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19.08.2026 - Stadt Hanau


Hanau-Strategie 2029: Echte Perspektiven für junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf

Erfolgreicher Neustart für die OloV-Region Hanau: Partner beschließen Strategie bis 2029 / Schwerpunkt liegt auf der neuen Jugendberufsagentur Hanau

Hanau. „Der erfolgreiche Start ins Berufsleben entscheidet häufig über den gesamten weiteren Lebensweg. Deshalb ist es wichtig, dass wir jungen Menschen echte Perspektiven eröffnen. Mit der jetzt verabschiedeten, „Regionalen OloV-Strategie bis 2029“, die erstmals nur für Hanau erstellt wurde, zeigen wir, dass alle beteiligten Partner Verantwortung übernehmen, um den nahtlosen Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf weiter zu verbessern“, sagt Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri.


Dieser Übergang gehört zu den wichtigsten Weichenstellungen im Leben junger Menschen: Während viele Menschen den Schritt von der Schule in Ausbildung und Beruf problemlos meistern, brauchen andere inhaltliche Orientierung oder jemanden, der ihnen den richtigen Weg zeigt. Genau hier setzt die hessenweite Strategie OloV („Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf“) an, die von der Europäischen Union sowie aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum und des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen gefördert wird. Sie schafft den Rahmen für alle Akteure, die jungen Menschen nach der Schule einen möglichst raschen Übergang in eine berufliche Ausbildung ermöglichen wollen. Zudem stärkt sie die duale Ausbildung, bildet transparent Angebote ab und vermeidet kostenintensive Doppelstrukturen.

Handlungsgrundlage sind dabei immer die Bedingungen und Bedarfe der einzelnen Regionen. „Die jungen Menschen in Hanau müssen OloV nicht kennen, aber sie profitieren davon, dass alle wichtigen Partner im Hintergrund eng zusammenarbeiten. Die nach der erforderlichen Neubildung der Steuerungsgruppe Hanau so schnell verabschiedete Strategie zeigt, wie entschlossen die Akteure dabei vorgehen. Die Stärke von OloV liegt darin, dass viele Partner ein gemeinsames Ziel verfolgen und wir als Stadt Hanau gleichzeitig unseren arbeitsmarktpolitischen Fokus individuell integrieren können. Wenn wir dann diese Strukturen zielgerichtet einsetzen, schaffen wir die besten Voraussetzungen, dass jeder junge Mensch seinen Platz im Berufsleben findet“, sagt Dr. Bieri.

In Hanau wird OloV bereits seit 2008 von Schulen, Kammern, Jugendhilfe, Bildungsträgern und der Stadt umgesetzt, auch, um Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen oder individuellen Förderbedarfen auf dem Weg ins Berufsleben die Unterstützung zu geben, die sie benötigen. Von 2010 bis April 2026 arbeitete die OloV-Region Hanau mit dem Main-Kinzig-Kreis in einer gemeinsamen Steuerungsgruppe zusammen. Hintergrund waren die engen Verflechtungen beider Regionen, etwa durch die Pendlerströme von Schülerinnen und Schülern. Da sich zwischenzeitlich veränderte strategische Ausrichtungen ergaben, wurde im vergangenen April eine Trennung der gemeinsamen Steuerungsgruppe besprochen. Die beiden Jugendämter arbeiten weiterhin sehr vertrauensvoll und kooperativ zusammen.

Dass die Neuaufstellung in Hanau nach der Re-Organisation erfolgreich gelungen ist, zeigte sich Mitte Juni, als die neu formierte Steuerungsgruppe OloV-Region Hanau bereits in der ersten Sitzung ihre „Regionale Strategie bis Ende 2029“ verabschiedete. Sie bildet den Fahrplan für die weitere Zusammenarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Jugendberufsagentur Hanau, die im September ihre Arbeit aufnehmen soll. Sie wird die Kompetenzen von Jobcenter Hanau, Agentur für Arbeit und dem Amt für Soziale Prävention bündeln und eng mit dem OloV-Netzwerk zusammenarbeiten. Ebenso wurde bereits ein Treffen mit der OloV-Region Main-Kinzig-Kreis vereinbart, um die gemeinsamen Berührungspunkte auch künftig bestmöglich zu koordinieren.

