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03.09.2026 - Stadt Braunschweig


Landrat und OB: Bündelung der Kräfte sorgt für Sicherheit und Verlässlichkeit

- Plan: Integrierte Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel soll um den Landkreis Gifhorn erweitert werden/OB und Landrat unterschrieben Absichtserklärung

Braunschweig / Gifhorn.


Der Landkreis Gifhorn und die Stadt Braunschweig wollen künftig im Bereich ihrer Leitstellen kooperieren. Die Aufgaben der Leitstelle des Landkreises Gifhorn sollen künftig – wie auch schon für die Kreise Wolfenbüttel und Peine –durch die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) der Berufsfeuerwehr Braunschweig erledigt werden. Der Kreistag in Gifhorn hat Ende August bereits grundsätzlich grünes Licht für dieses Vorhaben gegeben.

 

Landrat Philipp Raulfs und Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum haben auf dieser Basis heute eine Absichtserklärung (Letter of Intent) in der Braunschweiger Leitstelle unterschrieben. Sie sieht vor, dass die Details des Vorhabens bis Ende des Jahres in Form einer Zweckvereinbarung geregelt werden. Es ist vorgesehen, sämtliche Mitarbeitende der Leitstelle des Landkreises in die Braunschweiger Leitstelle zu integrieren und ihnen eine langfristige berufliche Perspektive bei der Stadt Braunschweig zu ermöglichen. Für die Erledigung der Aufgabe erhält die Stadt Braunschweig vom Landkreis Gifhorn – so wie derzeit schon von Wolfenbüttel und Peine – ein Entgelt.

 

„Für den Landkreis Gifhorn bedeutet die Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig eine Strukturstärkung, worüber ich als Landrat sehr froh bin. Die heutige Unterzeichnung des Letter of Intent ist daher ein wichtiger Meilenstein für den Rettungsdienst im Landkreis Gifhorn und der ganzen Region. Wenn die 112 gewählt wird, braucht es eine umgehende Reaktion unter besten technischen Rahmenbedingungen. Dies ist durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig auch in Zukunft optimal gewährleistet. Entscheidend ist aus meiner Sicht zudem, dass alle Mitarbeitenden mit nach Braunschweig wechseln und niemand in Sorge um seinen Arbeitsplatz sein muss“, sagte Landrat Philipp Raulfs.

 

Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum sprach von einer Win-win-Situation. „Dies ist ein starker Baustein für einen leistungsfähigen, verlässlichen und zukunftssicheren Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz in der Region. Mit dem neuen Leitstellengebäude können wir dem Landkreis hervorragende Bedingungen und den neuesten Stand der Technik für die gemeinsame Leitstellenarbeit bieten. Die Kapazitäten des Gebäudes haben wir bewusst so konzipiert, dass die Zahl der Mitarbeitenden in der Leitstelle noch erhöht werden kann. Der Aufwuchs an Mitarbeitenden sichert eine effiziente, schnelle und verlässliche Arbeit weiter ab. Ein Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger im gesamten – dann noch einmal vergrößerten - Leitstellengebiet.“

 

Für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises ändert sich dabei nichts. Feuerwehren und Rettungsdienst sind weiterhin vor Ort im Landkreis stationiert. Der einzige Unterschied ist, dass die Notrufe in Braunschweig eingehen und die Einsatzkräfte von dort alarmiert und koordiniert werden.

 

Zu den zu klärenden Details gehören insbesondere die Themen Personalübergang, technische Integration und Qualitätsmanagement. Die Aufgabenübertragung soll auf Grundlage eines gemeinsam erarbeiteten Migrations- und Umsetzungskonzepts erfolgen. Vor Aufnahme des Regelbetriebs sollen die nötigen technischen und organisatorischen Tests durchgeführt und die Betriebsbereitschaft gemeinsam festgestellt werden.

 

Die beiden Kommunen streben eine transparente, verursachergerechte und dauerhaft tragfähige Finanzierung der zukünftigen Aufgabenwahrnehmung an. Die Einzelheiten der Kostenverteilung sowie der Betriebs- und Investitionskosten werden mit den Kostenträgern des Rettungsdienstes im üblichen Rahmen verhandelt. Es ist anvisiert, die Aufgaben ab dem 1. Januar 2028 zu übernehmen. Die fertig ausgehandelte Zweckvereinbarung wird vorher dem Rat der Stadt Braunschweig und dem Kreistag in Gifhorn zum Beschluss vorgelegt und bedarf der Zustimmung der Kommunalaufsicht des Innenministeriums.

 

Seit dem Jahr 2006 nimmt die Stadt Braunschweig die Leitstellenaufgaben für den Landkreis Peine wahr, im Jahr 2007 wurden die Aufgaben vom Landkreis Wolfenbüttel übernommen. 2022 wurde das neue Leistellengebäude in Betrieb genommen. Die IRLS Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel ist weiterhin eine der modernsten Leitstellen für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Deutschland. Durch einen hohen Digitalisierungsgrad, detaillierte Geoinformationssysteme, die automatische Ortung von Notrufenden und die Echtzeitübertragung der Standorte der Einsatzfahrzeuge können inzwischen auch große Gebiete aus einer Regionalleitstelle zuverlässig und mit einer hohen Qualität versorgt werden.

 

Derzeit arbeiten 110 Personen in der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Wolfenbüttel/Peine. Die Leitstelle ist aktuell für rund 505.000 Einwohnerinnen und Einwohner zuständig und hat im Jahr 2025 252.000 Anrufe (davon 118.000 Notrufe über die 112) angenommen und 166.000 Einsatzvorgänge dokumentiert.   




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Weitere Informationen unter: www.braunschweig.de

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