Meldungsdatum: 04.08.2020
Mieten steigen längst nicht mehr nur in Großstädten. Das Phänomen ist bundesweit zu beobachten – so auch im Kreis Viersen. Das belegt das aktuelle Kreismonitoring. Am deutlichsten nahmen die Preise im urbanen Osten des Kreises zu. Um diesem Trend zu begegnen, setzt die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (GWG) auf Neubau.
„Seit 2015 liegt unser Fokus auf dem Bau von öffentlich gefördertem Wohnraum“, sagt Landrat und Vorstand der GWG Dr. Andreas Coenen. „Damit wollen wir der hohen Nachfrage von junge Familien, Alleinerziehenden und Senioren gerecht werden. Denn gerade für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden.“
Das gilt vor allem für den Osten des Kreises: So lagen die mittleren Angebotsmieten 2018 in Tönisvorst bei 7,52 €/m², in Kempen bei 7,50 €/m²und in Willich bei 7,40 €/m². Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung der Preisdatenbank der empirica ag, die dem Kreismonitoring als Datenbasis dient.
Während die Preise in den Städten nah den Ballungsräumen Rhein und Ruhr am höchsten lagen, wurden Mietwohnungen in den übrigen Gemeinden des Kreises rund einen Euro pro Quadratmeter günstiger angeboten. Im Vergleich waren die durchschnittlichen Mieten in Schwalmtal mit 6,14 €/m² am preiswertesten. Den stärksten Preiszuwachs bei den angebotenen Mietwohnungen zwischen 2012 und 2018 verzeichneten Brüggen und Nettetal mit einem Plus von 20 beziehungsweise 18 Prozent.
Hintergrund: das Kreismonitoring
Das Kreismonitoring wird in der Kreisverwaltung intern erstellt und grafisch umgesetzt. Es beruht zu einem Großteil auf Daten des Statistischen Landesamtes NRW (www.landesdatenbank.nrw.de). Weitere Quellen sind u. a. die Bundesagentur für Arbeit sowie die Fachämter der Kreisverwaltung.
Einmal im Jahr wird außerdem die empirica ag von der Kreisverwaltung beauftragt, die angebotenen mittleren Nettokaltmieten im Kreisgebiet sowie den Anrainern auszuwerten. Die Zahlen der Datentabellen werden anschließend analysiert, grafisch aufbereitet und im kreiseigenen Monitoring veröffentlicht.
Alle Grafiken des Kreismonitorings sind mit Erklärungen versehen, sodass auch Nicht-Experten sie verstehen – Fachausdrücke sind in Infoboxen erklärt. Am Anfang jedes Kapitels sind die wichtigsten Erkenntnisse in Schlagzeilen zusammengefasst.
Um Ressourcen zu schonen, wird das Kreismonitoring ausschließlich digital zur Verfügung gestellt (Download: www.kreis-viersen.de/monitoring). Die diesjährige Ausgabe wird gegen Jahresende veröffentlicht.
Pressekontakt: Laura Nestrojil, Telefon 02162/39-1034
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