
Kreis Unna. Integration ist wie ein Uhrwerk: Nur wenn alle Zahnräder richtig ineinander greifen, bewegt sich am Ende auch etwas. Und der Blick auf die Statistik des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Unna (KI) zeigt, dass es viele Zahnräder gibt und dass jedes davon im Jahr 2019 seinen Beitrag geleistet hat, damit Integration im Kreis weiter gelingt.
Das KI hat die Aufgabe, Teilhabe und Chancengerechtigkeit für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu fördern. Dabei greift das Team auf verschiedene Landesprojekte zurück, arbeitet in einem großen Netzwerk zusammen, berät Flüchtlingsorganisationen, fördert das Demokratieverständnis, setzt sich gegen Rassismus ein und nimmt auch die Kleinsten in der Kita und Schule in den Blick.
Zahlen zeigen Erreichtes
Das Jahr 2019 war das Demokratiejahr. Und so stand natürlich auch die Demokratieförderung ganz oben auf dem Programm. 13 Veranstaltungen mit über 3.000 Teilnehmern stellte das KI auf die Beine. Im Rahmen der Anti-Rassismusarbeit wirkten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 23 Netzwerk- und Arbeitskreistreffen mit. Darunter zum Beispiel auch das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
„Mut gemacht! Erinnert! Gehandelt!“: Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna (KI) hatte zum 30. Geburtstag eingeladen und fast 250 Gäste feierten mit. Die Kamener Stadthalle stand dabei am Donnerstag, 14. November ganz im Zeichen von Integration, Toleranz und Respekt.
Wichtiges Zahnrad im Getriebe sind auch die vielen ehrenamtlich und hauptamtlich Tätigen in der Flüchtlingshilfe. In allen zehn Kommunen berieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hinzu kommen 13 Institutionen. Über 150 Einzel-Beratungsgespräche führten sie und hielten 14 Fortbildungen mit über 280 Teilnehmern. In dem Zusammenhang kommen auch die Sprachmittler zum Einsatz. 665 Mal rückten die Übersetzer aus, um Menschen zu helfen, die noch kein oder nur sehr wenig Deutsch konnten.
Frühe Bildung
Ein Schlüssel zur Integration ist die Sprache – und deshalb setzt das KI mit Programm wie „Griffbereit“, „Rucksack Kita“ und der Väterarbeit schon im Kleinkindalter an, um Eltern und Kindern die deutsche Sprache näher zu bringen. 226 Elternteile und 254 Kinder aus 19 Kitas und zwei Schulen machten mit.
Weiter geht es in der Schule mit den Programmen „Rucksack Schule“ und „Elternschule“: 310 Eltern und ihre Kinder von neun Schulen lernten gemeinsam Neues. Wichtig ist auch die Erstberatung und Schulplatzvermittlung „Go-In und BISS“, die Schülern und Eltern hilft, in der Schule anzukommen. 519 Schülerinnen und Schülern half das KI, einen passenden Platz zu finden – der Großteil davon waren Grundschüler (238). Die meisten kamen aus Syrien (125), gefolgt von dem Irak (49), Russland (39) und Serbien (37).
Viele weitere Fortbildungsangebote, Gespräche und Beratungen halfen, dass sich in Sachen Integration im Kreis Unna etwas bewegt. PK | PKU
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