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11.09.2026 - Stadt Dortmund


Kindheit statt Kinderarbeit: Ausstellung macht globale Lebensrealitäten sichtbar

Vom 11. bis 25. September zeigt die Ausstellung „Kindheit statt Kinderarbeit“ in der Berswordt-Halle, unter welchen Bedingungen Kinder weltweit arbeiten müssen – und was jede und jeder dagegen tun kann.


Was bedeutet Kinderarbeit für ein Kind, das jeden Tag arbeiten muss, statt zur Schule zu gehen? Und was haben unsere Einkäufe damit zu tun? Die Ausstellung „Kindheit statt Kinderarbeit – Eine Ausstellung gegen ausbeuterische Kinderarbeit“ gibt Kindern und Jugendlichen eine Stimme und zeigt ihre persönlichen Geschichten. Vom 11. bis 25. September ist die Ausstellung kostenlos in der Berswordt-Halle zu sehen. 


Persönliche Geschichten statt abstrakter Zahlen


Millionen Kinder weltweit arbeiten unter Bedingungen, die ihre Gesundheit, ihre Entwicklung und ihre Bildung gefährden. Die Ausstellung macht diese Realität anhand konkreter Beispiele sichtbar. Persönliche Geschichten zeigen, was es bedeutet, wenn Kinder auf Plantagen, in Fabriken, Steinbrüchen oder fremden Haushalten arbeiten müssen.


Dabei geht es auch um die Frage, was Kinderarbeit mit unserem Alltag zu tun hat. An zehn Stationen können Besucher*innen erfahren, was ausbeuterische Kinderarbeit ausmacht, welche Rolle fairer Handel spielt und was sie selbst tun können. Ein Quiz lädt dazu ein, das eigene Wissen zu testen.


Die Ausstellung macht zugleich deutlich: Kinderarbeit hat viele Ursachen. Armut, fehlender Zugang zu Bildung und Krisen können Familien dazu bringen, auf das Einkommen ihrer Kinder angewiesen zu sein. Deshalb reicht es nicht aus, Kinderarbeit einfach zu verbieten. Es braucht auch Bildung, soziale Unterstützung und bessere Einkommensmöglichkeiten für Familien. Die Kindernothilfe setzt gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort genau hier an und stärkt zugleich Kinder und Jugendliche darin, ihre Rechte selbst einzufordern.


Dortmund übernimmt Verantwortung


Auch die Stadt Dortmund trägt Verantwortung dafür, dass öffentliche Gelder nicht zur Ausbeutung von Kindern beitragen. Bereits seit 2007 gilt für die Stadtverwaltung die Vorgabe, keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu beschaffen.


„Dortmund übernimmt Verantwortung: Seit 2007 beschafft die Stadt keine Produkte mehr aus ausbeuterischer Kinderarbeit. Mit einer nachhaltigen Beschaffung können wir dazu beitragen, dass öffentliche Gelder nicht auf Kosten von Kindern ausgegeben werden“, sagt Christoph Struß, Nachhaltigkeitskoordinator der Stadt Dortmund.


Die Ausstellung passt damit auch zum diesjährigen Motto der Fairen Woche vom 11. bis 25. September: „Fairer Handel – Vielfalt erleben!“ Im Mittelpunkt stehen junge Menschen, ihre Perspektiven und Lebensrealitäten sowie ihre Rolle für eine vielfältige Zukunft.


Kinderarbeit gab es auch in Deutschland


Bei der Eröffnung am Freitag erinnerte Heinrich Böckelühr, Präsident der Bezirksregierung Arnsberg, per Videobotschaft daran, dass Kinderarbeit auch in Deutschland lange zum Alltag gehörte. Auf Bauernhöfen mussten Kinder ebenso mitarbeiten wie in Fabriken und Zechen des Ruhrgebiets. „Ihr Lohn war eine notwendige Unterstützung für die Familien, um zu überleben. Für die Arbeitgeber waren Kinder dabei willkommene und billige Arbeitskräfte“, sagte Böckelühr.


Heute gelten in Deutschland strenge Regeln zum Schutz von Kindern. Weltweit ist ausbeuterische Kinderarbeit jedoch weiterhin Realität. Die Ausstellung zeigt, wie eng Kinderrechte, Armut, Bildung, fairer Handel und unser eigener Konsum miteinander verbunden sind.


Ausstellung wandert weiter durchs Ruhrgebiet


Organisiert wird die Ausstellung vom Netzwerk Faire Metropole Ruhr e.V. und dem Team für Internationale Beziehungen der Stadt Dortmund. Nach ihrem Auftakt in Dortmund wandert sie weiter durch das Ruhrgebiet. Nächste Station ist Duisburg.


Die Ausstellung richtet sich an alle Interessierten. Besonders angesprochen sind Schulklassen, Jugendliche, Multiplikator*innen sowie Menschen, die sich für fairen Handel, Kinderrechte und globale Verantwortung interessieren.


Die Ausstellung wird finanziert vom Netzwerk Faire Metropole Ruhr e.V., von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sowie von Teilnehmenden der Deutschen Postcode Lotterie.




Kontaktdaten:

Stadt Dortmund
Fachbereich Marketing + Kommunikation
Katrin Pinetzki - Pressestelle

Betenstraße 19 - 44137 Dortmund
Tel.: 0231 50-24356
Fax: 0231 50-10018
E-Mail: katrin.pinetzki@stadtdo.de
https://dortmund.de/presse



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Sie halten die UN-Nachhaltigkeitsziele hoch: Mitglieder des Netzwerk Faire Metropole Ruhr um den städtischen Nachhaltigkeitskoordinator Christoph Struß (3.v.re.) bei der Ausstellungseröffnung in der Berswordt-Halle.
© Stadt Dortmund / Roland Gorecki - Sie halten die UN-Nachhaltigkeitsziele hoch: Mitglieder des Netzwerk Faire Metropole Ruhr um den städtischen Nachhaltigkeitskoordinator Christoph Struß (3.v.re.) bei der Ausstellungseröffnung in der Berswordt-Halle. © Stadt Dortmund / Roland Gorecki

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An zehn Stationen können Besucher*innen erfahren, was ausbeuterische Kinderarbeit ausmacht, welche Rolle fairer Handel spielt und was sie selbst tun können.
© Stadt Dortmund / Roland Gorecki - An zehn Stationen können Besucher*innen erfahren, was ausbeuterische Kinderarbeit ausmacht, welche Rolle fairer Handel spielt und was sie selbst tun können. © Stadt Dortmund / Roland Gorecki

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Ein Quiz in der Ausstellung lädt dazu ein, das eigene Wissen zu testen.
© Stadt Dortmund / Roland Gorecki - Ein Quiz in der Ausstellung lädt dazu ein, das eigene Wissen zu testen. © Stadt Dortmund / Roland Gorecki

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