28.08.2026 - Stadt Bottrop
Nach Zugausfälle der RE 14: Oberbürgermeister drängt VRR zum Handeln
Brief von Matthias Buschfeld an VRR-Vorstandssprecher Oliver Wittke fordert "schnell spürbare und dauerhaft tragfähige Verbesserungen".
Nachdem die RheinRuhrBahn neue Einschränkungen auf ihrer Linie RE 14 angekündigt hat, die zu erheblichen Lasten auch der Bottroper Fahrgäste gehen, hat sich Oberbürgermeister Matthias Buschfeld in einem Brief an VRR-Vorstandssprecher Oliver Wittke gewandt und eine umgehende Besserung eingefordert.
"Als Oberbürgermeister der Stadt Bottrop sehe ich es als meine Aufgabe an, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber den Verantwortlichen mit Nachdruck zu vertreten", so Buschfeld. Es gehe nicht darum, Zuständigkeiten zwischen Verkehrsunternehmen, Infrastrukturbetreibern, Aufgabenträgern und Kommunen gegeneinander abzuwägen. "Entscheidend ist vielmehr, dass für die Fahrgäste schnell spürbare und dauerhaft tragfähige Verbesserungen erreicht werden."
Buschfeld weiter: " Der öffentliche Nahverkehr kann seine wichtige Funktion für unsere Stadt und die gesamte Region nur erfüllen, wenn sich die Menschen auf ihn verlassen können. Gerade deshalb braucht es jetzt eine klare Perspektive für die Linie RE 14."
Der Oberbürgermeister erinnert in diesem Zusammenhang an die Rolle des VRR gegenüber der RheinRuhrBahn. "Ich erwarte vom VRR, dass er als Aufgabenträger und Besteller der Verkehrsleistungen die notwendigen Schritte einleitet und gegenüber den beauftragten Verkehrsunternehmen auf eine nachhaltige Stabilisierung des Angebots hinwirkt."
Aus Sicht der Stadt Bottrop und seinen Bürgerinnen und Bürger seien fünf Punkte entscheidend, deren Umsetzung man dringend erwarte:
- Ein verlässlicher und realistischer Fahrplan, der den Fahrgästen größtmögliche Planungssicherheit gibt.
- Ein leistungsfähiger Schienenersatzverkehr, wenn Zugausfälle unvermeidbar sind.
- Eine frühzeitige und verlässliche Fahrgastinformation, insbesondere bei kurzfristigen Änderungen.
- Ein belastbares Konzept für den Umgang mit weiteren Störungen, damit nicht bei jeder neuen Einschränkung erneut improvisiert werden muss.
- Ein konkreter Zeit- und Maßnahmenplan, aus dem hervorgeht, wie und bis wann eine nachhaltige Stabilisierung des Verkehrs erreicht werden soll.
Dass nicht alle Ursachen der derzeitigen Probleme im Einflussbereich des VRR lägen und dass insbesondere Infrastrukturprobleme nicht kurzfristig behoben werden können, räumte der Oberbürgermeister auch ein, betonte aber: Gerade deshalb komme es auf ein entschlossenes Handeln dort an, wo Einfluss genommen werden kann.
Buschfeld: "Die Menschen erwarten zu Recht keine Erklärungen darüber, warum ihr Zug ausfällt, sondern eine verlässliche Antwort darauf, wie die Qualität der bestellten Verkehrsleistung wieder sichergestellt werden kann." Als Oberbürgermeister stünde er zu Gesprächen mit dem VRR und den beteiligten Partnern bereit. Dort wolle er die Erfahrungen der Stadt Bottrop und die Perspektive der betroffenen Bürgerinnen und Bürger einbringen.
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