Meldungsdatum: 26.04.2021
Alljährlich werden junge Raupen an viele begeisterte Kinder der Region verteilt, welche die Tiere dann in den nächsten zwei Monaten eigenverantwortlich mit den Blättern der Futterpflanze, beispielsweise Apfel oder Weide, füttern und pflegen. So kann die Entwicklung des Kleinen Nachtpfauenauges über mehrere Raupenstadien bis zum Einspinnen in den Kokon gut beobachtet werden. Anschließend werden die Kokons zur artgerechten Lagerung und Überwinterung an das Schulbiologiezentrum zurückgegeben.
Der wundersame Umwandlungsprozess von der Raupe über die Puppe zum Schmetterling, die Metamorphose, geschieht allerdings anschließend gut geschützt und im Verborgenen der Kokons; im nächsten Frühjahr schlüpfen daraus wieder Nachtpfauenaugen. Ein Schauspiel, das jedes Jahr aufs Neue viele Besucher anlockt und Jung und Alt fasziniert.
Nach erfolgter Paarung beginnt der Kreislauf von vorne: Der Entwicklungszyklus vom Ablegen der Eier, Schlüpfen und Aufzucht der Raupen, Verpuppung im Kokon, Überwinterung bis zum Schlupf des Schmetterlings erstreckt sich über den Zeitraum von einem Jahr.
Aufgrund der langen Erfahrung kann inzwischen sehr exakt vorausgesagt werden, wann die Schmetterlinge mit dem Schlüpfen beginnen. Dies ist meist ab Mitte April der Fall. In diesem Jahr können leider keine öffentlichen Termine für Besucherinnen und Besucher des Botanischen Gartens stattfinden, um diesem Wunder der Natur live beizuwohnen.
Claudia Wiederhold und Werner Waldrich vom Schulbiologiezentrum sind trotzdem vor Ort, um das Schlüpfen der Kleinen Nachtpfauenaugen zu begleiten. Die Fotos der ersten frisch geschlüpften Schmetterlinge wecken auf jeden Fall Vorfreude auf das nächste Jahr. Wiederhold und Waldrich hoffen, dass es dann wieder möglich sein wird, vielen Kindern vor Ort alles Wissenswerte über die Schmetterlinge zu vermitteln.
Hintergrund:
Das Schulbiologiezentrum ist Mitglied beim Netzwerk „BioLeKa“, in dem biologische Lernorte aus der Region Kassel vereint sind. „Lernen in der Natur und aus der Natur“ ist das Motto, unter dem bei BioLeKa die verschiedensten Gruppen spannende Lernangebote für die 150 Schulen der Region machen und damit die Umsetzung zentraler Unterrichtsinhalte zur Umwelt- und Naturbildung praktisch unterstützen.
Pressekontakt: Michael Schwab
Claudia Wiederhold und Werner Waldrich vom Schulbiologiezentrum begleiten das Schlüpfen der Kleinen Nachtpfauenaugen im Botanischen Garten und hoffen, dass sie im nächsten Jahr vielen Kindern vor Ort alles Wissenswerte über die Schmetterlinge erzählen können.
Die Männchen sind etwas farbenfroher gezeichnet als die Weibchen und sind ganz leicht an ihren gekämmten Fühlern zu erkennen.
In diesen Behältnissen schlüpfen die Nachtpfauenaugen im Schulbiologiezentrum gut geschützt aus ihren Kokons.
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
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