01.10.2026 - Stadt Osnabrück
Stadt Osnabrück gibt Vehrter Landstraße am 2. Oktober wieder frei
Nach den Bauarbeiten wird die Vehrter Landstraße am Freitag, 2. Oktober, wieder für den Verkehr freigegeben. Die Stadt hat die Straße im Abschnitt zwischen Hansastraße und dem Fahrbahnteiler vor dem Haster Weg für gut zwei Jahre gemeinsam mit der SWO Netz umfangreich neu gestaltet. Ziel war es, sie für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer zu machen und die zuvor massiven Geräuschemissionen zu reduzieren. Zudem wurde die Brücke über die Nette abgerissen und neu gebaut. Die SWO Netz hat parallel dazu das Stromnetz zukunftsfähig gemacht und die Beleuchtung erneuert.
Bei den Arbeiten gab es einige Herausforderungen zu bewältigen: So liegt die Zufahrt zum Nettebad innerhalb des betroffenen Bereiches, ebenso wie jene zur Eishalle. Durch die Aufteilung in drei Abschnitte wurde sichergestellt, dass die Zufahrt zumindest aus einer Richtung stets gewährleistet war, weil die Bereiche, in denen gerade nicht gearbeitet wurde, befahrbar blieben. Weitestgehend ruhen mussten die Arbeiten in der langen Schlechtwetterperiode von Januar bis März dieses Jahres. Tiefbauarbeiten waren in dieser Zeit nicht möglich. Deshalb dauerten die Arbeiten insgesamt rund drei Monate länger als zuvor veranschlagt. Zeit gespart wurde, indem die Arbeiten an der Nettebrücke während des ersten Bauabschnitts stattfanden.
Die Vehrter Landstraße wurde so konzipiert, dass das gesamte Regenwasser vor Ort in entsprechenden Sickerbecken versickert. Zusätzlich wurde zum Hochwasserschutz der Durchlass am Landwehrgraben aufwändig vergrößert, da die neu berechnete Durchflussmenge den heutigen Starkregenereignissen nicht mehr standgehalten hätte.
Wieder verbaut wurde der alte Fahrbahnbelag aus Beton. Er kam aber nicht mehr als Oberfläche, sondern als Tragschichtmaterial zum Einsatz. Dazu wurde er zunächst ausgebaut, dann am nahegelegenen Limberg gebrochen und wieder eingebaut. So wurden insgesamt 4350 Kubikmeter Material recycelt.
„Die Straße erfüllt einen Aspekt, der mir besonders wichtig ist“, sagt Stadtbaurat Thimo Weitemeier. „Sie ist nach dem Umbau für alle Verkehrsteilnehmer besser als zuvor: Mehr Komfort für Autofahrer, mehr Sicherheit für Radfahrer und überhaupt die Möglichkeit, sie gut und sicher zu nutzen für Fußgänger. Darüber hinaus haben wir den Lärm deutlich reduziert.“
In Synergie hatte die SWO Netz in den vergangenen Monaten Versorgungsleitungen mitverlegt, ein neues, auch für Starkregenereignisse gerüstetes Kanalsystem hergestellt und die Straßenbeleuchtung erneuert. „Baustellen sind für niemanden angenehm – aber dennoch nötig. Unter der neuen Straßenoberfläche haben wir eine leistungsfähige Infrastruktur für mehr Versorgungssicherheit geschaffen“, sagt Tino Schmelzle, Geschäftsführer der SWO Netz.
Nach zwei Jahren Einschränkungen kehrt nun auch wieder Normalität im Nettebad ein. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Gäste nun wieder uneingeschränkt zum Nettebad kommen – egal ob mit Auto, Bus oder Fahrrad“, sagt Bäderchef Torsten Krier. Erfreulich ist, dass der prognostizierte Besucherrückgang durch die Baustelle nicht so groß war wie angenommen. „Das spricht für die Attraktivität unseres Nettebads. Unser Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen von Stadt und SWO Netz sowie den beteiligten Baufirmen, mit denen wir während der Bauzeit stets in gutem Austausch waren“, so Krier.
Die Kosten für den Straßenbau sowie den Bau der Brücke belaufen sich auf rund sechs Millionen Euro.
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Vehrter Landstraße
Freuen sich über ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt: (v.l.) Stadtbaurat Thimo Weitemeier, Tino Schmelzle, Canan Bedel (beide SWO Netz), Bäderchef Torsten Krier, René Kraus (BPR), Jan-Wilhelm Glosemeyer (Dieckmann), Florian Knochenwefel, Mike Bohne und Henrik Storck (alle Stadt Osnabrück)
© Stadt Osnabrück, Simon Vonstein
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