Meldungsdatum: 27.07.2021
Das Rasenspielfeld wird von Grund auf saniert und von seiner Lage 35 Meter nach Norden verschoben. Auf den freigewordenen Flächen zwischen Spielfeld und Vereinsheim werden ein Kunstrasenspielfeld (44 x 26 Meter) und ein Kunststoffspielfeld (30 x 19 Meter) errichtet. Das ehemalige Asphaltspielfeld im Eingangsbereich wird zu einem späteren Zeitpunkt zurückgebaut.
Die Arbeiten starteten am 19. Juli. Ausführende Firma ist Friedrich Klei Landschafts-, Sportstätten-und Straßenbau aus Baunatal. Die neue Sportanlage soll bis zum Jahresende fertiggestellt sein.
Der Sportplatz bestand bisher aus einem Rasengroßspielfeld sowie einem Kleinspielfeld. Das Kleinspielfeld – früher als Tennisplatz genutzt - mit einem Belag aus Beton und Asphalt wurde Anfang der 70er Jahre gebaut und ist nach nunmehr fast 40-jähriger Nutzung so zerschlissen, dass es wegen Unfallgefahr schon seit Jahren nicht mehr genutzt werden kann.
„Hier entsteht ein attraktiver Anlaufpunkt, der die Lebensqualität im Stadtteil Rothenditmold spürbar verbessern wird“, erklärt Oberbürgermeister Christian Geselle. „Demnächst stehen den ansässigen Vereinen, der Schule, Trägern, Institutionen sowie vor allem den Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil ausreichend Flächen für Sport- und Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung.“
„Mit Städtebaufördermitteln aus dem Programm Soziale Stadt wird auch der Um- und Ausbau der Sportflächen gefördert“, so Stadtbaurat Christof Nolda. Der Stadtteil Rothenditmold wurde in 2010 in das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt aufgenommen. Damit konnten und können eine ganze Reihe von Projekten zur städtebaulichen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Erneuerung des Stadtteils realisiert werden.
Ziel des Programms ist es, städtebauliche Missstände zu beseitigen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken, Chancen auf Bildung und Teilhabe zu erhöhen und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Grundlage für die Arbeit ist das durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossene Integrierte Handlungskonzept, das unter anderem die Verbesserung im Wohnumfeld vorsieht. Dazu gehören auch die Spiel-, Sport- und Freizeitflächen.
„Bereits 2014 wurde der Neubau einer 100 Meter-Laufbahn und einer Weitsprunggrube für den Schulsportunterricht der Valentin-Traudt-Schule auf der Sportfläche gefördert und 2019 mit Mitteln aus dem Programm das Vereinsheim und Umkleidegebäude grundlegend saniert und umgebaut“, so der Stadtbaurat. „Die Nachfrage an Räumen und Flächen für Bewegung und Spiel steigt. Gleichzeitig geraten Sportflächen durch städtebauliche Nachverdichtungen immer öfter unter Druck und konkurrieren mit anderen Nutzungen. So ist es umso erfreulicher, dass es gelungen ist, die Sportanlage in der Mittelfeldstraße zu erhalten und durch den Ankauf von Flächen - ebenfalls gefördert aus dem Programm Soziale Stadt - sogar vergrößern zu können und damit die Gestaltung der Sportflächen zu optimieren“, so Stadtbaurat Christof Nolda.
Der „Windpark Jahn“ wird in Kooperation des Eisenbahner Sportverein Jahn Kassel (ESV Jahn) sowie dem Freizeitclub Dynamo Windrad betrieben und nicht mehr ausschließlich durch den Vereinssport genutzt, sondern steht einer großen Gruppe von Nutzern als Spielstätte und offener Sportplatz zur Verfügung. Bereits seit Fertigstellung des Vereinsgebäudes ist die Sportanlage Veranstaltungsort für unterschiedliche Angebote im Stadtteil (z. B. Flüchtlingsarbeit, Sportlehrgänge, Bildungsarbeit, Anti-Gewalt-Training für Jugendliche) geworden. Für diese Bereiche werden von den Kooperationsvereinen Dynamo Windrad und ESV Jahn konkrete Workshops und Maßnahmen erarbeitet und angeboten. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils ist die Sportstätte gleichermaßen Quartierszentrum, Sozialraum und interkulturelle Begegnungsstätte.
Gruppen mit neuen Ideen können flexibel aufgenommen und Angebote im Trägernetzwerk integriert werden. In einem Ideenworkshop im Dezember 2019 wurde bereits ein Nutzungskonzept für die zukünftige Arbeit auf der Sportfläche erarbeitet.
Die Kosten des Um- und Ausbaus der Sportfläche betragen ca. 1,1 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgt durch Städtebaufördermittel in Höhe von 970.000 Euro und Eigenmittel der Stadt Kassel.
Für Fragen und weitere Informationen zum Programm Soziale Stadt steht das Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz, Petra Schütz-Iller, unter Tel. 787-6158, für Fragen zur Sportanlage das Sportamt, Karsten Schwartz unter Tel. 787 – 6620, sowie das Umwelt-und Gartenamt, Reiner Möller, Tel. 787- 6201, zum Thema Um- und Ausbau der Sportanlage, gerne zur Verfügung.
Pressekontakt: Michael Schwab
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