Der Hanauer Steuerungsgruppe gehören Vertreterinnen und Vertreter der Agentur für Arbeit Hanau, des Staatlichen Schulamts für den Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau, der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, der Kreishandwerkerschaft Hanau, des Jobcenters Hanau, verschiedener Träger der Jugendberufshilfe, des Deutschen Gewerkschaftsbundes Südosthessen sowie der Stadt Hanau an. Die Regionalkoordination übernimmt Oliver Doll von der Koordinierungsstelle Jugendberufshilfe im Amt für Soziale Prävention. „Erfolgreiche Übergänge in Ausbildung und Beruf entstehen dort, wo alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten. Genau dafür stehen die OloV-Prozesse: Sie bilden die Basis für eine Verantwortungsgemeinschaft, die ihre vielfältigen Erfahrungen bündelt und die Unterstützung junger Menschen gemeinsam weiterentwickelt“, sagt Oliver Doll.

Zitate zum Neustart für die OloV-Region Hanau:

„Wir haben die hessische OloV-Strategie bisher aktiv mitgestaltet und diesen Weg werden wir weiter gehen“, sagt Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau. „In unserer Berufsberatung erfahren wir im täglichen Umgang mit den Jugendlichen, wie wichtig eine kompetente Beratung und Begleitung am Übergang von der Schule in den Beruf ist. Je enger alle Akteure dabei auch in Zukunft zusammenspielen, desto besser ist es für die jungen Leute.“

„Eine erfolgreiche Arbeitsmarkt- und Jugendpolitik misst sich daran, ob wir jungen Menschen passgenaue und verlässliche Brücken in Ausbildung und Beruf bauen können. Mit der Hanau-Strategie und der Bündelung unserer Kräfte schaffen wir genau diesen verbindlichen Rahmen. Für das Jobcenter Hanau bedeutet dies, dass wir strukturiert, partnerschaftlich und mit einem klaren Fokus auf die individuellen Bedarfe agieren, um nachhaltige Lebenschancen zu eröffnen“, so Tobias Gromes (Jobcenter Hanau).

„Mit der Unterzeichnung der regionalen OloV-Strategieerklärung wird die Zusammenarbeit der Akteure am Übergang von der Schule in den Beruf in der Region weiterentwickelt und die gemeinsame Verantwortung verbindlich gestärkt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schülerinnen und Schüler, die beim Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder in das Berufsleben besondere Unterstützung benötigen.  Die vorhandenen Angebote und Unterstützungsstrukturen sollen dabei besser aufeinander abgestimmt und miteinander verknüpft werden. Die neu ausgerichtete Jugendberufshilfe bildet hierfür einen wichtigen Baustein. Sie trägt dazu bei, junge Menschen individuell zu unterstützen, Übergänge zu erleichtern und ihnen konkrete Perspektiven für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu eröffnen. Mit der Strategieerklärung bekräftigen die regionalen Partner ihren gemeinsamen Anspruch, die bestehenden Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit am Übergang Schule–Beruf nachhaltig zu gestalten. Grundlage ist dabei der gemeinsame Ansatz: Kein junger Mensch soll auf dem Weg von der Schule in den Beruf verloren gehen“, so das Staatliche Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis und Hanau.



Pressekontakt: Dominik Kuhn, Telefon 06181 / 3000 6069

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Stadt Hanau
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Am Markt 14-18
63450 Hanau



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© Stadt Hanau / Moritz Göbel - Unterzeichnen die Strategie 2029 für die OloV-Region Hanau (v. l.) Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau und Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, Tobias Gromes (Jobcenter Hanau) sowie Sabine Butzke vom Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis und Hanau. Unterzeichnen die Strategie 2029 für die OloV-Region Hanau (v. l.) Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau und Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, Tobias Gromes (Jobcenter Hanau) sowie Sabine Butzke vom Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis und Hanau.

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