Meldungsdatum: 24.01.2024
Die gegenwärtig laufende Schau „Zurück ins Licht – (fast) vergessene Soester Künstlerinnen und Künstler und ihre Geschichten“ nimmt die Kunstschaffenden in den Blick, die die Zeit des Zweiten Weltkrieges als persönliche Zäsur ihres Werkes erfahren mussten. Ab 28. Januar folgt dann die Ausstellung „Soest – Stadt der Kunst nach 1945“. Sie erforscht und beleuchtet den Werdegang der westfälischen Stadt, als sie nach der Katastrophe des Dritten Reichs und des Weltkriegs an die ersten Dekaden des 20. Jahrhunderts anknüpft.
Doch auch darüber hinaus hat das Ausstellungsprogramm des Museums Wilhelm Morgner in diesem Jahr wieder eine große Bandbreite zu bieten.
Aktuell werden folgende Ausstellungen im Museum präsentiert:
Im weiteren Verlauf des Jahres bietet das Museum Wilhelm Morgner, teilweise in Kooperation mit Partnern, folgende Ausstellungen an:
Über das Museum Wilhelm Morgner
Wilhelm Morgner – Ausnahmetalent und herausragender Künstler des Expressionismus – gilt als Wegbereiter der Abstraktion und hat mit seiner Malerei die künstlerische Entwicklung des 20. Jahrhunderts entscheidend mit beeinflusst. 1891 in Soest geboren, starb er 1917 als Soldat im Ersten Weltkrieg an der Westfront. Mit nur 26 Jahren hat er ein großes Œuvre hinterlassen, von dem die Stadt Soest 60 Gemälde und mehr als 400 grafische Arbeiten, Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken besitzt.
Neben Einblicken in den Expressionismus wird die städtische Kunstsammlung mit Werken erweitert, die in Soest ausgestellt wurden oder hier angefertigt worden sind. Hierzu zählen renommierte Künstler wie Christian Rohlfs, Emil Nolde, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Franz Nölken, Johannes Molzahn, Arnold Topp, Eberhard Viegener, Wilhelm Wulff, Max Schulze-Sölde, Paul Werth, Gustav Deppe, Günter Drebusch, Hans Kaiser, Josef Albers, Emil Schumacher, Fred Thieler, Günther Uecker und Fritz Winter.
Das Museum Wilhelm Morgner wurde 1962 nach den Plänen des Wiesbadener Architekten Rainer Schell errichtet und gehört als typisches Bauwerk der frühen 1960er Jahre zu den jüngsten Baudenkmälern der Stadt Soest. Von 2014 bis 2016 wurde das Gebäude renoviert und der RAUM SCHROTH durch die Verglasung des ehemaligen Atriums geschaffen. Getragen durch die Stiftung Konzeptuelle Kunst werden hier jährlich mehrere Ausstellungen der konkreten, konstruktiven und konzeptuellen Kunst präsentiert. Auf weiteren Ausstellungsflächen zeigt die Stadt Soest neben Kunstwerken aus der städtischen Sammlung ein vielfältiges Ausstellungsprogramm.
Abbildung von Wilhelm Wulffs Skizze "Liegender Akt" aus dem Jahr 1920.
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