Meldungsdatum: 21.08.2020

Kleine Maßnahmen, große Wirkung

Zwölf Unternehmen aus dem Kreis Viersen ziehen Zwischenbilanz im Projekt Ökoprofit

Im Oktober letzten Jahres ist die aktuelle Runde des Projekts Ökoprofit gestartet. Seither arbeiten zwölf Unternehmen aus dem Kreis Viersen an Ideen, wie sie die Umwelt schonen und gleichzeitig Betriebskosten sparen können. Jetzt haben die Teilnehmer Zwischenbilanz gezogen – ihre Ergebnisse können sich sehen lassen.

„Ökoprofit ist fester Teil des Klimaschutzkonzepts des Kreises Viersen. Doch der politische Wille allein reicht nicht. Damit eine Region nachhaltiger wird, braucht es die Unterstützungen aus der Unternehmerschaft. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass das Projekt im Kreis so gut angenommen wird“, sagt Andreas Budde, Technischer Dezernent des Kreises Viersen, zum Auftakt des virtuellen Treffens.

Mit dabei sind Betriebe aus sechs Kommunen und mehreren unterschiedlichen Branchen. Von der Mischung an Perspektiven und Erfahrungswerten profitieren nicht nur alle Ökoprofit-Teilnehmer. Die gemeinsam mit den Beratungsagenturen B.A.U.M. und Wertsicht erarbeiteten Ansätze kommen vor allem der Umwelt zugute.

Das wird an den Zwischenergebnissen deutlich: So reduziert das Logistikunternehmen Odlo seine Gewerbeabfälle um 90 Prozent – und erzielt mit dem Verkauf des Papiermülls zusätzlich rund 12.000 Euro. Mit dem Einsatz neuer Leuchtstoffröhren spart der Maschinen-Stahlbaubetrieb Hans Hankmann im Vergleich zur alten Beleuchtung 58 Prozent Energie ein. Und durch die Umstellung auf papierlose Rechnungen verbraucht das Niederrheinische Freilichtmuseum jährlich 1500 Blätter weniger.

Das Anstoßen vieler kleiner Maßnahmen ist typisch für Ökoprofit, weiß Philipp Mihajlovic, Berater von B.A.U.M. Consult: „Wir machen die Teilnehmer auf die Punkte aufmerksam, an denen sie mit geringen Aufwand Geld und natürliche Ressourcen sparen können. Zusammengenommen machen diese Kleinigkeiten einen großen Unterschied.“

Knapp 30 bereits umgesetzte Maßnahmen haben die zwölf Teilnehmer nun vorgestellt. Bis Jahresende werden weitere hinzukommen – so lange läuft die aktuelle Runde noch. Das Projekt schließt mit der Überreichung des europaweit anerkannten Ökoprofit-Zertifikats ab. „Coronabedingt mussten wir den Projektablauf kurzfristig umplanen. Trotzdem konnten fast alle Workshops erfolgreich online stattfinden – auch dank des Engagements unserer Teilnehmer“, resümiert Felix Schütte, Klimaschutzmanager des Kreises Viersen.

Ökoprofit gibt es in NRW seit 1999, seitdem sind 1.700 Betriebe ausgezeichnet und 250.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart worden. Für den Kreis Viersen ist es die zweite Projektrunde. An der Premiere beteiligten sich 2016/17 ebenfalls zwölf Betriebe und Einrichtungen.

Die teilnehmenden Firmen im Kreis Viersen:

AEROCHEMICA Dr. Deppe GmbH aus Kempen
deli carte GmbH & Co. KG aus Kempen
EA Elektro-Automatik GmbH & Co. KG aus Viersen
Hans Hankmann Maschinen-Stahlbau GmbH & Co. KG aus Nettetal
Jakob Hülsen GmbH & Co. KG aus Nettetal
Naturpark Schwalm-Nette aus Viersen
Niederrheinisches Freilichtmuseum Kreis Viersen aus Grefrath
Niersverband aus Viersen
Odlo Logistik GmbH aus Brüggen
Pfeiffer Chemie-Armaturenbau GmbH aus Kempen
ROHM Semiconductor GmbH aus Willich
St. Peter Stift aus Kempen

www.kreis-viersen.de/
www.oekoprofit-nrw.de

Pressekontakt: Laura Nestrojil, Telefon 02162/39-1034