Volltext in Meldungen suchen
Print Zurück


23.07.2026 - Kreis Steinfurt


WESt unterstützt Jugendliche bei der Entwicklung von Ideen mit Wirkung

Projekt „Zukunft unternehmen!“ am Gymnasium Arnoldinum in Steinfurt


Kreis Steinfurt/Steinfurt. Jede und jeder kennt sie: Die kleinen Probleme des Alltags und die großen Herausforderungen unserer Zeit. Doch wie wäre es, wenn es Lösungen dafür gäbe – und sich damit auch noch Geld verdienen ließe? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 16 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Arnoldinum in Steinfurt im Rahmen des Projekts „Zukunft unternehmen!“ der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt). Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren erlebten dabei zwei abwechslungsreiche Workshoptage.

Im Rahmen einer schulweiten Projektwoche des Gymnasiums haben sie sich mit dem Thema „Social Entrepreneurship innerhalb von Europa“ beschäftigt. Dabei handelt es sich um unternehmerisches Handeln, das nicht nur wirtschaftliche Ziele verfolgt, sondern mit seiner Geschäftsidee gleichzeitig ein gesellschaftliches oder ökologisches Problem lösen möchte. Hier setzt das LEADER-geförderte Projekt „Zukunft unternehmen!“ der kreisweiten Wirtschaftsförderung WESt an: Es soll Schülerinnen und Schüler im Kreis Steinfurt ab der neunten Klasse für soziales Unternehmertum sensibilisieren. „Durch unsere Workshops lernen die Jugendlichen, wie wirtschaftliches Handeln und gesellschaftliches Engagement zusammenwirken können. Darüber hinaus erwerben sie praxisnah unternehmerische Kompetenzen, indem sie eigene nachhaltige und soziale Geschäftsideen entwickeln und erfahren, was für deren Umsetzung alles nötig ist“, schildert Projektkoordinatorin Carolin Möllenbeck.

Seit dem Startschuss zu Beginn des Jahres 2025 wird das Projekt von der WESt in Kooperation mit Lernen fördern e.V. und unter finanzieller Beteiligung der Kreissparkasse Steinfurt umgesetzt. Der größte Teil der Finanzierung stammt aus dem EU-Förderprogramm LEADER. In den vergangenen 18 Monaten ist viel passiert: 23 Personen aus Schule, Wirtschaft und Studium haben sich durch SEEd (Social Entrepreneurship Education), einer Initiative des gemeinnützigen Vereins Campus Business Box e. V., zu Trainerinnen und Trainern ausbilden lassen. Mehr als 340 Jugendliche an neun weiterführenden Schulen im Kreis Steinfurt haben sich bislang an dem Projekt beteiligt und fast 90 Geschäftsmodelle entwickelt.
Zu ihnen gehören Finja, Leni, Allegra und Leonie vom Gymnasium Arnoldinum. „Meat wise“ – zu Deutsch: „Was Fleisch angeht“ – haben sie ihre App getauft und damit den Dauerbrenner Fleischkonsum und Tierwohl zum Thema ihrer fiktiven Startup-Gründung gemacht. Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler am Gymnasium Arnoldinum haben Geschäftsideen zu einer intelligenten Körperanalysewaage für eine gesündere Ernährung, zu einer App, die Jugendliche anhand gemeinsamer Interessen zu Aktivitäten zusammenbringt und zu einer Bildungsinitiative für mehr Chancengleichheit entwickelt.

Das Workshop-Format kommt gut an: Während der 16-jährigen Emilia besonders gefällt, „dass wir viel Freiheit haben, selbst kreativ zu werden“, findet Leni (17 Jahre) die Einblicke in den Prozess einer Unternehmensgründung spannend.
„Es ist uns wichtig, dass junge Menschen mit der Idee vertraut werden, selbst zu gründen und gleichzeitig lernen, wie sie eigene Ideen entwickeln. Wenn Schülerinnen und Schüler erleben, wie aus einer Idee ein Projekt entstehen kann, entwickeln sie Kreativität, Eigeninitiative und Mut – genau die Eigenschaften, die unsere Region für Innovationen und wirtschaftliche Stärke braucht“, betont Christian Holterhues, Geschäftsführer der WESt.

Unterstützt wurden die Jugendlichen während des Workshops von ihren Lehrkräften Raphael Greiwe und Andrea Heming sowie Unternehmer Ingo Hoff aus Gronau. Für Andrea Heming, die wie Hoff im Vorfeld auch die Trainer-Ausbildung absolviert hat, spielt der Praxisbezug eine zentrale Rolle: „Ich finde es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler von einem Außenstehenden, in diesem Fall von einem Unternehmer, erfahren, wie es in der Praxis läuft.“ Hoff ist bereits das zweite Mal bei einem solchen Workshop dabei. Seine Motivation: „Das Thema Unternehmertum für jeden zugänglich zu machen – und zu zeigen, dass damit ein Impact, also eine positive Wirkung verbunden sein kann.“

Heming und ihr Kollege Raphael Greiwe – beide unter anderem Lehrkräfte für das Fach Sozialwissenschaften – können sich gut vorstellen, das Projekt künftig im Unterricht oder der allgemeinen Berufsorientierung einzusetzen. „Wir haben bislang Soft Skills Seminare angeboten. Hier bietet das Projekt sehr viel: Zusammenarbeiten, Ideen entwickeln, Aufgaben untereinander aufteilen, ein gemeinsames Ziel verfolgen. Es geht allerdings noch einen Schritt weiter. Die Jugendlichen machen die Erfahrung, dass sie selbst etwas bewirken können. Sie sind Problemen nicht hilflos ausgeliefert, sondern können eigene Lösungsideen entwickeln und erste Schritte zur Umsetzung gehen. Das stärkt die Selbstkompetenz. Darüber hinaus ist das Projekt an der realen Berufswelt ausgerichtet“, sehen beide zahlreiche Vorteile.

