Meldungsdatum: 09.09.2021
„Ich freue mich, dass wir zum Schul-Start so viele Projekte an unseren Kasseler Schulen auf den Weg bringen können. Damit investieren wir in die Zukunft der Schülerinnen und Schüler und somit auch in die Zukunft der Stadt. Gute Bildung braucht gut konzipierte Räume, braucht Raum zur Förderung, zur Entwicklung und Entfaltung von Kindern. Und genau das schaffen wir mit dem Erweiterungsbau an der Auefeldschule“, so Oberbürgermeister Christian Geselle.
„Die Auefeldschule wird ihren Schülerinnen und Schülern nach den Bauarbeiten neun neue Gruppen- und Themenräume mit Bibliothek, Computer- und Werkraum bieten können. Und sie können sich auf einen neuen Außenbereich mit einem tollen Spielplatz freuen, der außerhalb der Unterrichtszeiten auch öffentlich genutzt werden kann“, ergänzen Bildungsdezernentin Ulrike Gote und Stadtbaurat Christof Nolda.
Umbau zur Ganztagsschule
Damit der Schule in Zukunft die Räumlichkeiten für die Anforderungen einer 4-zügigen inklusiven Ganztagsschule zur Verfügung stehen, ist der Ausbau eine wichtige Voraussetzung. Dadurch können die Kinder von 7.30 Uhr bis 14.30 Uhr bzw. 17 Uhr und in den Ferien gemeinsam lernen, leben und betreut werden. „Neben den neuen Räumen ist für die Ganztagsbetreuung auch der Bau einer schuleigenen Mensa nötig. Etwa 330 bis maximal 400 Schülerinnen und Schüler können nach Fertigstellung dort ihr Mittagessen genießen. Der relativ hohe Speisesaal kann als multifunktionaler Raum für Veranstaltungen mit Theater- oder Tanzbühne genutzt werden. Neben diesem Bereich entstehen eine Versorgungsküche sowie Personal- und Lagerräume“, erläutert Nolda den Neubau. Zudem bekomme die Schule auch eine mechanische Lüftungsanlage. „Der zweigeschossige Neubau wird sich gut in das vorhandene Bild einfügen, da wir auf die angrenzenden Bäume Rücksicht nehmen und das Gebäude sich wie maßgeschneidert einpasst.“ Die Holzfassade bekommt große Lochfenster, so dass viel natürliches Licht in die Räume fließen kann.
Inklusiver Unterricht
Inklusion, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Einschränkungen, wird an der Auefeldschule durch ein Kooperationsmodell für einen gemeinsamen inklusiven Unterricht mit der benachbarten August-Fricke-Schule umgesetzt. Kooperationsklassen werden dort von einer Grundschullehrkraft, einer Förderschullehrkraft und einer Erzieherin beziehungsweise einem Erzieher betreut. „Da Integration und Inklusion neben den ausgebildeten Kräften auch spezielle Räume braucht, werden neben einer Aufzuganlage für einen barrierefreien Zugang auch weitere Räume geschaffen, die auf die speziellen Bedürfnisse dieser Klassen eingehen“, freut sich Gote.
Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2022 abgeschlossen sein, sodass die Auefeldschule voraussichtlich zum Schuljahr 2023/24 als Ganztagsschule starten kann.
Insgesamt investiert die Stadt Kassel etwa 7,9 Mio. Euro, davon kommen 7 Mio. Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm KIP II („KIP macht Schule“).
Hintergrund
Die Auefeldschule wurde 1956 als Grundschule in der Südstadt errichtet. Im Schuljahr 2021/22 werden 234 Kinder in 12 Klassen die Schule besuchen. Damit wird die Schule aktuell 3-zügig geführt. In enger Zusammenarbeit mit der August-Fricke-Schule werden vor Ort auch Kinder mit besonderem Förderbedarf inklusiv beschult. Die Auefeldschule arbeitet noch nicht mit dem Ganztagsangebot im Pakt für den Nachmittag (PfdN). Die Betreuung wird aktuell am Standort der Grundschule über den Hort der Auefeldschule gedeckt. Aktuell erarbeiten Schule und Hort in enger Kooperation ein Konzept für die Aufnahme in den PfdN.
Zudem bekommen die Schülerinnen und Schüler ihr Mittagessen über eine mobile Wärmetheke. Eine Mensa ist noch nicht vorhanden.
Ganztag an Grundschulstandorten
In Kassel gibt es 25 Grundschulen und je eine Grundstufe an der Valentin-Traudt-Schule (Mittelstufenschule) und an der Reformschule (Gesamtschule).
Inzwischen arbeiten 16 von 27 Standorten im „Pakt für den Nachmittag“ und drei Standorte als Ganztagsschulen. Die verbleibenden 8 Standorte haben den Auftrag, ein gemeinsames Konzept mit den kooperierenden Horten zu erarbeiten, damit sie in den kommenden Jahren - nach Herstellung der räumlichen Voraussetzungen - die Arbeit im Ganztag aufnehmen können.
Pakt für den Nachmittag (PfdN)
Die gemeinsame Bildungsverantwortung des Landes Hessen und der Stadt Kassel als Schul- und Jugendhilfeträger wurde in einer Kooperationsvereinbarung aus dem Jahr 2015/16 festgeschrieben. Ziel ist es, ein verlässliches, bedarfsorientiertes Bildungs- und Betreuungsangebot an Schultagen von 7.30 bis 17 Uhr und in den Ferien in enger Zusammenarbeit von Schule und Hort zu realisieren. Das Angebot ist freiwillig, aber bei Anmeldung durch die Eltern für die Schülerinnen und Schüler verbindlich. Der PfdN ist im Hessischen Schulgesetz verankert.
Neben der Herstellung der räumlichen Voraussetzungen unterstützt die Stadt Kassel die Ganztagsschulentwicklung durch pädagogisch qualifiziertes Personal (Horte und schulbezogene Sozialarbeit), durch Prozessbegleitung und durch besondere Projekte zum übergeordneten Thema „Qualität im Ganztag“.
Pressekontakt: Michael Schwab
Spatenstich für den Erweiterungsbau der Auefeldschule (v.l.): Stadtbaurat Christof Nolda, Schuldezernentin Ulrike Gote, Schulleiterin Nicole Rudolph und Oberbürgermeister Christian Geselle.
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