Meldungsdatum: 19.07.2021

Bioregionales Menü an Kasseler Schulen und Kitas

Die „RegioWoche“ an Kasseler Schulen und Kitas soll zeigen, dass es geht: bioregionale Kost von Biohöfen der Umgebung. Das vom Ökoaktionsplan Hessen geförderte Projekt führt die Ökomodell-Region NORDHESSEN in Kooperation mit der Stadt Kassel in der ersten Oktoberwoche durch. Eine weitere Aktionswoche soll im Frühjahr 2022 folgen.

Der Mittagstisch an Kasseler Schulen und Kitas soll nicht nur attraktiver werden, sondern auch nachhaltig-klimafreundlicher. Mit einer „RegioWoche Kassel“ Anfang Oktober möchten die Ökomodell-Region NORDHESSEN und die Stadt Kassel für diese Idee nicht nur werben. Sie wollen zeigen: Es geht! Eine Woche lang wird täglich ein Menü angeboten, dessen Zutaten von Biohöfen Nordhessens stammen und frisch verarbeitet und zubereitet werden.

 

„Wir wollen einen Impuls setzen und zeigen welches Potenzial an Produkten und damit auch Absatzmöglichkeiten für unsere Landwirte in der Region stecken“ betont Silke Flörke, Projektkoordinatorin der Ökomodell-Region und Projektleiterin, des vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Klima und Verbraucherschutz geförderten Projektes. Im Projektteam wird sie durch drei Fachfrauen in Sachen Großküchenverpflegung unterstützt: Martina Keller von der Projektschmiede für Nachhaltigkeit & Transformation Keller & Gruber, Stefani Ross, eine erfahrende Köchin der Gemeinschaftsverpflegung, Dr. Andrea Fink-Keßler vom Büro für Agrar- und Regionalentwicklung.

 

„Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit sind unsere großen Ziele“ erklärt Ulrike Gote, Jugend- und Bildungsdezernentin der Stadt Kassel. „Daher wollen wir in Zukunft noch stärker mit den regional ansässigen Betrieben, die unsere Kasseler Schulen und Kitas versorgen, zusammenarbeiten.“ Martina Keller und Stefani Ross betonen: „Man muss am Puls der Zeit bleiben, Bio, regional und klimafreundlich - das sind Zukunftsthemen, die wir auch gerade beim Essen umsetzen sollten. Für die lokalen Caterer ist das eine gute Gelegenheit, als erste mit dabei zu sein.“

 

Doch es gibt viele Herausforderungen, wenn bioregionale Wege in der Schulverpflegung beschritten werden sollen. Neue Verbindungen zwischen Produzenten, Verarbeitenden, Logistikern, Cateringbetrieben und Schulküchen müssen geknüpft und Stolpersteine erkannt und beseitigt werden. Nur so kann künftig mehr Schülerinnen und Schülern nicht nur ein leckeres, sondern auch ein klimafreundliches Essen angeboten werden und dies möglichst dauerhaft. Zur Evaluierung des Vorhabens hat sich das Projektteam die Universität Kassel mit dem Fachgebiet Ökologische Agrarwissenschaften an seine Seite geholt. Am Ende sollen aus den Erfahrungen und Erkenntnissen des Projekts Handlungsempfehlungen entstehen, die auch in andere Regionen Hessens übertragen werden können. Und wenn alles gut läuft gibt es eine zweite Aktionswoche im Februar 2022.

 

Begleitet wird die Woche, die vom 4. bis 7 Oktober stattfindet, durch Öffentlichkeitsarbeit und Informationen an Kasseler Schulen und Kitas.

 

Die Ökomodell-Region Nordhessen

Im Norden von Hessen haben sich der Landkreis Kassel und der Werra-Meißner-Kreis zusammengeschlossen: sie bilden seit September 2015 die Kulisse der „Ökolandbau Modellregion NORDHESSEN“. Damit entstand in Hessens Norden die erste hessische Ökomodell-Region, der sich 2020 auch die Stadt Kassel anschloss. Die Universität Kassel verbindet mit ihrem Fachbereich „Ökologische Agrarwissenschaften“ in Witzenhausen und mit ihrem Lehr- und Versuchsbetrieb auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen in Grebenstein beide Landkreise und die Stadt. Mehr Informationen unter www.oekomodellregionen-hessen.de/region/nordhessen

 

Pressekontakt: Silke Flörke (Ökomodell-Region NORDHESSEN, Tel. 0172 5676428, E-Mail: floerke.modellregion@uni-kassel.de)

Pressekontakt: Michael Schwab