Meldungsdatum: 05.02.2020

„Hier zählt ganz klar der olympische Gedanke“

Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“: Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Viersen und der Stadt Mönchengladbach treten an

Insgesamt 247 Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Viersen aus Mönchengladbach stellen sich am Wochenende dem Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Mönchengladbach. Die meisten Teilnehmrer sind Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule Viersen und der Städtischen Musikschule Mönchengladbach. Es gibt sowohl Solisten als auch Ensembles. Solisten treten in den Kategorien Klavier, Harfe, Gitarre (Pop), Gesang und Drum-Set (Pop) an. Im Ensemble sind sowohl Streicher als auch Bläser vertreten. Auch Akkordeonensembles werden vom 7. bis zum 9. Februar im Haus der Erholung zu hören sein.
Start ist am Freitag, 7. Februar, um 13 Uhr mit der Solowertung Drum Set im Carl-Orff-Saal der Musikschule an der Lüpertzender Straße 83 in Mönchengladbach. Am Samstag und Sonntag musizieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils ab 9 Uhr im Haus Erholung in Mönchengladbach in drei verschiedenen Wertungsräumen.

Hans Wilhelm Reiners, Mönchengladbachs Oberbürgermeister, hat einige der Schülerinnen und Schüler der beiden Musikschulen beim Pressetalk begrüßt. Er ist in diesem Jahr Schirmherr des Regionalwettbewerbs: „An diese jungen Talente konnte ich leider nie heranreichen, aber ich finde es nach wie vor toll, wenn sich gerade Jugendliche für Musik begeistern und hoffe, auch beim Abschlusskonzert wieder dabei sein zu können.“ Und wie er verrät, überlegt er, nach seiner Amtszeit selbst wieder Musik zu machen.

Für die beiden Musikschulleiter, Ralf Holtschneider (Kreismusikschule Viersen) und Christian Malescov (Musikschule der Stadt Mönchengladbach), zählt aber nicht nur das Erreichen des Landesentscheids als Erfolg. „Hier zählt ganz klar der olympische Gedanke: Wer teilnimmt, hat schon gewonnen“, sagt Holtschneider. „Und der Wettbewerb gibt auch in der Bewertung die Möglichkeit, das Engagement aller zu honorieren und trotzdem noch Unterschiede zu machen.“
Für Malescov sind viele Dinge im Zusammenhang mit dem Wettbewerb ein Gewinn: „Hier lernt man beharrlich zu sein. Man arbeitet lange für sein Ziel, oft monatelang an denselben Stücken. Wichtig ist auch zu lernen, dass man trotzdem nicht immer den Erfolg erzielen kann, den man sich wünscht, weil andere doch etwas besser sind.“ Holtschneider ergänzt: „Damit bleiben sie aber auch nicht alleine: Lehrer und Eltern sind dafür da, diese Enttäuschung mit aufzufangen.“

Eine gute Vorbereitung im Unterricht, aber auch einige Konzerte vorab, in denen das Programm schon präsentiert wurde, haben geholfen, erläutert der sechszehnjährige Fagottist Timon Pannen: „Schon Anfang der letzten Sommerferien haben wir in den Ensembles mit den Vorbereitungen begonnen.“
Ähnlich lange arbeitet auch die dreizehnjährige Pianistin Viktoria Poder an ihrem Programm: „Die Konzerte vorher helfen schon etwas bei der Aufregung, aber wenn ich ehrlich bin, so ein wenig steigt die Anspannung jetzt schon.“ Und so wird auch ihre fünfte Teilnahme am Wettbewerb nicht zur Routine.
Die sechszehnjährige Anna Engels, die in einem Kontrabassduo auftreten wird, versucht, sich nicht unter Druck zu setzen: „Ich habe viel von anderen gehört, die schon mitgemacht haben und ich wollte es auch einfach mal probieren.“ 

Ihren Dank richten beide Musikschulleiter an die Stadtsparkasse Mönchengladbach, die Sparkasse Krefeld und an Piano Kalscheuer, die als Sponsoren den Wettbewerb unterstützen. Wer die talentierten jungen Musikerinnen und Musiker erleben möchte, kann die Vorträge kostenfrei besuchen. Das Preisträgerkonzert der Kreismusikschule Viersen findet am Sonntag, 8 März, um 11 Uhr in der Paterskirche des Kulturforums Franziskanerkloster in Kempen statt.

Weitere Informationen auch unter: https://www.jugend-musiziert.org/wettbewerbe/regionalwettbewerbe/monchengladbach.html

Pressekontakt: Stephanie Züll, Telefon 02162 39-1034