in Algerien geboren) steht. Cixous‘ Familie stammt aus Osnabrück und war mit Felix Nussbaum und seiner Familie bekannt. Eve Cixous – Hélènes Mutter – ist als Eva Klein in Osnabrück aufgewachsen. Ihre Mutter – Hélènes Großmutter – heißt Rosi Klein, geborene Jonas. Eve, ihre Schwester Eri und Rosi konnten in den 1930er Jahren aus Deutschland entkommen. Die familiären Erfahrungen der Flucht und des Exils sind prägend für das Schreiben der feministischen Denkerin Cixous. Inspiriert von diesen Texten wie in „Osnabrück“ (2017/2018) und „Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem“ (2018), in denen das Weitergeben von Erfahrungen und Wissen durch Mutter und Großmutter zentral ist, lässt Michaela Melián eine mehrstimmige Komposition entstehen, in der Frauenstimmen – darunter die von Hélène Cixous selbst – in unterschiedlichen Sprachen und Akzenten die Grenzen des Nationalen überschreiten.

Michaela Melián (* 1956, München) ist Künstlerin und Musikerin. Sie ist Mitgründerin der Band F.S.K. und war bis 2023 Professorin für zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste (HfbK) in Hamburg.

Ihre Arbeiten waren in den vergangenen Jahren unter anderem ausgestellt im Lenbachhaus München/Deutschland; in der Fundació Juan Miró Barcelona/Spanien; Kunsthal Rotterdam/Niederlande; Deichtorhallen Hamburg; Staatsgalerie Stuttgart/Deutschland; Kunsthalle Mannheim/Deutschland; Lentos Museum Linz/Österreich; Cubitt London/Vereinigtes Königreich; Ludlow New York; NY/USA und im The War and Women’s Human Rights Museum in Seoul/Südkorea.

2010 hat sie im Auftrag der Stadt München „Memory Loops“, ein akustisches Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus, realisiert. Für ihre Arbeiten wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter den Hörspielpreis der Kriegsblinden (2006), den Kunstpreis der Stadt München (2010), den Grimme Online Award Spezial (2011), den Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg (2018) und den Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Bremen (2018).

 

Museumsquartier Osnabrück
Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück
www.museumsquartier-osnabrueck.de
Öffnungszeiten: Di - Fr 11-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr



Pressekontakt: Claudia Drecksträter, 0541/323-4581 dreckstraeter@osnabrueck.de

Kontaktdaten:
Stadt Osnabrück
Referat Oberbürgermeisterin, Kommunikation und Rat
Arne Köhler
Pressesprecher der Stadt Osnabrück | Leitung Sachgebiet Kommunikation

Rathaus | Obergeschoss
Bierstraße 28 | 49074 Osnabrück
Postfach 44 60 | 49034 Osnabrück

Telefon 0541 323-4305 | Fax 0541 323-4353
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