Meldungsdatum: 08.02.2024

Grabungen fördern Rinderhörner zutage

Soester Stadtarchäologen am Marktplatz aktiv

Die Sanierung des Marktplatzes wird in wenigen Wochen beginnen, aber die Soester Stadtarchäologie wirft bereits vor dem Baustart einen Blick in die jahrhundertealte Vergangenheit von Soests zentralem „Wohnzimmer“.

An drei Stellen auf dem Platz fanden in dieser Woche Schachtungen der Kommunalen Betriebe Soest (KBS) statt, um den Untergrund des Pflasters zu überprüfen – und bei dieser Gelegenheit untersuchte Stadtarchäologin Julia Ricken mit ihrem Team bis in eine Tiefe von 1,60 Metern die verschiedenen Schichten. Dass die älteste nachweisbare Oberfläche des Marktplatzes aus dem 13. Jahrhundert stammt, war bereits von den bislang letzten Sanierungsarbeiten in den 1990-er Jahren bekannt. Allerdings war diese etwa 1,30 Meter tief liegende Schicht nur an wenigen Stellen des Platzes untersucht worden. Nun konnte Grabungsleiter Tristan Altenhoff zwei weitere Stellen untersuchen. Auch der Aushub aus den Schachtungen wird durchsiebt. Die bisherigen Funde: Rinderhörner und Lederstücke. „Schön wäre es, wenn wir auch noch Keramikstücke finden würden. Eine Münze wäre sogar phänomenal“, sagt Julia Ricken.

Sowohl die Stadtarchäologie als auch die KBS werden ihre Arbeit auf dem Markt am Freitag, 9. Februar 2024, vorerst beenden und die Schächte wieder verfüllen. Dann beginnt für die Stadtarchäologen die Nachbearbeitung der Fundstücke, ehe sie im Rahmen der Marktplatzsanierung in einigen Monaten noch einmal in den Untergrund des Platzes zurückkehren.


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2024 0208 Stadtarchäologie Grabung Marktplatz

©  Stadt Soest
2024 0208 Stadtarchäologie Grabung Marktplatz

Stadtarchäologin Julia Ricken und Grabungsleiter Tristan Altenhoff zeigen neben der Grabung auf dem Marktplatz zwei Geweihhörner aus früheren Jahrhunderten, die im Untergrund entdeckt wurden.