Meldungsdatum: 04.03.2022

WIR fördern Gesundheit: Stadt Kassel koordiniert Gesundheitsprojekt für Menschen mit Migrationshintergrund

Um die Gesundheitskompetenzen von Menschen mit Migrationsgeschichte zu stärken, koordiniert die Stadt Kassel federführend für Nordhessen das Projekt „WIR fördern Gesundheit“. In Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) sollen in den kommenden drei Jahren durch das gemeinsame Projekt gesundheitsfördernde Maßnahmen ausgeweitet werden.

„Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig Gesundheit ist und wie stark Lebensverhältnisse einen Unterschied dabei machen können. Wir müssen die Menschen darin stärken, Angebote der Gesundheitsversorgung und auch der Prävention anzunehmen. Und diesem Ziel kommen wir mit dem Projekt einen großen Schritt näher“, so Bürgermeisterin Ilona Friedrich. „Um die Umsetzung effektiv zu gestalten, wird eine Koordinierungsstelle eingerichtet.“

Im ersten Schritt wird eine Bestandsaufnahme gemacht werden um zu sehen, welche Angebote der Gesundheitsförderung niedrigschwellig zugänglich sind. Dabei geht es beispielsweise um barrierearme Informationen, wohnortnahe Angebote oder etwa die Kostenstruktur. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt wird daher ein Austausch mit den Migranten-Selbstorganisationen in der Region stattfinden. Zudem werden sie eingebunden, um neue Maßnahmen an der Schnittstelle von Integration und Gesundheit sowie Prävention zu konzipieren. Zusätzlich werden die Gesundheitsämter in Nordhessen eingebunden: Als Multiplikatoren, aber auch, um die Prozesse zur Vielfaltsorientierung des Gesundheitssystems breit aufstellen zu können. Dazu sollen Fachtage und Workshops angeboten werden, bei denen sich alle relevanten Akteurinnen und Akteure austauschen können.

 

Hintergrund:

Das Gesundheitsprojekt „WIR fördern Gesundheit“ bis zum 31. Januar 2025. Gefördert wird das gemeinsame Projekt der Stadt und des HMSI durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit. Mit den Koordinierungsstellen in den Städten Kassel und Marburg sowie dem Landkreis Darmstadt-Dieburg werden Schnittstellen vor Ort genutzt. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen LAGFA Hessen e. V. bringt ihre Erfahrung in der Arbeit mit Ehrenamtlichen ein.

Pressekontakt: Simone Scharnke