Meldungsdatum: 28.07.2021

Neuer Kursbeginn im Projekt „Sozialwirtschaft integriert“

„Sozialwirtschaft integriert“ ist ein maßgeschneidertes Programm der Stadt Kassel, das seit 2018 Frauen mit Migrationshintergrund die Chance gibt, in der Sozialwirtschaft eine berufliche Ausbildung zu absolvieren oder als Fachkraft tätig zu werden. Am 1. Juni startete ein neuer Kurs mit 18 Frauen. Nach wie vor können sich Frauen mit Migrationshintergrund für das Programm „Sozialwirtschaft integriert“ anmelden.

Gefördert wird „Sozialwirtschaft integriert“ durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration. Mehr als 220 Frauen aus der Stadt und dem Landkreis Kassel haben das Angebot bereits angenommen und begonnen, sich für einen Beruf zum Beispiel in der Altenpflege oder Erziehung zu qualifizieren.

 

Dabei sind die Frauen auf Unterstützung angewiesen: jede Projektteilnehmerin wird während der gesamten Qualifizierungsphase eine professionelle Coachin an die Seite gestellt. Die Coachin berät, begleitet und unterstützt die Teilnehmerinnen umfassend. Die Frauen erhalten so die erforderliche Anleitung, Betreuung und Unterstützung, um ihre geplante berufliche Perspektive selbstbestimmt umzusetzen.

 

Bürgermeisterin Friedrich: Projekt läuft erfolgreich

Laut Zielvereinbarung mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) sollen von August 2018 bis Dezember 2022 mindestens 120 Frauen in das Programm aufgenommen werden. In Kassel sind es aktuell bereits 220 Teilnehmerinnen. Mehr als 50 Frauen sollen während des Projektzeitraums einen qualifizierten Berufsabschluss absolvieren; bereits jetzt hat es über 80 Integrationen in Ausbildung und Qualifizierung gegeben. 20 Frauen haben im Projekte eine Qualifizierung/Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Über 30 Frauen haben den Einstieg in die Erwerbstätigkeit geschafft.

 

„Die Bilanz des Projektes ist bislang außerordentlich positiv“, resümiert Bürgermeisterin Ilona Friedrich den Projektverlauf und ergänzt: „Es ist deutlich, dass wir mit dem passgenauen Ausbildungs-und Qualifizierungsangebot einen individuellen Bedarf im sozialen Sektor in der Stadt Kassel abdecken können. Die stetig hohe Nachfrage von Frauen, die an dem Projekt teilnehmen wollen, spricht auch für eine Verstetigung des Angebots über die bestehende Projektlaufzeit hinaus“.

 

 

 

Vorqualifizierung - Hauptschulkurs

Als Eingangsvoraussetzung für viele Ausbildungsberufe gelten neben guten Sprachkenntnissen mindestens ein Hauptschulabschluss. Selbst dort, wo der Nachweis eines Schulabschlusses keine formale Voraussetzung für eine Ausbildung ist, pochen Ausbildungsgebende auf das Vorhandensein von Schulabschlüssen. Um die Grundlage für die Ausbildung zu legen, bietet „Sozialwirtschaft integriert“ daher erneut einen Hauptschulkurs in Teilzeit an. Der zweite Jahrgang des 18-monatigen Vorbereitungskurs zur Hauptschulprüfung hat am 1. Juni 2021 mit 18 Frauen begonnen. Die Prüfungen finden im Dezember 2022 und Januar 2023 statt.

 

Es werden Unterrichtsstunden in den prüfungsrelevanten Fächern Deutsch, Mathematik, Gesellschaftslehre und Englisch erteilt. Neben der Vermittlung der Unterrichtsinhalte ist die soziale Integration ein wichtiger Schwerpunkt der Maßnahme. Damit soll eine Steigerung der gesellschaftlichen Teilhabe, der Orientierung in der Stadtgesellschaft und das Lernen über gesunde Lebensführung gefördert werden.

 

Der Träger „Hauptschulkurs“ ist die Gesellschaft für Bildung und Soziale Innovation gGmbH (BiSI gGmbH): Die BiSI gGmbH (ehemals Plansecur Stiftung) wurde gegründet, um Bildungs- und Projektarbeit im Studienhaus Eberhardt besser zu strukturieren.

 

Teilnahme weiterhin möglich

Nach wie vor können sich Frauen mit Migrationshintergrund für das Programm „Sozialwirtschaft integriert“ anmelden. Interessierte Frauen wenden sich an Ute Beyer, Telefon: 0561/787 5802, Mail: ute.beyer@kassel.de oder Fatima Mohssen, Telefon: 0561/787 5255, Mail: fatima.mohssen@kassel.de von der Kommunalen Arbeitsförderung im Sozialamt der Stadt Kassel.

 

 

Pressekontakt: Michael Schwab