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02.07.2026 - Stadt Marl


SoKo Wohnen kontrolliert Problemimmobilie in Brassert

Stadt Marl, Polizei, Jobcenter und Kreis Recklinghausen prüfen Hinweise auf Missstände / Bauliche und wohnungsrechtliche Mängel festgestellt

Die Sonderkommission Wohnen (SoKo) der Stadt Marl hat am Mittwoch gemeinsam mit mehreren Behörden und Fachstellen eine koordinierte Kontrolle in einer Immobilie in Marl-Brassert durchgeführt. Anlass waren Hinweise auf mögliche Missstände und melderechtliche Verstöße in dem Wohnhaus.


Beteiligt waren der Kommunale Ordnungsdienst, die Ausländerbehörde, die Bauordnung, das Jobcenter, die Polizei sowie die Untere Abfallwirtschaftsbehörde des Kreises Recklinghausen. Das Jugendamt und Sozialamt waren fachlich eingebunden.

Erhebliche baurechtliche Mängel

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, stellte die Bauordnung erhebliche baurechtliche Mängel fest, darunter Schimmelbefall, beschädigte Böden und lose Fliesen in den Hausfluren, die für Bewohner zur Gefahr werden können. Flucht- und Rettungswege waren teilweise mit Fahrrädern und Schränken zugestellt. Auch sind einige Rauchmelder in den Wohnungen defekt oder nicht vorhanden. Das Bauordnungsamt wird die Hausverwaltung zur Beseitigung dieser Missstände auffordern. Das Ordnungsamt stellte außerdem nicht angemeldeten Sperrmüll fest, der durch den ZBH beseitigt wurde.

Auffälligkeiten bei Meldedaten

Auch bei den Meldedaten gab es Auffälligkeiten. Zwei Personen waren nicht angemeldet und werden nun zur Meldung aufgefordert. In einem Fall erfolgt eine Nachprüfung durch die Ausländerbehörde, weil kein Pass vorgelegt werden konnte. Das Jugendamt wurde wegen des Verdachts auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung eingeschaltet. Das Jobcenter geht zudem einem Hinweis im Zusammenhang mit laufenden Leistungen nach. Nicht zuletzt leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs an einem Pkw ein.

Sichere Wohnverhältnisse

„Die heutige Kontrolle war die erste ihrer Art und zeigt, dass wir Hinweise auf Missstände in Problemimmobilien ernst nehmen und ihnen gemeinsam mit den zuständigen Behörden konsequent nachgehen“, sagt Bürgermeister Thomas Terhorst. „Dabei geht es nicht um eine Vorverurteilung von Bewohnerinnen und Bewohnern. Im Mittelpunkt stehen sichere Wohnverhältnisse, der Schutz der Menschen vor Ort und die Einhaltung geltender Regeln. Eigentümer und Hausverwaltungen stehen in der Verantwortung, Wohnungen und Gebäude in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten. Weitere Objektkontrollen sollen in der Zukunft folgen.“

Die SoKo Wohnen wurde im März gegründet. Ziel ist es, Problemimmobilien systematisch zu erfassen, Verwahrlosung zu bekämpfen und Vermieter stärker in die Pflicht zu nehmen. Ein Beispiel für dieses konsequente Vorgehen war die behördliche Räumung eines Hochhauses an der Bergstraße.



Pressekontakt: Daniel Rustemeyer | Leiter Kommunikation und Medien

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Stadt Marl
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Symbolbild_Problemimmobilie
© Foto: Stadt Marl / Pressestelle - Symbolbild_Problemimmobilie Objektkontrolle: Stadt Marl, Polizei, Jobcenter und Kreis Recklinghausen haben Hinweise auf Missstände geprüft.

© Foto: Stadt Marl / Pressestelle

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