29.07.2026 - Stadt Mönchengladbach
WohnBau saniert 68 Wohnungen in Giesenkirchen und LürripBei den beiden Projekten setzt das städtische Wohnungsunternehmen auf serielle Sanierung.
Die WohnBau Mönchengladbach beginnt im dritten Quartal 2026 damit, 68 Wohnungen in zehn Mehrfamilienhäusern in Giesenkirchen und Lürrip energetisch zu sanieren und in ihrer Wohnqualität aufzuwerten. Das Besondere: Die Planung und Umsetzung der beiden Projekte übernimmt mit der Firma RENOWATE ein Spezialist für serielle Sanierung. Bei der seriellen Sanierung beruhen die Arbeiten auf standardisierten Verfahren und einem hohen Anteil vorgefertigter Bauelemente. Die Planungsphase ist bereits abgeschlossen.
Projekt Heukenstraße in MG-Giesenkirchen: Skalierung im Quartier
Im Quartier rund um die Heukenstraße betrachtet die WohnBau acht Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 48 Wohneinheiten als zusammenhängendes Wohnquartier und nutzt die baulichen Gemeinsamkeiten gezielt für eine effiziente Modernisierung.
Die Gebäude mit rund 2.525 Quadratmetern Gesamtwohnfläche umfassen drei Vollgeschosse. Durch die vorhandene Baugleichheit der Gebäude entsteht ein klarer Skalierungseffekt – ein zentraler Vorteil der seriellen Sanierung und ein wichtiger Hebel für eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft mit größerem Bestand.
Standardisierte Prozesse und ein hoher Vorfertigungsgrad ermöglichen eine schnelle Umsetzung. Mit jedem weiteren Gebäude steigen Effizienz und Tempo. Die WohnBau nutzt diesen Ansatz gezielt, um ihre Klimaziele im Bestand schneller zu erreichen und gleichzeitig bezahlbaren, attraktiven Wohnraum langfristig zu sichern.
Darüber hinaus wird der KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht und die Energieeffizienzklasse verbessert sich von E auf A.
Projekt Neusser Straße in MG-Lürrip: Bestand neu gedacht
In der Neusser Straße modernisiert die WohnBau zwei Mehrfamilienhäuser aus den 1950er-Jahren mit insgesamt 20 Wohneinheiten. Die Gebäude mit rund 1.100 Quadratmetern Gesamtwohnfläche verteilen sich auf vier Vollgeschosse.
Energetisch erfolgt ein deutlicher Qualitätssprung: Der Primärenergiebedarf von zuvor über 200 kWh/(m²·a), Energieeffizienzklasse G, wird auf Klasse A verbessert und der KfW-Effizienzhaus-Standard erreicht.
Neben der energetischen Optimierung legt die WohnBau großen Wert auf eine spürbare Verbesserung des Wohnkomforts. Neue thermisch getrennte Vorstellbalkone, modernisierte Außenanlagen sowie eine nachhaltige Wärmeversorgung sorgen für eine umfassende Aufwertung des Bestands und schaffen zukunftsfähigen Wohnraum für die Mieterinnen und Mieter.
Zentrale Maßnahmen im Überblick
Zu den vorgesehenen Arbeiten an den beiden Standorten gehören:
- die Umstellung auf Wärmepumpen und der Rückbau der Gasetagenheizungen,
- die Fassadensanierung mit vorgefertigten Holzfassadenelementen und integrierten Fenstern,
- die Sanierung und zusätzliche Dämmung der Dächer sowie die Installation von Photovoltaikanlagen,
- die Schaffung barrierefreier Vorstellbalkone und
- die Aufwertung der Außenanlagen.
Serielle Sanierung als Ansatz für den WohnBau-Bestand
Mit der seriellen Sanierung verfolgt die WohnBau das Ziel, energetische Modernisierungen im Bestand schneller und mit besser planbaren Abläufen umzusetzen. Besonders bei baugleichen oder ähnlich konstruierten Gebäuden können standardisierte Planungs- und Bauprozesse sowie vorgefertigte Bauelemente dazu beitragen, Zeit und Aufwand zu reduzieren. Die beiden Projekte bieten der WohnBau zugleich die Möglichkeit, Erfahrungen für weitere Sanierungen im Bestand zu sammeln.
RENOWATE begleitet die Vorhaben als Gesamtlösungsanbieter von der Planung bis zur baulichen Umsetzung. Ziel ist es, die Energieverbräuche der Gebäude deutlich zu senken, die Wohnqualität zu verbessern und zugleich bezahlbaren Wohnraum langfristig zu sichern.
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