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24.06.2026 - Stadt Maintal


Gemeinschaftliches Wohnen als Zukunftsmodell

Irmhild Neidhardt informiert über verschiedene gemeinschaftliche Wohnformen

Maintal. Steigende Mieten und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum erschweren insbesondere in Ballungsgebieten die Wohnungssuche. Vor diesem Hintergrund gewinnt das gemeinschaftliche Wohnen zunehmend an Bedeutung. Es bietet nicht nur innovative Lösungen für die Wohnraumfrage, sondern stärkt durch das Zusammenleben und eine lebendige Nachbarschaft das gesellschaftliche Miteinander. Dabei gibt es verschiedene Modelle für gemeinschaftliches Wohnen, wie Irmhild Neidhardt erläutert.


Irmhild Neidhardt ist ehrenamtlich für die regionale Vernetzungs- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen Spessart tätig und berät Kommunen und Initiativen im Main-Kinzig-Kreis. Im Maintaler Rathaus stellte sie im Rahmen einer Informationsveranstaltung verschiedene gemeinschaftliche Wohnformen, die damit verbundenen Chancen, aber auch Herausforderungen vor.

 

„Gemeinschaftliches Wohnen ist mehr als ein Trend. Es ist eine Antwort auf drängende gesellschaftliche Fragen unserer Zeit. Es verbindet bezahlbaren Wohnraum mit sozialem Miteinander, bringt verschiedene Generationen unter einem Dach zusammen und bietet eine nachhaltige Perspektive für die Zukunft des Wohnens“, so Bürgermeisterin Monika Böttcher in ihrer Begrüßung.

 

Dabei umfasst gemeinschaftliches Wohnen vielfältige Wohnformen, bei denen Menschen bewusst Nachbarschaft gestalten, Ressourcen teilen und sich gegenseitig unterstützen. Die Privatsphäre der einzelnen Haushalte bleibt erhalten, während gemeinschaftlich genutzte Flächen und Aktivitäten das Zusammenleben bereichern. Mögliche Modelle sind Mehrgenerationenhäuser, Wohngruppen oder Baugemeinschaften. Auch die rechtlichen Strukturen sind unterschiedlich. Häufige Modelle sind Genossenschaften, Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), Vereine oder Projekte mit Mietmodell unter einem gemeinsamen Dach. Jede Form bietet unterschiedliche Möglichkeiten der Mitbestimmung, Finanzierung und Organisation.

 

„Das Zusammenleben erfordert allerdings Offenheit, Kommunikationsbereitschaft und Kompromissfähigkeit“, betont Neidhardt. Auch Planung, Finanzierung und rechtliche Fragen verlangen Engagement und Ausdauer. Daher sei es sinnvoll, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen, wie man perspektivisch leben wolle. Bereits vor einigen Jahren haben sich Interessierte im Verein „Patchwork-Wohnen Maintal“ zusammengeschlossen, der aus einer Stadtleitbildgruppe hervorgegangen war. Gemeinsam mit der Maintal-Immobilien Gesellschaft soll in einem noch zu realisierenden Neubau in der Hermann-Löns-Straße Mehrgenerationenwohnen, bezahlbares Wohnen und Jugendarbeit unter einem Dach möglich werden. Wer sich in dem Projekt für gemeinschaftliches Wohnen in Maintal engagieren möchte, kann sich bei der städtischen bürgerschaftlichen Beauftragten unter Telefon 06181 400-354 registrieren lassen. Ziel ist es, aus Interessierten ein selbständiges Netzwerk zu etablieren.

 

Erst vor wenigen Monaten hat sich die private Initiative „Ja Mann“ gegründet. Der Hausverein möchte ein selbstorganisiertes Wohnprojekt auf Mietbasis realisieren und ist derzeit auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie und offen für weitere Interessierte. Der Hausverein „Ja Mann“ ist erreichbar per E-Mail an larissa@ja-mann.org oder sebastian@ja-mann.org.

 

Auch Irmhild Neidhardt berät bei Interesse an gemeinschaftlichen Wohnformen oder beantwortet Fragen zu dem Thema. Sie ist erreichbar per E-Mail an netzwerk-wohnen@spessartregional.de oder telefonisch unter 06056 7310075.




Kontaktdaten:

Pressestelle der Stadt Maintal
Klosterhofstraße 4-6 - 63477 Maintal

Telefon: 06181 400-281
Telefax: 06181 400-5066
E-Mail: pressestelle@maintal.de

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