05.08.2026 - Stadt Osnabrück
„Ein verborgenes Leben“: Filmabend zum Antikriegstag
Das historische Drama „Ein verborgenes Leben“ wird am Dienstag, 1. September, um 19 Uhr in der Lagerhalle gezeigt. Der Film basiert auf der wahren Geschichte des österreichischen Bauers und Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter (1907–1943). Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Nach der Annexion Österreichs durch das nationalsozialistische Deutschland lebt er mit seiner Frau Fani und den drei gemeinsamen Töchtern in St. Radegund in Oberösterreich. Seine ablehnende Haltung gegenüber der NS-Ideologie macht er im Dorf offen deutlich. Als gläubiger Katholik verweigert Jägerstätter im Zweiten Weltkrieg den Dienst für den NS-Staat. Aufgrund dieser Überzeugung geraten er und seine Familie zunehmend ins gesellschaftliche Abseits. Als er 1943 zur Wehrmacht eingezogen werden soll, verweigert er aus Gewissensgründen den Eid auf Adolf Hitler. Daraufhin wird er verhaftet, nach Berlin gebracht und vor dem Reichskriegsgericht wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ angeklagt.
Ein verborgenes Leben (Deutschland/USA 2019, 173 Minuten) wurde von Terrence Malick inszeniert und erzählt eindrucksvoll von persönlicher Verantwortung, moralischer Standhaftigkeit und den Folgen einer Gewissensentscheidung in einer Diktatur.
Die Filmreihe „Geschichte(n) sehen“ nähert sich dem Thema Erinnerungskultur mit den Mitteln des Films. Im Mittelpunkt stehen Spielfilme, die historische Ereignisse sowie jüngere persönliche und kollektive Erfahrungen aufgreifen. Behandelt werden Themen wie Krieg, staatliche Willkür, Diskriminierung, Flucht und Vertreibung sowie kulturelle und religiöse Identität. Das Museumsquartier Osnabrück, die Lagerhalle e.V. und das Filmfest Osnabrück laden viermal im Jahr zu einem Filmabend mit anschließendem Publikumsgespräch ein.
Museumsquartier Osnabrück
Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück
www.museumsquartier-osnabrueck.de
Öffnungszeiten: Di - Fr 11-18 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr
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