Meldungsdatum: 28.10.2021
Montag, 1. November, ab 18.30 Uhr:
Herwig Lucas liest u.a. aus „So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz
„Leben, Lesen, Lachen“ nimmt Herwig Lucas erst einmal ganz wörtlich. So erzählt er vom Leben im Dörfchen Suleyken. Das Lesen empfiehlt eine vor 200 Jahren geborene Frauenrechtlerin in einer weiteren Geschichte. Und Lachen wird man mit Robert Gernhardt und Co. Zudem stellt Herwig Lucas weitere Geschichten und Gedichte vor, die auch alle dem Thema der Lesereihe folgen.
Der bekannte Kasseler Schauspieler Herwig Lucas machte seine Schauspielausbildung in München. Er hatte mehrjährige Engagements in Landshut, Wilhelmshaven und am Staatstheater Kassel sowie Gastengagements u.a. in Hannover, Lübeck, Wiesbaden und bei den Bad Hersfelder Festspielen. Er spielte Rollen von Romeo über Hitler (George Tabori: „Mein Kampf“) bis Professor Higgins („My Fair Lady“). Von der Klamotte bis zur Welturaufführung (Lars Norén: „Eintagswesen“). 2006 erhielt er den Ehrenpreis der Volksbühne Kassel e.V.
Montag, 8. November, ab 18.30 Uhr:
Anke Stedingk liest aus „Marzahn, mon Amour – Geschichten einer Fußpflegerin“ von Katja Oskamp
In ihrem Werk schreibt Katja Oskamp von einer Schriftstellerin, die nach literarischen Misserfolgen und einer Schreibkrise einen beruflichen Neuanfang wagt. Als Fußpflegerin in Berlin-Marzahn beginnt sie die Lebensgeschichten ihrer Kundschaft auszuschreiben und findet so zur Literatur zurück.
Katja Oskamp wurde 1970 in Leipzig geboren und wuchs in Berlin auf. Mach dem Studium der Theaterwissenschaft arbeitete sie als Schauspieldramaturgin am Volkstheater Rostock. Von 1999 bis 2002 studierte sie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 2003 debütierte sie mit dem Erzählband „Halbschwimmer“ beim Schweizer Ammann Verlag. Es folgen „Die Staubfängerin“ (2007) und „Hellerdorfer Perle“ (2010). 2019 erschien „Marzahn, mon Amour – Geschichten einer Fußpflegerin“.
Anke Stedingk wurde in Heilbronn geboren und wuchs in Hannover auf. Sie absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Saarbrücken und an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Nach einem Gastengagement am Residenztheater in München war Anke Stedingk von 2004 bis 2008 in Halle am Thalia Theater engagiert. Von 2008 bis 2015 war sie festes Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel. In dieser Zeit war sie u.a. als Elisabeth in „Maria Stuart“ und Lady Macbeth in „Macbeth“ zu sehen. 2009 verlieh ihr die Fördergesellschaft des Staatstheaters Kassel e.V. den Nachwuchspreis für hervorragende Leistungen und bei den „Hessischen Theatertagen“ erhielt sie im selben Jahr für ihre Rolle der Agaue in Euripides „Bakchen“ den Preis für die beste schauspielerische Leistung. 2013 wurde sie mit dem Volksbühnenpreis ausgezeichnet. Seit 2015/2016 arbeitet Anke Stedingk als freischaffende Schauspielerin u.a. am Staatstheater Braunschweig und am Schauspiel Essen.
Montag, 15. November, ab 18.30 Uhr:
Sabine Wackernagel liest aus „Schönhauser Allee“ von Wladimir Kaminer
Deutschland - ein Russen-Märchen. Niemandem gelingt es besser als Wladimir Kaminer, uns das eigene Land wie ein Panoptikum bemerkenswerter Menschen, merkwürdiger Schicksale und unerhörter Begebenheiten erscheinen zu lassen. Wer hätte beispielsweise vermutet, dass Einkaufen zum Abenteuer werden kann? Auf der Schönhauser Allee kann es das, dank einiger Vietnamesen, die ohne Sprachkenntnisse und Zählvermögen den „Laden Lebensmittel“ betreiben. Hier wird die Ware ungeachtet ihres Inhalts nach Verpackung sortiert und der Preis nach Größe festgelegt.