Neben der Entwicklung einer Geschäftsidee stand am Ende des Workshops ein weiterer Höhepunkt: die Pitches. In diesen Präsentationen stellen die Jugendlichen sich und ihre Ideen vor. Ingo Hoff gab praktische Tipps, die auch über den Workshop hinaus gelten: „Seid einfach ihr selbst. Habt keine Angst vor Fehlern, sondern macht einfach weiter!“

Weitere Informationen zum Projekt „Zukunft unternehmen!“ erhalten Interessierte per E-Mail bei Projektkoordinatorin Carolin Möllenbeck unter carolin.moellenbeck@westmbh.de




Kontaktdaten:

Kontaktdaten Herausgeber:
Kreis Steinfurt | Der Landrat
Büro des Landrates | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tecklenburger Straße 10 | 48565 Steinfurt
pressestelle@kreis-steinfurt.de
www.kreis-steinfurt.de

Facebook    Instagram    Twitter    Youtube    LinkedIN



Dieser Meldung sind folgende Medien beigefügt:

Rechtlicher Hinweis:
Die im Presse-Service bereitgestellten Fotos dürfen mit Fotonachweis für die redaktionelle Berichterstattung verwendet werden – gerne im Zusammenhang mit der jeweils zugehörigen Pressemitteilung oder dem thematischen Kontext. Eine weitergehende Nutzung, zum Beispiel für Archivbeiträge oder andere Themen, ist im Rahmen üblicher journalistischer Praxis erlaubt, sofern der inhaltliche Bezug gegeben ist. Für darüber hinausgehende Verwendungen – etwa in Ausstellungen, Werbematerialien oder Publikationen außerhalb der Berichterstattung – wird um eine vorherige Klärung der Nutzungsrechte gebeten.

Projekt "Zukunft unternehmen!"
© WESt mbH - Projekt "Zukunft unternehmen!" Finja, Leni, Allegra und Leonie (v.l.) haben im Rahmen ihrer fiktiven Unternehmensgründung die Idee für eine App namens „Meat wise“ entwickelt.

© WESt mbH

Original herunterladen
Projekt "Zukunft unternehmen!" II
© Gymnasium Arnoldinum - Projekt "Zukunft unternehmen!" II Projektkoordinatorin Carolin Möllenbeck (l.), Lehrerin Andrea Heming und Unternehmer Ingo Hoff tauschten sich über den zweitägigen Workshop am Arnoldinum aus. Nicht auf dem Bild ist Lehrer Raphael Greiwe.

© Gymnasium Arnoldinum

Original herunterladen

Hier können Sie sich anmelden:

Freigeschaltete Meldungen im System: 444.311

Sonntag, 16. August 2026

Mein
Presse-Service

Jederzeit komfortabel und bequem Ihre Einstellungen ändern:

Sie sind noch kein Abonnent? presse-service.de ist offen für jeden Internetnutzer und das kostenfrei. Lassen Sie sich Meldungen aus Ihrer Nähe oder zu den Sie interessierenden Themenbereichen direkt zusenden. Werden Sie Abonnent bei presse-service.de

Jetzt abonnieren!

Mitglied
werden

Unsere Vorteile erleichtern IHRE Arbeit!

Erfahren Sie, wie einfach Sie mit presse-service.de Ihre Meldungen einem hoch qualifizierten Publikum zugänglich machen. Flexibel, kostengünstig und reichweitenstark. Der Presse-Service ist das ideale Werkzeug beim News- und Meldungsmanagement für Pressesprecher, Redakteure, Journalisten und alle die schnell und effizient Neuigkeiten mit einem Klick streuen möchten.

Detaillierte Informationen

Die
Fakten

  • Über 200.000 Meldungen pro Jahr
  • Über 400.000 Empfänger deutschlandweit
  • Über 17.000 exklusive Redaktionen in Fachverteilern
  • Über 600 registrierte Pressestellen
  • Versandstatistik 2017 > 49 Mio. Emails
  • NEU! 7.500 neue Fachredaktionen im Gesundheitswesen

Sprechen Sie uns an!

Die Redaktionsoberfläche steht online zur Verfügung, um dezentrales Arbeiten zu ermöglichen.

Kurzübersicht
der Funktionen

  • Zentrale Nachrichtenerfassung
  • Zeitgesteuerte Freischaltung
  • Meldungsarchive
  • Komfortable Medienverwaltung
  • Gruppenverwaltung
  • Exakte Versand- und Aufrufstatistiken
  • Eigene Adressverteiler
  • Akkreditierungsbereich für Abonnenten
  • Eigene Meldungsfilter
  • Schnittstellen zur eigenen Internetseite
  • Eigene RSS-Feeds
  • Schnittstellen zu Facebook, Twitter etc.