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08.07.2026 - Stadt Borken


25 Frauen aus Borken und Umgebung reisten in die deutsch-französiche Grenzregion

Studienseminar widmete sich der Europäischen Union und Gleichstellungspolitik aus Frauenperspektive

Borken / Straßburg.


Bereits zum zweiten Mal organisierte das Büro für Chancengleichheit der Stadt Borken gemeinsam mit dem Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerk (DEPB) in Tecklenburg ein mehrtägiges Studienseminar. Nach dem Seminar in Berlin im vergangenen Jahr führte die diesjährige Exkursion vom 15. bis 19. Juni 2026 in die deutsch-französische Grenzregion. Unter dem Titel „Die Europäische Union und die Grenzregion Deutschland–Frankreich. Aus Frauenperspektive“ setzten sich 25 Frauen aus Borken und Umgebung mit Fragen der Gleichstellung, Diversität und der Teilhabe von Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auseinander.

Untergebracht waren die Teilnehmerinnen in Oppenau. Von dort aus unternahmen die Frauen mit Seminarleitung Ruth Nolden vom DEPB Exkursionen nach Straßburg und in die Vogesen. Den Auftakt bildete ein historisch-politischer Stadtrundgang durch Straßburg. Im anschließenden Austausch mit Sophie Clerc, Referentin für Gleichstellungsprojekte der Stadt Straßburg, erhielten die Teilnehmerinnen spannende Einblicke in die Gleichstellungsstrategie der Stadt. Dabei wurde deutlich, welche Vorreiterrolle Straßburg sowohl in Frankreich als auch auf internationaler Ebene einnimmt. Der intensive fachliche Austausch eröffnete zahlreiche neue Perspektiven.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Europäischen Parlaments und des Europarates. Dort erhielten die Teilnehmerinnen einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit europäischer und internationaler Institutionen. Im Gespräch mit der Europaabgeordneten Alexandra Geese, Mitglied des Ausschusses für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM), standen neben aktuellen politischen Entwicklungen insbesondere die Themen Frauen und Digitalisierung im Mittelpunkt. Im Europarat berichteten Severina Spassova und Flurina Frei über ihre Arbeit im unabhängigen Expertengremium GREVIO, das die Umsetzung der Istanbul-Konvention in den Mitgliedstaaten des Europarates überwacht.

Ein bewegender Programmpunkt war der Besuch der KZ-Gedenkstätte Struthof. Im Rahmen einer Führung unter dem Titel „Wider das Vergessen. Frauen als Täterinnen und Opfer im Nationalsozialismus“ setzten sich die Teilnehmerinnen intensiv mit der Geschichte des ehemaligen Konzentrationslagers und mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinander.

Abgerundet wurde das Seminar durch den Besuch des Klosters Odilienberg, dem Wahrzeichen des Elsass, sowie eines regionalen Weinguts. Beide Stationen vermittelten zusätzliche Eindrücke von der Geschichte, Kultur und Identität der deutsch-französischen Grenzregion.

Dank erstklassiger Referentinnen und Referenten vor Ort sowie der engagierten Teilnehmerinnen war das Studienseminar wieder ein voller Erfolg.

Neben den fachlichen Impulsen prägten auch der persönliche Austausch und das gemeinsame Erleben die Reise. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz ist bereits die nächste Studienreise geplant: Vom 19. bis 23. September 2027 führt das Seminar nach Leipzig. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben.




Kontaktdaten:

Stadt Borken
Fachabteilung Kommunikation

Pressestelle:
Frau Nathalie Baumeister

Im Piepershagen 17
46325 Borken
Telefon (02861) 939-106
Telefax (02861) 939-62-106
pressestelle@borken.de
Internet: https://www.borken.de/



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25 Frauen aus Borken und Umgebung besuchten im Rahmen des Studienseminars „Die Europäische Union und die Grenzregion Deutschland-Frankreich. Aus Frauenperspektive“ das Europäische Parlament in Straßburg.
© Ruth Nolden, DEPB - 25 Frauen aus Borken und Umgebung besuchten im Rahmen des Studienseminars „Die Europäische Union und die Grenzregion Deutschland-Frankreich. Aus Frauenperspektive“ das Europäische Parlament in Straßburg. © Ruth Nolden, DEPB

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