Meldungsdatum: 06.12.2021
Auf einer Grünfläche unterhalb des bisherigen Schulbiologieteichs wird in den kommenden Monaten ein neuer Teich zum Forschen, Lernen und Entdecken entstehen. Mit einer Größe von 50 Quadratmetern und einer Tiefe von circa einem Meter wird der Teich in einer natürlich wirkenden Form mit verschiedenen Uferstrukturen und Wasserzonen angelegt. Das Ufer des Teichs wird zum größten Teil mit Kies beschaffen sein. Am nordwestlichen Rand wird der Teich mit einer groben Sandschüttung ausgebildet, die speziell für den im Botanischen Garten angesiedelten Kammmolch eine optimale Uferstruktur darstellt.
Eine kleine Insel mit einer umlaufenden Sumpfzone bietet Kindern und Schülern die Gelegenheit, die von besonders vielen Lebewesen besiedelte Zone beobachten und untersuchen zu können. Durch den großen Steg, der tief in den Teich hineinragt, können auch Untersuchungen bis in den Tiefwasserbereich hinein durchgeführt werden. Die Wasserzonen - Ufer-, Sumpf-, Flach- und Tiefwasserzone - mit strukturreichen Gewässerböden ermöglichen unterschiedliche Lebensbedingungen und eröffnen den Blick auf die dort lebenden Tiere, Pflanzen und Organismen.
Die Bepflanzung des Teichs und des Uferbereichs wird durch das Schulbiologiezentrum als naturnaher Sukzessionsprozess erfolgen. Angrenzend an den Teich wird ein großzügiger Aufenthaltsbereich entstehen. Mit Holzstämmen als Sitzmöglichkeiten und viel Platz für Arbeitsmaterialien bietet er den idealen Raum zum Lernen, Forschen und Untersuchen. Der neue Teich wird rundum von einem Zaun umgeben sein, der durch eine Hainbuchenhecke kaschiert wird. Dies dient zum einen der Sicherheit, zum anderen wird der Schulbiologieteich als Lern- und Forschungsort von der umliegenden Freifläche abgegrenzt. Zaun und Hecke greifen die amorphe und natürlich wirkende Teichform auf. Der Zugang zum Teich erfolgt über ein abschließbares Flügeltor.
Im Botanischen Garten haben sich in den letzten Jahren Kammmolche angesiedelt. Das hat naturschutzfachlich eine hohe Bedeutung: Der Kammmolch ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und darf nicht gefangen, verletzt oder in seinem Lebensraum gestört werden. Das wirkt sich auf die Bauzeit des neuen Teichs aus. Die Amphibie verbringt die Wintermonate an Land und begibt sich im Frühjahr zu seinem Laichgewässer. Gebaut wird deshalb in den Wintermonaten, damit der Teich rechtzeitig vor der Wanderung der Kammmolche im Frühjahr fertig ist.
Der Neubau des Schulbiologischen Teichs im Botanischen Garten in Kassel wird aus Mitteln des Förderprogrammes „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ finanziert. Damit entsteht eine besondere Beobachtungs- und Forschungsstätte und stärkt den Standort des schulbiologischen Zentrums. Auch FIPS, das Kasseler Baumhörnchen, interessiert sich für den Neubau des Teichs und erklärt auf Hinweistafeln und auf der Homepage www.kassel.de/fips viele spannende Infos und Fakten zum neuen Schulbiologieteich. Mehr Informationen zu diesem und weiteren Projekten finden Sie auf der Homepage https://www.kassel.de/buerger/umwelt_und_klima/luft-und-laerm/wachstum-nachhaltige-entwicklung-zukunft-stadtgruen.php
Pressekontakt: Michael Schwab
Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Dorothea-Viehmann-Schule halfen tatkräftig mit beim Spatenstich für den neuen Schulbiologieteich im Botanischen Garten. Er wird über die Wintermonate entstehen und lädt zum Forschen, Lernen und Entdecken ein.
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