Meldungsdatum: 25.02.2021
Auch die Piktogramme auf den Labeln wurden grafisch überarbeitet, ihre Aussagen (z.B. „Wasserverbrauch“) sind jetzt verständlicher erkennbar. Zusätzlich lassen sich über einen aufgedruckten QR-Code weitere Produktinformationen aus einer neuen, europäischen Datenbank (EPREL) abrufen. Darauf macht das Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel aufmerksam.
Damit geht die Klassifizierung wieder auf ihre ursprüngliche Systematik und Idee zurück. Als die EU-Energielabel eingeführt wurden, sollte den Käuferinnen und Käufern einfach und verständlich mit alphabetischer Einordnung und Farbskala angezeigt werden, ob sie vor einem sparsamen Produkt oder einem „Stromfresser“ stehen. Es sollte auch ein Ansporn für Hersteller sein, ihre Produkte energieeffizienter zu machen. Deshalb blieb die höchste Klasse A bei der Einführung zunächst leer. Die damals besten Energiesparer erhielten die Klasse B, durchschnittliche Verbraucher die Klassen C bis E und „Stromfresser“ F und G.
Der gewünschte Markteffekt trat ein, Kundinnen und Kunden entschieden sich gezielt für Produkte der besten Klassen. Dies löste bei den Herstellern teilweise sogar einen regelrechten „Effizienzboom“ aus. Bei Kühl- und Gefriergeräten oder Waschmaschinen beispielsweise wurden die technischen Mindestanforderungen an eine Ausweisung als Klasse-A-Gerät schnell erreicht.
Dies war aber nicht das Ende der Entwicklung. In der Folge wurden die Produkte noch energieeffizienter, sodass oberhalb von Klasse A die Klasse A+ eingeführt werden musste. Und auch das reichte bald nicht mehr. Spätestens bei der Einführung der Klasse A+++ war klar, dass eine Anpassung der EU-Energielabel an das heutige technische Level nötig werden wird.
Mit der Einführung der neuen EU-Energielabel wird die Ursprungsidee wiederaufgenommen: Die heute effizienzbesten Produkte kommen in die Klasse B. Die Klasse A bleibt zunächst frei als Ansporn für die Hersteller, die neuen, höheren Mindestanforderungen für diese Auszeichnung zu erreichen. Das ist nicht nur gut für den Klimaschutz in der Stadt Kassel und weltweit, sondern schont langfristig auch den Geldbeutel der Käuferinnen und Käufer.
Das Umwelt- und Gartenamt empfiehlt daher, beim Kauf von Produkten mit EU-Energielabel auch weiterhin auf höchstmögliche Energieeffizienz zu achten. Informationen zum neuen EU-Energielabel und weitere Energiespartipps finden Interessierte im Internet auch auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter www.deutschland-machts-effizient.de.
Pressekontakt: Michael Schwab
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