Meldungsdatum: 08.09.2021

„KW35 – Kasseler Woche der Museen“: Vielseitiges Kulturerlebnis auf Abstand

Vergangene Woche fand die „KW35 – Kasseler Woche der Museen“ statt, zu der 47 Kulturorte mit einem gemeinsamen Ticket zum Besuch eingeladen hatten. Im Laufe der vier Veranstaltungstage wurden 6.607 Besuche gezählt. 51,5 Prozent der Eintrittskarten wurden im gesamten Zeitraum als Online-Tickets gekauft, im Vorverkauf waren es sogar 70,5 Prozent.

Kulturdezernentin Dr. Susanne Völker betonte die Bedeutung der Kasseler Woche der Museen für die Kasseler Kultur insgesamt und dankt allen Beteiligten: „Insbesondere in der für Kultur nach wie vor schwierigen Situation ist es wichtig, sie in ihrer großen Vielfalt erlebbar zu machen, zu unterstützen und zu erhalten. Die „KW35 – Kasseler Woche der Museen“ hat als gemeinsames Angebot der Kasseler Museen und weiterer Ausstellungsorte einen wichtigen Beitrag zum kulturell enorm vielfältigen Kasseler Sommerprogramm und zur Stärkung des Kulturstandorts geleistet. Herzlicher Dank gilt allen, die dies durch ihre engagierte Arbeit gemeinsam ermöglicht haben.“

 

Statt einer Museumsnacht gab es auch in diesem Jahr ein mehrtägiges Programm. Die insgesamt vier Tage im Rahmen der „KW35“ gewährleisteten Kulturerlebnisse in einer entspannten und sicheren Atmosphäre. Die Ausstellungen und Sammlungen selbst standen dabei besonders im Fokus. Daneben haben die Häuser Begleitprogramme und gezielte Sonderaktionen angeboten. Besonders das Format der Führungen war bei der diesjährigen Kasseler Woche der Museen gefragt – die Führung „STADT. MUSEUM. BUNKER“ des Stadtmuseums in Kooperation mit dem Vikonauten e.V. war ein Besuchermagnet.

 

Besonders beliebt waren in diesem Jahr die GRIMMWELT, das Fridericianum, die Caricatura und die Neue Galerie. Die Retrospektive mit Werken des in Kassel und Grizzana (Italien) lebenden Künstlers Johann Rosenboom in der documenta-Halle zog ebenfalls viele Kunstinteressierte an. Das Hallenbad Ost, das zur „KW35“ erstmals seit der Renovierung eine Ausstellung zeigte, freute sich über eine gelungene Öffnung für das Publikum.

 

Die beteiligten Einrichtungen haben mit außergewöhnlichem Engagement kreative Programmangebote durchgeführt, die der Pandemie-Situation gerecht wurden.

Das Museum für Sepulkralkultur nutzte die „KW35“, um auf die neuen digitalen Angebote des virtuellen Museums und der themenbezogenen Online-Games in Kooperation mit der Klasse „Games“ der Kunsthochschule Kassel hinzuweisen. Vor Ort konnten Besucherinnen und Besucher selbst Objekte scannen und 3D-Exponate erstellen. Im Stadtteilzentrum „Hier im Quartier“ zeichnete die Kasseler Illustratorin Frauke Striegnitz von innen ein Bild an die Schaufensterscheibe, während Besucherinnen und Passanten zum Mitzeichnen von außen eingeladen waren. Das Kasseler Architekturzentrum KAZ im KuBa präsentierte das Projekt "Open Mind Places": Architekturmodelle waren eindrücklich in eine Landschaft aus Heu eingebettet und machten neugierig darauf, die Architekturen von Christoph Hesse rund um Referinghausen zu besichtigen.

 

Ein besonderes Angebot für Kinder und Familien war das Brettspiel „Monument Mal! Eine Reise durch Kassels Museen“, das alle Kinder kostenfrei an den Museumskassen erhielten und das in diesem Jahr auch für zuhause dazu einlädt, Kassels Museen spielerisch zu entdecken.

Pressekontakt: Michael Schwab