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19.08.2026 - Stadt Mönchengladbach


Rathaus-Neubau bald auch mit Denkmal-Sanierung?

Das historische Rheydter Rathaus und die alte Kommandantur werden in den Rathaus-Neubau integriert. Die Verwaltung prüft nun, ob mithilfe der Bundes-Infrastrukturmittel zusätzliche Sanierungsschritte an den Denkmälern realisiert werden können.


Es bewegt sich etwas rund um den Rathaus-Neubau in Rheydt. Während die Planungen für den Neubau kurz vor der Ausführungsreife sind, hat auf dem Baufeld Ende Juli die Entkernung für den zweiten, großen Rückbauabschnitt begonnen. Doch auch in die Überlegungen zu den beiden Denkmälern ist Bewegung gekommen. Die Verwaltung prüft derzeit, ob durch Fördermittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur umfangreichere Arbeiten am historischen Rathausgebäude und der alten Kommandantur möglich sind. Sollten tatsächlich weitere Sanierungsschritte förderfähig sein, hätte das Auswirkungen auf die Zeitschiene des Projektes.

Nachdem bereits Ende letzten Jahres die Gebäudeteile an der Ecke Stresemannstraße / Am Neumarkt abgebrochen wurden, geht es nun den verbleibenden Gebäuden, die weichen müssen, „an die Substanz“. Im Bauteil entlang der Limitenstraße und im Gebäude zwischen den beiden Denkmälern entfernen Arbeiter derzeit Schadstoffe, Einbauten und Installationen. Jede Steckdose, jedes Kabel und jedes Rohr wird ausgebaut, bevor der große Bagger die tragende Substanz – voraussichtlich ab Oktober – Stück für Stück abknabbern kann.

Um jede Steckdose, jedes Kabel und jedes Rohr geht es zeitgleich auch bei den Planungen für den Neubau, die derzeit durch immer tiefere Detaillierung vom Status der Genehmigungsplanung in die sogenannte Ausführungsplanung überführt werden. Zuletzt haben die Fachplaner die BIM-Modelle für das vierte Obergeschoss vorgelegt. Bei BIM handelt es sich um eine 3D-Planungsplattform, in die alle Fachplanungen eingearbeitet werden. So entsteht das Gebäude zuerst virtuell, bevor es real gebaut wird.

Einen virtuellen Zwilling des geplanten Rathausneubaus können sich Interessierte jederzeit im Geoportal der Stadt anschauen. Dieser ist auch auf der städtischen Projekt-Website unter https://stadt.mg/neues-rathaus verlinkt. Zwar hat das 3D-Modell nicht die Detailtiefe der aktuellen BIM-Planungen. Aber man kann in das Neubauvorhaben eintauchen, es Raum für Raum durchfliegen und aus allen Blickrichtungen begutachten. Nur bei den beiden Denkmälern ist in dem Modell bereits an der Außenfassade Schluss. Und das hat einen Grund.

Entscheidung über mögliche Sanierungen steht noch aus

Größere Sanierungen am historischen Rathaus und der ehemaligen königlich-preußischen Bezirkskommandantur waren aufgrund der begrenzten finanziellen Ressourcen bislang nicht Teil des Rathausprojektes. Lediglich eine Anschlusssanierung ist geplant, um etwa Gebäudetechnik und Brandschutzaspekte so in Einklang zu bringen, dass der Altbau an den Neubau angeschlossen und alle Gebäudeteile gemeinsam betrieben werden können. 

„Baufachlich macht es Sinn, weitere Sanierungen an den Denkmälern parallel zum Rathaus-Neubau vorzunehmen. Mithilfe der Infrastrukturmittel könnte das nun auch wirtschaftlich darstellbar sein“, erklärt die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz. Handlungsbedarf gibt es etwa an der Fassade, der Heizungsanlage und der Lüftungstechnik. Das städtische Gebäudemanagement hat entsprechende Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Haushaltsaufstellung für 2027 vorsorglich angemeldet. Sowohl der Haushalt als auch die genaue Verwendung der Infrastrukturmittel sind derzeit aber noch in der Erarbeitung und bedürfen einer abschließenden politischen Beratung und Beschlussfassung.

Klar ist, dass die zusätzlichen Sanierungsmaßnahmen erst konkret geplant werden können, wenn entsprechende Mittel bereitgestellt sind. Anschließend wären das Neubauvorhaben und die Sanierungsschritte fachlich und zeitlich zu koordinieren. Ersten Prognosen zufolge, die die Verwaltung jetzt im Ausschuss für Betriebe und Vergabe der Politik präsentiert hat, gehen im Fall der zusätzlichen Maßnahmen von einer Übergabe des Gebäudes in der zweiten Jahreshälfte 2030 aus. Ohne die zusätzlichen Sanierungen sollen die eigentlichen Bauarbeiten nach letzter Planung Ende 2029 fertig werden und das Gebäude nach allen Prüfungen und Abnahmen im März 2030 übergeben werden.




Kontaktdaten:

Stadt Mönchengladbach
Stabsstelle Presse & Kommunikation

Rathaus Abtei - 41050 Mönchengladbach
Telefon (0 21 61) 25 20 81
E-Mail: presse@moenchengladbach.de

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