Wladimir Kaminer wurde 1967 geboren. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk, bevor er Dramaturgie studierte und aus der Sowjetunion auswanderte. Als Kolumnist veröffentlicht er regelmäßig Artikel in verschiedenen Printmedien und gab sein Romandebüt im Jahr 2000. „Russendisko“ verschaffte ihm internationale Berühmtheit und wurde 2012 verfilmt. 2018 veröffentlicht er den Roman „Ausgerechnet Deutschland – Geschichten unserer neuen Nachbarn“, in dem er sich mit der aktuellen Flüchtlingskrise auseinandersetzt. Wladimir Kaminer zählt zu den beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands.
Sabine Wackernagel ist Schauspielerin und verbrachte viele Jahre in festen Engagements an unterschiedlichen Theatern, zuletzt am Staatstheater Kassel. Ende der 90er Jahre begann sie als freischaffende Schauspielerin an anderen Bühnen zu gastieren und mit eigenem Programm die Republik zu bereisen. Mit Texten, Gedichten und Liedern im Gepäck ist sie unterwegs, um Literatur in vielfältiger Form, auf Bühnen in Monologen, literarisch-musikalischen Programmen und Hörbüchern unter die Leute zu bringen.
Montag, 22. November, ab 18.30 Uhr:
Michael Kaiser liest Kurzgeschichten von Max Goldt
Schon die Titel lassen aufhorchen. „Vom Zauber des seitlichen dran Vorbeigehens“, „Die Radiotrinkerin“ oder die „Aschenbecher-Gymnastik“. Die Texte und Kolumnen von Max Goldt sind stilsicher ironisch und voller Wortspiele.
Max Goldt (eigentlich Matthias Ernst) wurde 1958 geboren und lebt in Berlin. Nach dem Abitur begann er eine Fotografenausbildung, die er jedoch abbrach und eine Karriere als Sänger begann. Max Goldt schreibt seit 1989 für das Satire-Magazin „Titanic“, textet für Hörbücher und Hörspiele und verfasst zahlreiche Kolumnen. 1997 wurde ihm der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen, 2008 der Hugo-Ball-Preis und 2016 der Göttinger Elch.
Michael Kaiser wurde 1953 in Karlsruhe geboren. Verschiedene Engagements führten ihn an zahlreiche deutschsprachige Theater u.a. in Hamburg und Bamberg. Neben Lesungen, Rezitationen und als Sprecher hat Michael Kaiser in vielen Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen mitgewirkt. Zuletzt leitete er als Intendant von 2006 bis 2012 erfolgreich die Kasseler Komödie. Daneben war er von 2009 bis 2012 Vorsitzender des KulturNetzes’Kassel e.V.
Montag, 29. November, ab 18.30 Uhr:
Günther Harder liest aus „Bouvard und Pecuchet“ von Gustave Flaubert
Kann man alles wissen? Bouvard und Pecuchet haben es sich vorgenommen. Mit Eifer stürzen sie sich in die Wissensgebiete A bis Z, denn für die Archäologie muss man etwas von Geschichte verstehen. Und so nimmt der Teufelskreis seinen Lauf. In seiner Parodie auf den Wissensoptimismus des 19. Jahrhunderts räumt Gustave Flaubert gleichermaßen mit romantischen wie mit bürgerlichen Lebensträumen auf.
Der französische Schriftsteller Gustave Flaubert (1821 bis 1880) wurde vor allem als Autor der Romane „Madame Bovary“, „L’Èducation sentimentale“ und „Salammbô“ bekannt. Neben Balzac und Stendhal gehört er zu den großen Realisten der französischen Literatur und prägte mit seinem Werk einen neuen Erzählstil, der die Entwicklung des europäischen Romans entscheidend beeinflusste.
Günther Harder wurde 1977 in Bremen geboren. Er absolvierte eine Schauspielausbildung an der Athanor Akademie in Burghausen/Oberbayern. Feste Engagements hatte er in Dortmund (2005-2010), Leipzig (2010-2013) und Hannover (2014-2019). Seit 2019 ist er als freischaffender Theaterschauspieler unterwegs, u.a. am Theater an der Ruhr in Mühlheim, und arbeitet als Sprecher für den MDR und NDR.
Die Lesereihe wird durch den Freundeskreis der Stadtbibliothek Kassel e.V. unterstützt. Der Eintritt zu allen Lesungen ist frei.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter stadtbibliothek@kassel.de oder telefonisch unter 0561 787-4013.
Für die Veranstaltung gelten die 2G Regel sowie die aktuellen Coronaschutz- und Hygienemaßnahmen.
Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.
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