Meldungsdatum: 13.11.2020

Online-Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge für die Neugestaltung des Brüder-Grimm-Platzes

Da das Hessische Landesmuseum wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossen ist, können die eingereichten Wettbewerbsbeiträge zur Neugestaltung des Brüder-Grimm-Platzes nicht wie vorgesehen besichtigt werden. Um den interessierten Bürgerinnen und Bürgern dennoch die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild von den Entwürfen und den preisgekrönten Arbeiten zu machen, bietet die Stadt Kassel die Möglichkeit, die eingereichten Gestaltungsvorschläge online unter www.kassel.de/bruedergrimmplatz anzusehen.

 

Zum Hintergrund:

Der Brüder-Grimm-Platz bildet seit seiner Entstehung das Gelenk zwischen der Königsstraße als Hauptachse der Innenstadt und der Wilhelmshöher Allee, der Sicht- und Verbindungsachse zum UNESCO Weltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe und vermittelt darüber hinaus zwischen den musealen Einrichtungen von nationalem und internationalem Rang. Dem Platz kommt damit eine Bedeutung zu, die er infolge vielfältiger Überformungen, vor allem durch verkehrsinfrastrukturelle Schwerpunktsetzungen, nicht erfüllen kann. Auf der Grundlage der Ziele der Kasseler Charta für Baukultur beabsichtigt die Stadt Kassel daher, den Brüder-Grimm-Platz grundhaft neu zu gestalten und als baukulturelles Referenzprojekt im städtebaulichen Kontext zu verankern.

 

Die Gesamtkosten werden auf 9,75 Mio. Euro geschätzt. Davon hat das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) eine Förderung in Höhe von 6,5 Mio. Euro zugesagt. Der kommunale Anteil liegt bei 3,25 Mio. Euro.

 

Das Förderprojekt mit einer Größe von ca. 1,5 ha umfasst sowohl den Platz selbst als auch, entsprechend seiner doppelten Gelenkfunktion, Teile der Straßenräume, die den Platz mit seiner Umgebung verbinden. Hierzu zählen die Einmündungsbereiche der Oberen Königsstraße, der Friedrichsstraße (in nördlicher und südlicher Richtung), der Weinbergstraße und der Wilhelmshöher Allee im Bereich der Torhäuser. Die Grünfläche vor der Murhardschen Bibliothek bzw. östlich des Landesmuseums ist ebenfalls Teil der Maßnahme, um Aussagen über eine adäquate Gestaltung, eine bessere Einbindung des musealen Gebäudes in den Gesamtkontext und eine Definition und Ausgestaltung der Platzkante an dieser Stelle zu erhalten.

 

Mit den Preisträgern des freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs werden nun die vorgeschriebenen Verhandlungsgespräche geführt, die letztlich entscheiden, wer den endgültigen Zuschlag erhält.

Pressekontakt: Michael Schwab