Meldungsdatum: 24.03.2021

Mit digitaler Kontaktpersonen-Nachverfolgung die Pandemie bekämpfen

Die Kontaktpersonen-Nachverfolgung ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Deswegen setzt das Gesundheitsamt Region Kassel jetzt auch auf den Einsatz verschiedener Check-In-Apps oder Portale, die die digitale, verschlüsselte Kontaktverfolgung via Smartphone ermöglichen. In Kürze werden die dafür notwendigen technischen Vorkehrungen abgeschlossen sein.

 

Diese Anwendungen sollen die bisherigen handschriftlichen Bögen zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung bei etwa bei Friseurbesuchen ablösen. Außerdem sollen somit ausgedachte oder unleserliche Kontaktadressen vermieden werden. Sobald es die Regelungen der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung wieder zulassen, können die Check-In-Apps auch von Gastronomiebetrieben, Veranstaltern und dem Einzelhandel genutzt werden. Zudem ist dann auch ein Einsatz auf privaten Feiern möglich: die Anwendungen erstellen persönliche Kontaktliste, auf die im Ernstfall dann das Gesundheitsamt im Rahmen der Kontaktpersonen-Nachverfolgung zugreifen kann.

 

„Durch die Check-In-Apps fällt endlich die Zettelwirtschaft weg und sie helfen aktiv die eigene Gesundheit sowie die der anderen zu schützen. Alle, die diese Anwendungen zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung nutzen, erleichtern zudem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes die Arbeit und ermöglichen ein schnelleres Unterbrechen von Infektionsketten“, erläutert Gesundheitsdezernentin Ulrike Gote.

 

Nach dem Herunterladen der kostenfreien Check-In-Apps beziehungswiese dem Aufrufen der entsprechenden Portale müssen einmalig Name, Adresse sowie Handynummer und E-Mailadresse eingeben werden. Dann können beispielweise Fitnessstudios oder Friseure bei einem Besuch einen von der Anwendung generierten QR-Code scannen. Die Daten der Besucherin oder der Besucher werden automatisch und verschlüsselt dezentral auf dem eigenen Smartphone oder dem Betreiber-Server gespeichert. Im Fall einer Infektion unter den Besucherinnen und Besuchern können die Daten dann dem Gesundheitsamt übermittelt und somit auch andere über die Risiko-Begegnung informiert werden.

 

Der Datenschutz spielt dabei eine wichtige Rolle. So arbeitet das Gesundheitsamt nur mit Anwendungen, bei denen eine entsprechende Verschlüsselung gegeben ist und empfiehlt auch nur diese zum Beispiel den Friseuren oder Gastronomiebetrieben. Eine fortlaufend aktualisierte Übersicht über die vom Gesundheitsamt genutzten und empfohlenen Check-In-Anwendungen ist in Kürze zu finden auf www.kassel.de/kontaktverfolgung. So können sich auch noch geschlossene Bereiche schon jetzt auf eine digitale Kontaktpersonen-Nachverfolgung vorbereiten.

 

Viele dieser Check-In-Anwendungen wie etwa die App „Luca“ oder „e-guest“ stehen sowohl für das Betriebssystem IOS wie auch Android in den App-Stores oder auf der Homepage der Anbieter kostenfrei zur Verfügung.

 

Pressekontakt: Simone Scharnke