14.07.2026 - Stadt Bocholt - Fahrradfreundliche Stadt im Münsterland
Aus Grau wird Grün: Bocholter Förderprogramm „Business und Biodiversität“ zeigt WirkungBis zu 50 Prozent Zuschuss: Bocholt ruft Unternehmen zu mehr Biodiversität auf
Bocholt. Das Bocholter Förderprogramm „Business und Biodiversität“ unterstützt lokale Unternehmen dabei, ihre Firmengelände ökologisch aufzuwerten. Ein aktuelles Beispiel im Industriepark zeigt, wie aus einer ehemaligen Schotterfläche eine insektenfreundliche Staudenlandschaft entstehen kann. Die Stadt Bocholt übernimmt dabei bis zu 50 Prozent der förderfähigen Umgestaltungskosten.
Die Stadt Bocholt setzt sich aktiv für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein. Mit dem Förderprogramm „Business und Biodiversität“ erhalten ortsansässige Gewerbebetriebe finanzielle und beratende Unterstützung, um versiegelte oder ungenutzte Freiflächen in wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel zu verwandeln.
„Ziel des Förderprogramms ist es, gerade in dicht bebauten Industrie- und Gewerbegebieten neue Rückzugsräume für die Natur zu schaffen und das lokale Kleinklima nachhaltig zu verbessern“, sagt Julia Gottwald, die das Projekt „Grün statt Grau“ für die Stadt Bocholt begleitet.
Wie eine solche Verwandlung in der Praxis gelingen kann, zeigt das Firmengelände der Druckerei Busch im Bocholter Industriepark. Wo vorher eine pflegeintensive Schotterfläche das Bild prägte, summt und brummt es heute. Auf Initiative der Geschäftsführung wurde die Steinfläche vollständig entfernt, der Boden fachgerecht aufbereitet und mit trockenheitsresistenten, heimischen Wildpflanzen bestückt.
Die neu geschaffene Staudenfläche lockt bereits zahlreiche Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an und beweist, dass ökologische Aufwertung und ein gepflegtes Erscheinungsbild Hand in Hand gehen.
Ein solcher Wandel kann schnell vollzogen werden: Innerhalb von nur zwei Tagen wurde die rund 300 Quadratmeter große Fläche komplett transformiert. Um den Boden optimal vorzubereiten, wurden zunächst vier Container mit altem Splitt und Folienresten abtransportiert. Nach der Bodenverbesserung mit 25 Tonnen Lavagranulat pflanzten Fachkräfte rund 800 heimische Stauden an, die nun die Grundlage für das neue Insektenparadies bilden.
„Bocholter Unternehmen, die ihre Grundstücke ebenfalls naturnah umgestalten möchten, können einen unkomplizierten Förderantrag bei uns einreichen und so ebenfalls zur Biodiversität beitragen - und ganz nebenbei ihre Gewerbeflächen optisch aufwerten“, erklärt Bocholts Stadtbaurat Dave Welling. Bezuschusst werden bis zu 50 Prozent der anfallenden Kosten für die Entsiegelung und die anschließende Neupflanzung.
Alle detaillierten Informationen zum Förderprogramm, den geltenden Richtlinien sowie weitere Praxisbeispiele stehen auf der städtischen Internetseite unter www.bocholt.de/business-und-biodiversitaet bereit.
Pressekontakt: Büro des Bürgermeisters, Pressesprecher Nikolaus Kellermann, Telefon 0 28 71 953-1290, E-Mail: nikolaus.kellermann@bocholt.de
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Auf dem Gelände des Unternehmers Klaus Busch (links) grünt und blüht es.
Erfolgreiches Projekt im Rahmen des städtischen Förderprogramms „Business und Biodiversität“ (v. l.): Klaus Busch, Michaela te Laar, Julia Gottwald und Rainer Ebbing vor der neu angelegten, trockenheitsresistenten Staudenfläche.
© Stadt Bocholt
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Auf der Fläche summt und brummt es: Bienen, Hummeln und andere Insekten tummeln sich auf den Staudenpflanzen und Blumen
Auf der Fläche summt und brummt es: Bienen, Hummeln und andere Insekten tummeln sich auf den Staudenpflanzen und Blumen
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Für die Umwelt und fürs Auge: Die neuen Stauden lohnen sich mehrfach
Für die Umwelt und fürs Auge: Die neuen Stauden lohnen sich mehrfach
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