Meldungsdatum: 08.02.2021
Nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch zur besseren gestalterischen Einbindung des Neubaus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Insel Siebenbergen, war eine begrünte Fassade eine wesentliche Rahmenbedingung für die Wettbewerbsaufgabe. Das Büro Habermann Decker Architekten aus Lemgo hat diese Aufgabe optimal gelöst. Die im gekürten Entwurf noch vorgesehene Rankkonstruktion aus Holz konnte in der weiteren Ausarbeitung nicht umgesetzt werden, die Bauunterhaltung wäre über die Jahre zu aufwändig gewesen. Nach einer Überarbeitung des Entwurfs durch die Architekten wachsen die Kletterpflanzen nun in einem Abstand von ca. zwei Metern vor der Fassade an einem Netz aus Edelstahldrähten, das sich vom Erdboden der Halle bis zur Dachkonstruktion in ca. zehn Meter Höhe erstreckt und das Gebäude vollständig umspannt. Lediglich Eingänge und Notausgänge blieben frei.
Auch die Art der Bepflanzung wurde im weiteren Prozess überarbeitet, denn eine Bepflanzung mit Selbstklimmern wie Efeu und Wilden Wein hätte langfristig die Fassade beschädigen können. Nun sind Kletterrosen gepflanzt worden, die das Gebäude später einhüllen sollen wie ein Dornröschenschloss. Insgesamt 67 Kletterrosen in unterschiedlichen Sorten und 13 weitere Kletterpflanzen wurden nach Fertigstellung der Rankkonstruktion im Dezember gepflanzt. Damit von Beginn an große und ausreichend kräftige Rosen gesetzt werden können, wurden diese bereits 2018 bestellt und in der Gärtnerei Zundel – einem Spezialisten für Rosen – vorkultiviert, so das nun über zwei Meter m hohe Kletterrosen gepflanzt werden konnten.
Diese derzeit vor der mächtigen Sporthallenfassade noch klein wirkenden Pflanzen haben es aber in sich. Viele der Sorte entwickeln - einmal eingewurzelt - bis zu vier Meter lange Jahrestriebe, so dass sich die grüne Fassade in den nächsten Jahren anfangs noch langsam, dann aber immer schneller schließen wird und insbesondere im Frühling und Sommer ein blühendes Paradies darstellen wird. Nicht nur für Insekten wird damit ein üppiges Nahrungsangebot bereitgestellt, auch Vögel finden Nahrung, denn etliche der Rosen bilden Früchte aus, die insbesondere im Winter gerne genascht werden. Außerdem ist zu erwarten, dass einige Vögel den mit der Zeit immer dichteren Bewuchs als Nistplatz bevorzugen werden.
Neben all den Vorzügen für die Natur gibt es aber auch noch einen besonders positiven Aspekt für Menschen, denn viele der Kletterrosen zeichnen sich nicht nur durch eine herrliche Blütenfülle aus, sondern zusätzlich durch einen wundervollen Duft. Stadtbaurat Christof Nolda ist begeistert: „Eine ideale Kombination von gelungener, funktionsgerechter Architektur und neuem, klimaaktiven Lebensraum – ein Projekt mit Vorbildcharakter.“
Die TASK-Dreifelder-Sporthalle wurde planmäßig bereits im Juni 2020 eröffnet und zur Nutzung freigegeben. Die Fertigstellung der Fassade und der Bepflanzung erfolgte in der zweiten Jahreshälfte.
Pressekontakt: Michael Schwab
Die TASK-Dreifelder-Sporthalle wurde planmäßig im Juni 2020 eröffnet und zur Nutzung freigegeben. Mittlerweile sind auch die Fassade und die Bepflanzung fertiggestellt.
Vor der Fassade befindet sich ein Netz aus Edelstahldrähten, das sich vom Erdboden der Halle bis zur Dachkonstruktion in zehn Meter Höhe erstreckt. Daran werden sich die Kletterrosen hochranken.
Insgesamt 67 Kletterrosen in unterschiedlichen Sorten und 13 weitere Kletterpflanzen wurden nach Fertigstellung der Rankkonstruktion im Dezember gepflanzt. Sie werden mit ihren Blättern und Blüten in wenigen Jahren die gesamte Fassade der preisgekrönten TASK-Halle bedecken.
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