Meldungsdatum: 16.02.2024

Seit 40 Jahren das Gesicht von „Nachbar in Not“

Heinz Jungbluth übernahm 1984 die ehrenamtliche Geschäftsführung der Hilfsaktion

Die Hilfsaktion „Nachbar in Not“ ist als verlässliche Anlaufstelle für hilfesuchende Soesterinnen und Soester eine feste Instanz in der Stadt – und der ehrenamtliche Geschäftsführer Heinz Jungbluth ist nunmehr seit 40 Jahren ihr Gesicht. Seit 1984 kümmert er sich um die Hilfesuchenden, verwaltet die Spendengelder, aus denen sich die Kraft der Hilfsaktion speist, und veranlasst auch die Auszahlungen an die Menschen.

„Das ist eine gigantische Leistung“, lobt Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer das Engagement von Heinz Jungbluth anlässlich des „ehrenamtlichen“ Dienstjubiläums. „Heinz Jungbluths Name steht für das Vertrauen, das ‚Nachbar in Not‘ in der Stadtgesellschaft genießt. Er hat diesen guten Ruf aufgebaut und er pflegt sehr verlässlich das Netzwerk in Soest, aus dem in jedem Jahr die wichtigen Spenden auf das Hilfskonto fließen.“

Rückblick: Heinz Jungbluth war im Jahre 1984 Leiter des städtischen Sozialamts, als er auf Initiative des damaligen Stadtdirektors Helmut Holtgrewe die ehrenamtliche Geschäftsführung von „Nachbar in Not“ übernahm. Ein knappes Jahrzehnt zuvor, 1975, hatte Holtgrewes Vorgänger Dr. Gerhard Groot die Hilfsaktion gegründet,  als er in den Ruhestand wechselte.

Das Konzept: Spenden von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen sammeln und damit Soesterinnen und Soester unterstützen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind, die aber keinen Anspruch auf staatliche Leistungen haben.

Heinz Jungbluth machte sich seinerzeit keine Gedanken darüber, wie lange er die Geschicke der Aktion verwalten würde. Er nahm diese Aufgabe aber sehr ernst – und Jahre später sogar mit in den eigenen Ruhestand. „Ich habe mich da hineingelebt“, beschreibt er es. Mittlerweile schüttet „Nachbar in Not“ Jahr für Jahr ziemlich stabil jeweils rund 50.000 Euro an viele verschiedene Einzelfälle aus. „Insgesamt haben wir seit Gründung der Aktion etwa 1,5 Millionen Euro ausgegeben“, rechnet er vor.

Über den Dank von Bürgermeister Dr. Ruthemeyer freut sich Jungbluth persönlich sehr. Doch er gibt dieses Dankeschön sogleich an viele andere Menschen weiter. „Natürlich vor allem an alle Spenderinnen und Spender, von den Bürgern über Geschäftsleute bis hin zu Erben. Die Soester haben einen hohen Solidaritätsanspruch, aber sie fordern nicht, sondern sie leben ihn. Handeln statt Reden. Die fortwährende Unterstützung von ‚Nachbar in Not‘ ist eine Auszeichnung für das Gemeinwesen in dieser Stadt.“

Darüber hinaus betont Jungbluth, wie wichtig die weiteren ehrenamtlichen Mitstreiter  der Aktion sind: sein früherer Co-Geschäftsführer Volker Antzcak, seine aktuelle Co-Geschäftsführerin Sigrid Schöbel, und Gundula Eichberg, die viele Jahre im Hintergrund die Verwaltungsarbeit mit getragen hat.

Das Aufhören ist für Heinz Jungbluth aktuell noch kein Thema. Die gute Nachricht lautet daher: In Not geratene Soesterinnen und Soester können auch weiterhin die Sprechstunde der Hilfsaktion donnerstags 14.20 bis 16 Uhr im Rathaus I ansteuern und sich darauf verlassen, dass sie bei Heinz Jungbluth in guten Händen sind.


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2024 0216 Heinz Jungbluth 40 Jahre Nachbar in Not

©  Stadt Soest
2024 0216 Heinz Jungbluth 40 Jahre Nachbar in Not

Heinz Jungbluth (rechts) ist seit nunmehr 40 Jahren ehrenamtlicher Geschäftsführer der Soester Hilfsaktion "Nachbar in Not". Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer bedankte sich für dieses beachtliche Engagement und überreichte ihm als kleine Anerkennung einen Soest-Gutschein.