Meldungsdatum: 17.02.2022
Am Nordhang des Tannenwäldchens sind vorrangig Ahorne, Eschen und Buchen vorzufinden. Einige dieser Bäume müssen nun gefällt werden, da sie entweder bereits abgestorben oder im sogenannten Absterbeprozess sind und so eine potentielle Gefährdung der Verkehrssicherheit für die Besucherinnen und Besucher darstellen. Die Bäume könnten zeitnah umfallen oder große Teile der Krone abwerfen.
Ab Mitte kommender Woche sind deshalb umfangreiche Baumpflegearbeiten an 21 Bäumen geplant. Da der Bestand nicht mit Maschinen befahrbar ist, müssen alle Bäume geklettert werden. Drei Bäume stehen definitiv zur Fällung an, bei 18 Bäumen ist ein Habitatbaumschnitt oder eine Kroneneinkürzung vorgesehen. Bei weiteren 38 Bäumen wird Totholz entfernt.
Im Sinne des Naturschutzes wird das anfallende Schnittmaterial vor Ort verbleiben. Dort, wo es möglich ist, wird der Baumstamm als Totholzhabitat für Insekten und Vögel bestehen bleiben.
Totholz und Habitatbäume sind wichtige Bestandteile des städtischen Ökosystems. Sie sind Lebensgrundlage vieler Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen, Moosen und Flechten. Tote bzw. absterbende Bäume spielen z.B. eine Rolle als Brutplatz oder Keimbett. Sie speichern Wasser, Nährstoffe und Kohlenstoffe, welche im Laufe des Totholzabbaus teilweise in den Boden überführt werden.
In der waldähnlichen Struktur des Tannenwäldchens gibt es viel natürliche Verjüngung der vorhandenen Baumarten, welche die entstehenden Lücken in wenigen Jahren wieder schließen werden.
Pressekontakt: Michael Schwab
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